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Letzte Änderung: 02.10.2019
Gewöhnliche Pestwurz (Petasítes hýbridus)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Gemeine Pestwurz, Bach-Pestwurz, Rote Pestwurz
Gattung: Petasítes
Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Pflanze ist in ganz Europa verbreitet und bevorzugt feuchte, zeitweise überflutete, kalkhaltige, nährstoffreiche Böden. Häufig ist sie in der Nähe von Bächen anzutreffen.

Erscheinung:
Die Blätter der Pestwurz erscheinen erst nach der Blüte und können eine Länge von bis zu einem Meter erreichen.

Vermehrung:
Die Pflanze vermehrt sich zumeist durch kriechende Ausläufer und trägt zur Festigung des Bodens bei. Vermehrung durch Samen erfolgt seltener.


Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Kriechpflanze
Wuchshöhe:max. 100 cm
Eigenschaften:Giftig
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide

Licht-Verhältnisse:Halb-Schatten, Schatten
Boden:Feucht
 Nährreich

Blüte:Mär - Mai
Blütenstand:Traube
Pollen / Nektar:Viel / Viel
Geschlecht:Ein-Geschlechtig, Zwei-Häusig

Blattform:Nierenförmig
Blattgröße (LxB):ca. 70 x 40 cm
Blattrand:Gezähnt
Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Kopfschmerzen, Migräne, Arterienverkalkung, Herz-Schwäche, Durchblutungsstörungen, Magenbeschwerden, Bauchschmerzen, Magen-Geschwür, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Nieren-Beschwerden, Nierensteine, Gallen-Beschwerden, Wund-Infektion, Insekten-Stiche, Husten, Bronchitis, Asthma, Atemwegs-Beschwerden, Heuschnupfen, Nervosität, Schlafstörungen, Gicht, Menstruations-Störungen, Entzündung, Verkrampfung, Schmerzen

Der Wurzelstock der Pestwurz besitzt eine krampflösende Wirkung auf die Muskulatur der Harnwege, des Magen-Darm-Traktes und der Bronchien. Dadurch wirkt die Pflanze zudem Schmerz lindernd (z.B. bei Steinleiden der Harnwege oder der Gallengänge). Sie hilft bei Asthma, chronischer Bronchitis oder Keuchhusten sowie bei Schmerzen während der Menstruation. Außerdem wirkt die Pflanze Gefäß erweiternd und entzündungshemmend und vermindert Reaktionen bei allergischen Erkrankungen (z.B. Asthma, Heuschnupfen). Desweiteren wirkt sie vorbeugend bei der Entstehung von Geschwüren und hilft bei Migräne, Herzschwäche, Gicht, Unruhe und Schlaflosigkeit.
Äußerlich angewendet helfen Zubereitungen aus Laubblättern und Wurzelstock bei schlecht heilenden Wunden und Geschwüren.
Die Pestwurz kann Pyrrolizidinalkaloide enthalten, die Leber schädigend wirken können. Daher sollten standardisierte Extrakte oder spezielle Pestwurzzüchtungen verwendet werden. Während der Schwangerschaft sollte auf die Verwendung der Pflanze verzichtet werden.

Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
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© Ivar Leidus, Wikimedia Commons
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Westliche Honigbiene, Apis melliferaWestliche Honigbiene
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