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Letzte Änderung: 18.12.2018
Esskastanie (Castánea satíva)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Marone, Edelkastanie
Gattung: Castánea
Familie: Fagáceae (Buchengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Esskastanie ist im Mittelmeerraum und in Kleinasien zu finden. Ursprünglich ist sie vermutlich im Kaukasus beheimatet. In Deutschland wächst der Baum vorrangig in Weinanbaugebieten. Er benötigt eine gewisse Jahres-Wärmemenge und ist empfindlich gegenüber Spätfrost im Frühjahr. Der Baum bevorzugt ozeanische Klimabedingungen und saure, frische, lockere und tiefgründige Böden.

Erscheinung:
Der Baum kann bis zu 1000 Jahre alt werden. Der Stamm der Esskastanie ist gerade und kräftig, die Krone ist weit ausladend und hat eine rundliche Form. Das Wurzelsystem ist sehr kräftig ausgeprägt. Die Pfahlwurzel ist stark verzweigt, dringt allerdings nicht allzu tief ins Erdreich ein.
Die Laubblätter sind ledrig, glänzend tiefgrün gefärbt, länglich elliptisch geformt und an der Spitze kurz zugespitzt. Der Blattrand ist deutlich gesägt.

Blüte:
Ess-Kastanien sind einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Blütenstände stehen an der Basis junger Triebe. Sie bestehen aus etwa 40 köpfchenartigen Teilblütenständen, die sich an einer langen Blütenstandsachse befinden. Jeder dieser Teilblütenstände besteht wiederum aus sieben Einzelblüten. Die männlichen Blüten (Kätzchen) produzieren reichlich Pollen. Sie öffnen sich einige Tage vor den weiblichen Blüten. Die weiblichen Blüten sind Teil zweigeschlechtiger Blütenstände und befinden sich in achselständigen Zymen. Die Befruchtung erfolgt durch Fremdbestäubung. Sowohl Windbestäubung, als auch Bestäubung von zahlreichen Insektenarten (z.B. Bienen) ist möglich.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich glänzende, dunkelbraune Nüsse, die von einem stacheligen Fruchtbecher umgeben sind. Bei Reife öffnet sich der Fruchtbecher und gibt bis zu drei Früchte frei. Die Verbreitung der Früchte erfolgt hauptsächlich durch Eichhörnchen, Siebenschläfer, Krähen und Häher. Erste Früchte werden erst ab einem Baumalter von etwa 25 Jahren gebildet.

Verwendung der Pflanze

Die Früchte (Maroni) sind essbar und reich an den Kohlenhydraten Stärke und Saccharose. Sie besitzen einen zart süßen, nussigen und etwas mehligen Geschmack. Maroni können entweder samt Schale geröstet oder gekocht und anschließend geschält werden.
Das Holz des Baumes ist leicht zu bearbeiten und weitgehend witterungs- und fäulnisbeständig. Es wird häufig zu Möbeln und Fenster- und Türrahmen verarbeitet, aber auch zu Gartenzäunen, Weidepfosten oder Weinfässern.
Die Borke kann zum Gerben von Leder verwendet werden.

Typ der Pflanze:Baum
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 35 m
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Insb. Honig-Bienenweide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Mäßig feucht
 Sauer, Humos

Blüte:Jun - Jul
Blütenstand:Kätzchen
Pollen / Nektar:Viel / Viel
Geschlecht:Ein-Geschlechtig, Ein-Häusig
Frucht-/ Samenzeit:    Okt - Nov
Fruchtform:Schließfrucht: Nuss

Blattform:Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Gesägt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Durchfall, Wund-Infektion, Husten, Bronchitis, Entzündung

Die Blätter des Baumes können bei Husten, Bronchitis, zur Wundbehandlung und bei Durchfall verwendet werden. Sie wirken Schleim lösend, zusammenziehend und entzündungshemmend.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Gerbstoffe


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Westliche Honigbiene
(Apis mellifera)
Westliche Honigbiene, Apis melliferaWestliche Honigbiene
(Apis mellifera)