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Letzte Änderung: 02.10.2019
Majoran (Oríganum majorána)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Wurstkraut
Gattung: Oríganum
Familie: Labiátae (Lippenblütler)
Klimazone(n): Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Majoran stammt ursprünglich aus Kleinasien und ist im Mittelmeergebiet weit verbreitet. Die Pflanze wächst bevorzugt auf lockeren, durchlässigen, steinigen, mageren Lehmböden in windgeschützter, warmer und sonniger Lage. Sie ist nicht winterhart.

Erscheinung:
Majoran ist in seiner ursprünglichen Heimat eine ausdauernde Pflanze, die teils auch als Halbstrauch wächst. Die Wurzeln sind flach und buschig. Die Pflanze bildet vierkantige, verzweigte Stängel, die teils rötlich überlaufen sein können und in der Regel flaumig behaart sind. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet und elliptisch geformt. Der Blattrand ist stellenweise leicht gekerbt. Die Pflanze verbreitet einen aromatischen Duft.

Blüte:
Die weißen bis rosafarbenen Blüten wachsen in kompakten, ährigen Blütenständen. Es handelt sich um zygomorphe Blüten mit zweilippiger Krone und dreilappiger Unterlippe. Sie sind bei Insekten wie z.B. Bienen, Hummeln und Schmetterlingen sehr beliebt.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Teilfrüchte. Die kugeligen, bräunlichen Samen zählen zu den Lichtkeimern. Neben der Verbreitung durch Samen vermehrt sich die Pflanze auch durch unterirdische Ausläufer.

Verwendung der Pflanze

Majoran ist eine beliebte Gewürzpflanze. Die Stängel und Blätter sollten möglichst vor der Blütezeit geerntet werden. Wenn sie im Anschluss getrocknet werden, können sie mehrere Jahre haltbar sein.
Der Geschmack ist herzhaft und lieblich aromatisch. Fettige Speisen werden durch die Würzung mit Majoran nicht nur schmackhafter, sondern auch bekömmlicher.

Majoran, Wurstkraut, Origanum majorana

Bild: © Forest & Kim Starr, Wikimedia Commons

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Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 80 cm
Eigenschaften:Immergrün
 Essbar
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Schmetterlings-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Trocken, Mäßig feucht
 Mager

Aussaat:Mär - Mai
Blüte:Jun - Sep
Blütenstand:Ähre
Blütenform:Zygomorph
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Spaltfrucht

Blattform:Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Gekerbt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Kopfschmerzen, Migräne, Zahnschmerzen, Zahnfleisch-Entzündung, Mundschleimhaut-Entzündung, Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Durchblutungsstörungen, Krampfadern, Magenbeschwerden, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Magenschleimhaut-Entzündung, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Durchfall, Blähungen, Gallen-Beschwerden, Akne, Haut-Ekzem, Wund-Infektion, Nagelbett-Entzündung, Husten, Erkältung, Bronchitis, Asthma, Atemwegs-Beschwerden, Angst-Zustände, Nervosität, Erregungszustände, Schlafstörungen, Gelenk-Entzündung, Gelenk-Rheumatismus, Prellung, Verstauchung, Verrenkung, Entzündung, Abwehrschwäche, Verkrampfung, Nerven-Schmerzen

Aus Majoran kann ein Tee zubereitet werden, der beruhigend, entzündungshemmend und desinfizierend wirkt. Er hilft bei Erkältungen und sonstigen Atemwegsbeschwerden (Entzündungen der Atemwege, Verschleimungen, Asthma), bei Gallen- und Verdauungsbeschwerden (Appetitlosigkeit, Blähungen, Krämpfe, Durchfall, Stärkung der Verdauung), bei Entzündungen des Mund-Rachen-Raums und bei Zahnschmerzen sowie bei nervöser Unruhe, Kopfschmerzen, Migräne und Schlaflosigkeit. Außerdem kräftigt die Pflanze das Immunsystem und trägt zur Herzgesundheit bei (verbessert die Durchblutung und schützt die Arterien).
Für eine äußerliche Anwendung kann aus Majoranpulver eine Salbe hergestellt werden, die bei Rheuma, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Verstauchungen, Nervenschmerzen, Krampfadern, schlecht heilenden Wunden, Juckreiz, Ekzemen, Geschwüren und Entzündungen verwendet werden kann.
Wenn das Kraut als Tee in zu hohen Konzentrationen eingenommen wird, können die ätherischen Öle zu Kopfschmerzen, Entzündungen, Hautreizungen, allergischen Reaktionen und auch zu Nerven- oder Leberschäden führen. Die Anwendung sollte daher nie länger als zwei Wochen dauern.

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin C (Ascorbinsäure)Menge unbekanntØ 57.818 mg100 mg

Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Glykoside


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Distelfalter
(Vanessa cardui)
Distelfalter, Vanessa carduiDistelfalter
(Vanessa cardui)
Hellgelbe Erdhummel
(Bombus lucorum)
Hellgelbe Erdhummel, Bombus lucorumHellgelbe Erdhummel
(Bombus lucorum)

© Ivar Leidus, Wikimedia Commons