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Letzte Änderung: 11.12.2018
Gewöhnliches Maiglöckchen (Convallária majális)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Maieriesli, Maiblume, Maischellen
Gattung: Convallária
Familie: Liliáceae (Liliengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Das Maiglöckchen ist vor allem im nördlichen Europa weit verbreitet. In Gebirgen ist es in Höhen von bis zu 1900 Metern anzutreffen. Es wächst in lichten Wäldern (Eichen-, Buchen-, Kiefernwäldern) oder Gebüschen und bevorzugt mäßig feuchte bis frische, tiefgründige, humusreiche, lockere Böden in sommerwarmen Lagen. Die Pflanze ist ein Mullbodenkeimer und auf Wurzelpilze angewiesen.

Erscheinung:
Als Speicher- und Überdauerungsorgan dient ein relativ dünnes, kriechendes, ausläuferartiges Rhizom, das bis zu 50 cm tief wurzelt. Die oberirdischen Sprosse, die sich jeweils hinter der Rhizomspitze bilden, durchbrechen im Frühjahr den Boden. Der aufrecht wachsende Stängel besitzt zumeist zwei ihn einhüllende Laubblätter.

Blüte:
Der traubige Blütenstand enthält bis zu 10 nickende, kugelig glockige Blüten, die stark süßlich duftend sind. Sie werden von Insekten wie z.B. Bienen bestäubt.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich kugelige, dreifächerige Beeren, die bei Reife rot gefärbt sind. Diese enthalten bis zu fünf hell-braune kantige Samen. Die Samen benötigen Kälte zum Keimen. Die Verbreitung erfolgt zum Einen durch Tiere wie z.B. Amseln oder Drosseln, bei denen die Früchte sehr beliebt sind. Zum Anderen vermehrt sich die Pflanze vegetativ über das Rhizom.


Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Kriechpflanze
Wuchshöhe:max. 25 cm
Eigenschaften:Giftig
 Stark giftig
 Tiefwurzler
 Heilpflanze
 Vogel-Weide

Licht-Verhältnisse:Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Humos

Blüte:Apr - Jun
Blütenstand:Traube
Blütenform:Glocke
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Aug
Fruchtform:Schließfrucht: Beere

Blattform:Länglich schmal
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Blatt-Nerven parallel


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Herz-Schwäche, Herz-Rhythmus-Störungen

Maiglöckchen sind giftig und dürfen nicht gegessen werden. Vergiftungserscheinungen sind z.B. Übelkeit, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Schwindel, Brustbeklemmung bis hin zum Herzstillstand.
Fertigpräparate oder homöopathische Mittel hingegen können wiederum bei Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Altersherz helfen.

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