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Letzte Änderung: 14.12.2018
Echtes Mädesüß (Filipéndula ulmária)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Wiesenwedel, Sumpfkraut, Brennkraut, Gänseleiter, Spierstaude
Gattung: Filipéndula
Familie: Rosáceae (Rosengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Das Echte Mädesüß ist im mittleren und nördlichen Europa und Asien beheimatet und wächst an Bächen, auf Feuchtwiesen oder in Sumpf- und feuchten Waldrandgebieten. Die Pflanze bevorzugt feuchte, nährstoffreiche, eher mäßig saure, sandige Lehm- und Tonböden oder Sumpfhumusböden.

Erscheinung:
Der aufrechte Stängel ist teils rötlich überlaufen. Die Laubblätter sind gefiedert. Die Blattadern der einzelnen Teilblätter sind deutlich zu erkennen.

Blüte:
Die Blüten wachsen in Schirmrispen. Die Einzelblüten sind cremefarben bis gelblich-weiß. Vor allem in den Abendstunden verströmen sie einen honig- bis mandelartigen Duft. Die Blüten bieten reichlich Pollen an und sind daher bei Insekten (z.B. Bienen, Schwebfliegen, Käfern) beliebt.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Nüsschen, die sich bis zum Frühjahr an den vertrockneten Blütenzweigen befinden können. Die einzelnen sichelförmig gekrümmten Nüsschen, die sich pro Blüte entwickeln, sind zusammenstehend und erwecken daher den Eindruck einer Gesamtfrucht. Sie sind zunächst grün, verfärben sich jedoch mit zunehmender Reife bräunlich. Die Verbreitung erfolgt durch den Wind oder schwimmend auf dem Wasserweg.

Verwendung der Pflanze

Vor allem die Blüten können zum Aromatisieren von Speisen oder für Tee verwendet werden.

Echtes Mädesüß, Wiesenwedel, Sumpfkraut, Brennkraut, Gänseleiter, Spierstaude, Filipendula ulmaria

Bild: © Christian Fischer, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-3.0

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Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 200 cm
Eigenschaften:Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Vogel-Weide
 Insb. Honig-Bienenweide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Feucht
 Nährreich, Humos

Blüte:Jun - Sep
Blütenstand:Rispe
Blütenform:5 Kronblätter
Pollen / Nektar:Viel / Nicht vorhanden
Frucht-/ Samenzeit:    Okt - Nov
Fruchtform:Schließfrucht: Nuss

Blattform:Zusammengesetzt: Gefiedert
Blattrand:Gesägt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Kopfschmerzen, Migräne, Zahnfleisch-Entzündung, Mundschleimhaut-Entzündung, Magenbeschwerden, Sodbrennen, Magenschleimhaut-Entzündung, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Durchfall, Nieren-Beschwerden, Blasen-Beschwerden, Leber-Beschwerden, Erkältung, Grippaler Infekt, Fieber, Gelenk-Entzündung, Gelenk-Rheumatismus, Gicht, Verschlackung, Entzündung, Schmerzen, Wasseransammlung

Die Pflanze enthält Salicylsäure, die bei Gicht, Kopfschmerzen, Entzündungen oder rheumatischen Beschwerden hilft. Sie ist ein sanftes Schmerz- und Fiebermittel. Auch bei Grippe, Sodbrennen, Durchfall oder Magen-Darm-Reizungen kann ein aus den Blüten gewonnener Tee helfen. Desweiteren regt der Tee die Nieren- und Leberfunktion an, wirkt entwässernd und senkt den Harnsäurespiegel.
Auch die Blätter und Wurzeln können zusammen mit den Blüten zu Tee verarbeitet werden. Dieser wirkt schweißtreibend und kann bei Harnblasen- und Nierenschmerzen Linderung verschaffen.
Wer auf Salicylate allergisch reagiert, sollte die Einnahme der aus der Pflanze gewonnenen Erzeugnisse allerdings meiden.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe


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