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Letzte Änderung: 16.10.2018
Leindotter (Camelína satíva)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Dotterlein
Gattung: Camelína
Familie: Crucíferae (Kreuzblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Leindotter ist eine alte Kulturpflanze, die in Europa sowie in Teilen Südostasiens beheimatet ist. Er wächst auf Feldern, auf Ruderalflächen oder an Wegrändern und bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, nährstoffreiche, humose Böden in sonniger Lage.

Erscheinung:
Die aufrecht wachsende Pflanze besitzt einen kahlen, teils schwach behaarten, verzweigten Stängel. Die wechselständig angeordneten und am Stängel sitzenden Laubblätter sind länglich schmal und ganzrandig.

Blüte:
Die Blüten sind in traubigen Blütenständen angeordnet. Sie sind gestielt und besitzen vier weißlich bis gelbe Kronblätter. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Bienen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich hartschalige Schötchen, die jeweils bis zu 16 gelblich-rötliche Samen enthalten. In feuchtem Zustand sind die Samen von einer Schleimhülle umgeben. Die Samen sind nur etwa 1-2 Jahre lang keimfähig.

Verwendung der Pflanze

Leindotter ist als Zwischenfrucht geeignet. Seine Vegetationsphase beträgt lediglich 120 Tage. Die Samen enthalten bis zu 40 Prozent Öl, das einen sehr hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren (insbesondere alpha-Linolensäure) besitzt. Die Samen können als Zutat für Brot und Getreidebrei verwendet werden.
Leindotter-Presskuchen lässt sich als wertvolles Tierfutter nutzen.
Leindotter-Öl kann zudem für die Herstellung von Lacken und Farben sowie für Kosmetikprodukte wie z.B. Cremes, Lotionen und Seife verwendet werden.

Leindotter, Dotterlein, Camelina sativa

Bild: © Fornax, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-3.0

Ecosia-Bildersuche

Typ der Pflanze:Ein-Jährig
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 120 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Insb. Honig-Bienenweide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Mäßig feucht
 Nährreich, Humos

Aussaat:Mär - Apr
Blüte:Mai - Jul
Blütenstand:Traube
Blütenform:4 Kronblätter
Pollen / Nektar:Nicht vorhanden / Sehr viel
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Jun - Aug
Fruchtform:Öffnungsfrucht: Schote

Blattform:Länglich schmal
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Bluthochdruck, Erhöhter Cholesterinspiegel, Oxidativer Stress, Wund-Infektion, Gelenk-Entzündung, Gelenk-Rheumatismus, Krebs, Entzündung, Abwehrschwäche

Leindotter-Öl stärkt die Immunabwehr, wirkt antioxidativ und entzündungshemmend und schützt die Gefäße. Außerdem wirkt es Blutdruck senkend, hat einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel und hilft beim Schutz vor Krebserkrankungen.
Äußerlich angewendet hilft es bei Arthrose und unterstützt die Wundheilung.

Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Früchte

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin E (Tocopherol)Menge unbekanntØ 2.77 mg12 mg

Sonstige Inhaltsstoffe
Linolensäure


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Westliche Honigbiene
(Apis mellifera)
Westliche Honigbiene, Apis melliferaWestliche Honigbiene
(Apis mellifera)