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Letzte Änderung: 22.06.2018
Kornel-Kirsche (Córnus mas)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Hornstrauch, Dirlitze, Korneliuskirsche, Herlitze, Hirlnuss, Gelber Hartriegel
Gattung: Córnus
Familie: Cornáceae (Hartriegelgewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Kornelkirsche ist in weiten Teilen Europas zu finden, dort jedoch vermehrt in den südlichen wärmeren Ländern. Ursprünglich stammt sie aus dem Kaukasus. Sie ist trotz ihres Names nicht mit der Kirsche verwandt.
Die Kornelkirsche wächst zumeist mehrstämmig an sonnigen Standorten in lichten Wäldern, an Waldrändern, in Hecken sowie in Auenwäldern außerhalb der Überschwemmungsbereiche. Sie wächst sehr langsam und bevorzugt kalkhaltige Böden, die eher trocken sind. Sie verträgt keine Staunässe. Ansonsten ist die Pflanze recht anspruchslos und genügsam, was Nährstoffe betrifft.

Blüte:
Die goldgelben Blüten erscheinen sehr zeitig im Frühjahr noch bevor sich die Blätter bilden. Sie sind daher eine erste Nahrung für Honig- und Wildbienen sowie für andere Insekten. Die Pflanze zählt zu den Selbstbefruchtern.

Vermehrung:
Die Vermehrung kann durch Absenker, Stecklinge oder Samen erfolgen. Der Samen braucht häufig bis zu zwei Jahre bis zum Keimen.

Wissenswertes

Die Früchte sind eine beliebte Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere. Allerdings trägt die Pflanze erst im Alter von 8 bis 10 Jahren Früchte.

Verwendung der Pflanze

Kornelkirschen (Kornellen) sind essbar und schmecken leicht säuerlich. Sie können roh gegessen werden oder zur Herstellung von Marmeladen, Fruchtsäften oder Likören verwendet werden. Geerntet werden sollten sie erst, wenn sie eine dunkel- bis schwarzrote Färbung angenommen haben und fast schon überreif sind.
Das Holz der Kornelkirsche ist sehr schwer und zählt zu den härtesten Hölzern Europas.
Durch ihr intensives und weit verzweigtes Wurzelsystem hilft die Kornelkirsche der Bodenerosion entgegenzuwirken.

Typ der Pflanze:Strauch
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 6 m
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Vogel-Weide
 Insb. Honig-Bienenweide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Trocken, Mäßig feucht
 Mager, Humos

Blüte:Feb - Apr
Blütenstand:Dolde
Blütenform:4 Kronblätter
Pollen / Nektar:Mäßig / Viel
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Steinfrucht

Blattform:Eiförmig, Elliptisch
Blattgröße (LxB):ca. 8 x 5 cm
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Bluthochdruck, Magenbeschwerden, Bauchschmerzen, Darmbeschwerden, Durchfall, Fieber, Gicht

Kornellen besitzen eine Fieber und Blutdruck senkende Wirkung. Sie wirken zudem Bakterien abtötend und helfen bei Magenproblemen, chronischen Darmerkrankungen sowie bei Durchfall.
Ein wässriger Auszug aus Rinde, Holz und Blättern hilft Gicht-Beschwerden zu lindern.

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin C (Ascorbinsäure)75 mgØ 64.557 mg100 mg
Vitamin E (Tocopherol)Menge unbekanntØ 2.77 mg12 mg

Mineralstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
EisenMenge unbekanntØ 2.355 mg13 mg
KaliumMenge unbekanntØ 0.346 g3 g

Sonstige Inhaltsstoffe
Gerbstoffe


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© Patrick Clement, Wikimedia Commons
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