Smagy — Das Pflanzen-Portal zum Mitmachen

Letzte Änderung: 21.11.2018
Kartoffel-Rose (Rósa rugósa)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Runzel-Rose, Kamtschatka-Rose, Japan-Rose
Gattung: Rósa
Familie: Rosáceae (Rosengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Kartoffel-Rose ist in weiten Teilen Asiens (Russland, China, Korea, Japan) beheimatet. Sie bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, humose, mäßig nährstoffreiche Böden in halbschattiger bis sonniger Lage.

Erscheinung:
Bei der Kartoffel-Rose handelt es sich um einen Strauch, der sich durch unterirdische Ausläufer ausbreitet. Die Zweige der Pflanze sind mit Stacheln besetzt und filzig behaart. Die wechselständig angeordneten, gestielten Laubblätter sind unpaarig gefiedert. Die Fiederblättchen sind elliptisch geformt und am äußeren Ende zugespitzt. Der Blattrand ist gesägt oder gekerbt.

Blüte:
Die Blüten erscheinen in dolden-rispigen Blütenständen. Die fünf Kronblätter sind rosa, rötlich oder weiß gefärbt und duftend. Der Blütenkelch ist borstig behaart und endet in fünf länglichen, zugespitzten Abschnitten. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Bienen, Käfer oder Fliegen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich rot-gefärbte, fleischige Hagebutten, die zu den Sammelnussfrüchten gehören. Die Verbreitung der Samen erfolgt häufig nach der Verdauung und Ausscheidung durch Vögel wie z.B. Silbermöwen. Vegetativ verbreitet sich die Pflanze durch ihre Ausläufer. Sprossachsen, die mit Sand oder Erde bedeckt sind, bilden leicht Wurzeln. Auch aus Wurzelfragmenten lassen sich neue Pflanzen ziehen.

Wissenswertes

Die Früchte sind eine willkommene Nahrungsgrundlage für verschiedene Vogelarten.

Verwendung der Pflanze

Die anspruchslose Pflanze wird häufig als Windschutz gepflanzt und um Dünen oder Böschungen zu festigen.
Die fleischigen, essbaren Früchte sind reich an Vitaminen und anderen Nährstoffen und können z.B. zu Marmelade oder Mus verarbeitet oder als Suppenzutat genutzt werden. Sie können auch roh verzehrt werden, nachdem die Nüsschen entfernt wurden. Auch die Kronblätter der Blüten können gegessen werden und eignen sich als Dekoration von Salaten oder Getränken.
Junge frische Blätter eignen sich ebenfalls zum Verzehr und können roh als Salatbeigabe oder als Gemüsefüllung verwendet werden.
Getrocknet ergibt das Fruchtfleisch einen aromatischen Tee. Ein Tee aus getrockneten Blättern ist ebenfalls möglich.

Kartoffel-Rose, Runzel-Rose, Kamtschatka-Rose, Japan-Rose, Rosa rugosa, Kartoffelrose, Apfel-Rose, Apfelrose, Dünenrose

Bild: © TomiUSM, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-3.0

Ecosia-Bildersuche

Typ der Pflanze:Strauch
Wuchsform:Aufrecht, Kriechpflanze
Wuchshöhe:max. 190 cm
Eigenschaften:Essbar
 Bienen-/Hummel-Weide
 Vogel-Weide
 Nacht-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Humos

Blüte:Mai - Sep
Blütenstand:Einzelblüte, Dolde, Rispe, Dolden-Rispe
Blütenform:5 Kronblätter
Pollen / Nektar:Mäßig / Nicht vorhanden
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Okt
Fruchtform:Sammelfrucht: Sammelnussfrucht

Blattform:Eiförmig, Elliptisch, Zusammengesetzt: Gefiedert, Gefiedert
Blattrand:Gesägt, Gekerbt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin A (Retinal, Retinol, Retinsäuren)Menge unbekanntØ 0.336 mg0.9 mg
Vitamin C (Ascorbinsäure)Menge unbekanntØ 62.737 mg100 mg

Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe


Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Baumhummel
(Bombus hypnorum)
Baumhummel, Bombus hypnorumBaumhummel
(Bombus hypnorum)

© André Karwath aka Aka, Wikimedia Commons
Dunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)
Dunkle Erdhummel, Bombus terrestrisDunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)
Hainschwebfliege
(Episyrphus balteatus)
Hainschwebfliege, Episyrphus balteatusHainschwebfliege
(Episyrphus balteatus)
Hellgelbe Erdhummel
(Bombus lucorum)
Hellgelbe Erdhummel, Bombus lucorumHellgelbe Erdhummel
(Bombus lucorum)

© Ivar Leidus, Wikimedia Commons