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Letzte Änderung: 20.07.2018
Wilde Karde (Dípsacus sylvéstris)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Wald-Karde
Gattung: Dípsacus
Familie: Dipsacáceae (Kardengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima, Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Wilde Karde ist von Nord-Afrika bis Mitteleuropa beheimatet. Sie wächst auf Ödflächen oder Weiden, an Ufern oder am Wegesrand und bevorzugt stickstoffhaltige, kalkreiche, humose Lehmböden in warmer und sonniger Lage.

Erscheinung:
Bei der Wilden Karde handelt es sich um eine distelartige Pflanze mit kantigem, stacheligem Stängel. Sie zählt zu den Halbrosettenpflanzen, da sie im ersten Jahr in einer Grundrosette wächst. Erst im zweiten Jahr wächst die Pflanze in die Höhe. Die Blätter umschließen an ihren Ansatzstellen den Stängel und bilden dadurch mit dem gegenüberliegendem Blatt eine Art Sammelgefäß für Regenwasser.

Blüte:
Die lila farbenen Blüten wachsen in einem eiförmigen Körbchen. Die Einzelblüten entfalten sich von der Mitte des Blütenstandes ausgehend nach oben und unten. Sie besitzen jeweils eine etwa 1 cm lange Röhre, die am äußeren Rand in vier verwachsenen Kronblättern endet. Aus der Blütenöffnung ragen Staubblätter und Narbe heraus. Die Blüten sind bei Insekten wie z.B. Hummeln und Schmetterlingen sehr beliebt.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich bräunliche, längs geriefte Achänen. Diese werden bei Reife aus dem Blütenstand herausgeschleudert, sobald die Pflanze gebogen wird und zurückschnellt.

Wissenswertes

Die Samen werden gern von Vögeln (z.B. Distelfinken) gefressen.

Verwendung der Pflanze

Nach der Blüte stirbt die Pflanze und bleibt bis zum nächsten Frühjahr als getrocknete Pflanze stehen. Die getrockneten Blütenstände werden gern als Pflanzen-Schmuck verwendet.

Typ der Pflanze:Zwei-Jährig
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 200 cm
Eigenschaften:Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Schmetterlings-Weide
 Vogel-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Mäßig feucht
 Basisch, Nährreich, Humos

Aussaat:Mär - Mai
Blüte:Jul - Aug
Blütenstand:Körbchen
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Achäne

Blattform:Länglich schmal
Blattrand:Gezähnt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Leber-Beschwerden, Haut-Ekzem, Schuppenflechte, Furunkel, Haut-Pilz, Nagelbett-Entzündung, Warzen, Gelenk-Rheumatismus, Abwehrschwäche

Die Wurzel der Pflanze hilft als Tee oder Tinktur bei Borreliose. Sie kann auch begleitend bei einer Antibiotika-Behandlung verwendet werden. Außerdem stärkt die Wurzel das Immunsystem, fördert die Verdauung und den Stoffwechsel und hilft bei Kopfschmerzen, Leberbeschwerden und Rheuma.
Äußerlich kann die Tinktur bei Hautkrankheiten, Warzen und Furunkeln verwendet werden.

Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Distelfalter
(Vanessa cardui)
Distelfalter, Vanessa carduiDistelfalter
(Vanessa cardui)

© Jörg Hempel, Wikimedia Commons
Dunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)
Dunkle Erdhummel, Bombus terrestrisDunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)

© Iifarr, Wikimedia Commons
Feldhummel
(Bombus ruderatus)
Feldhummel, Bombus ruderatusFeldhummel
(Bombus ruderatus)

© Basti1978200, Wikimedia Commons
Gartenhummel
(Bombus hortorum)
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(Bombus hortorum)

© Ivar Leidus, Wikimedia Commons
Hainschwebfliege
(Episyrphus balteatus)
Hainschwebfliege, Episyrphus balteatusHainschwebfliege
(Episyrphus balteatus)
Kaisermantel
(Argynnis paphia)
Kaisermantel, Argynnis paphiaKaisermantel
(Argynnis paphia)

© Andreas Eichler, Wikimedia Commons
Skabiosenschwärmer
(Hemaris tityus)
Skabiosenschwärmer, Hemaris tityusSkabiosenschwärmer
(Hemaris tityus)

© Bernard DUPONT from FRANCE, Wikimedia Commons
Wald-Kuckuckshummel
(Bombus sylvestris)
Wald-Kuckuckshummel, Bombus sylvestrisWald-Kuckuckshummel
(Bombus sylvestris)

© Ivar Leidus, Wikimedia Commons