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Letzte Änderung: 20.04.2018
Echte Betonie (Stáchys officinális)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Heil-Ziest, Pfaffenblume, Zahnkraut
Gattung: Stáchys
Familie: Labiátae (Lippenblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Echte Betonie ist in den gemäßigten Zonen Europas, Nordafrikas und Kleinasiens beheimatet. Sie wächst auf Moorwiesen und Weiden, in Heiden oder in lichten Wäldern und bevorzugt mäßig feuchte bis feuchte, magere, durchlässige, basische Böden an warmen und sonnigen Standorten. Trockene Perioden schaden der Pflanze nicht.

Erscheinung:
Die krautig erscheinende Pflanze besitzt ein unterirdisches Rhizom, das als Überdauerungsorgan dient. Der Stängel ist vierkantig und relativ kahl. Vereinzelt ist er mit feinen Haaren besetzt. An der Basis kann er verholzen. Die Blätter erscheinen zunächst in einer grundständigen Rosette. Sie sind lang gestielt und von schmaler elliptischer Form. Nach oben hin sind die kreuzgegenständig angeordneten Blätter zunehmend kurz gestielt und teils am Stängel sitzend. Der Blattrand ist deutlich stumpf gesägt und teils fein behaart.

Blüte:
Die Blüten erscheinen in ährenförmigen Scheinquirlen, die mit Tragblättern versehen sind. Die zygomorphen Blüten sind rosa bis violett gefärbt und teils fein behaart. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Hummeln, Schmetterlinge oder Schwebfliegen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Klausenfrüchte, die jeweils vier glatte, braune Teilfrüchte enthalten. Die Verbreitung der Samen erfolgt durch den Wind oder durch Anhaftung an Tieren. Vegetativ lässt sich die Pflanze durch Teilung vermehren.

Verwendung der Pflanze

Die Echte Betonie ist eine Aroma- und Färberpflanze. Getrocknet kann sie verwendet werden, um Textilien tief dunkelgelb zu färben.

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Bild: Mit freundl. Unterstützung von Zachau's Pflanzenwelt

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Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 100 cm
Eigenschaften:Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Schmetterlings-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Basisch, Mager

Aussaat:Mär - Apr
Blüte:Jul - Sep
Blütenstand:Ähre
Blütenform:Zygomorph
Pollen / Nektar:Kaum / Viel
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Spaltfrucht

Blattform:Länglich schmal, Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Gesägt, Behaart
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Kopfschmerzen, Migräne, Zahnschmerzen, Zahnfleisch-Entzündung, Mundschleimhaut-Entzündung, Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Durchfall, Wund-Infektion, Husten, Bronchitis, Asthma, Atemwegs-Beschwerden, Nervosität, Erschöpfung, Gelenk-Rheumatismus, Gicht, Verstauchung, Verschlackung, Entzündung, Abwehrschwäche, Verkrampfung, Schmerzen, Nerven-Schmerzen

Aus dem Kraut der Pflanze kann ein Tee zubereitet werden, der bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Verdauungsstörungen (Durchfall, Appetitanregung, Magenübersäuerung), bei Kopfschmerzen in Folge von Stress, bei Nervenschmerzen, bei Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma) sowie bei Gicht und Rheuma hilft. Der Tee wirkt entzündungshemmend, Blut reinigend, Krampf lindernd, Blut stillend, kräftigend und Schleim lösend.
Äußerlich kann der Saft der Pflanze bei der Wundheilung unterstützen. Ein Umschlag hilft zudem bei Verstauchungen.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe


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