Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 16.06.2024
Echte Betonie (Stáchys officinális)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Heil-Ziest, Pfaffenblume, Zahnkraut
Gattung: Stáchys
Familie: Labiátae (Lippenblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Echte Betonie ist in den gemäßigten Zonen Europas, Nordafrikas und Kleinasiens beheimatet. Sie wächst auf Moorwiesen und Weiden, in Heiden oder in lichten Wäldern und bevorzugt mäßig feuchte bis feuchte, magere, durchlässige, basische Böden an warmen und sonnigen Standorten. Trockene Perioden schaden der Pflanze nicht.

Erscheinung:
Die krautig erscheinende Pflanze besitzt ein unterirdisches Rhizom, das als Überdauerungsorgan dient. Der Stängel ist vierkantig und relativ kahl. Vereinzelt ist er mit feinen Haaren besetzt. An der Basis kann er verholzen. Die Blätter erscheinen zunächst in einer grundständigen Rosette. Sie sind lang gestielt und von schmaler elliptischer Form. Nach oben hin sind die kreuzgegenständig angeordneten Blätter zunehmend kurz gestielt und teils am Stängel sitzend. Der Blattrand ist deutlich stumpf gesägt und teils fein behaart.

Blüte:
Die Blüten erscheinen in ährenförmigen Scheinquirlen, die mit Tragblättern versehen sind. Die zygomorphen Blüten sind rosa bis violett gefärbt und teils fein behaart. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Hummeln, Schmetterlinge oder Schwebfliegen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Klausenfrüchte, die jeweils vier glatte, braune Teilfrüchte enthalten. Die Verbreitung der Samen erfolgt durch den Wind oder durch Anhaftung an Tieren. Vegetativ lässt sich die Pflanze durch Teilung vermehren.

Verwendung der Pflanze

Die Echte Betonie ist eine Aroma- und Färberpflanze. Getrocknet kann sie verwendet werden, um Textilien tief dunkelgelb zu färben.

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    Ecosia-Bildersuche

    Typ der Pflanze:Staude
    Wuchsform:Aufrecht
    Wuchshöhe:max. 100 cm
    Eigenschaften:Heilpflanze
     Färberpflanze
     Bienen-/Hummel-Weide
     Schmetterlings-Weide

    Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
    Boden:Trocken, Mäßig feucht
     Basisch, Mager

    Aussaat:Mär - Apr
    Blüte: Jul - Sep
    Blütenstand:Ähre
    Blütenform:Zygomorph
    Pollen / Nektar:Kaum / Viel
    Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
    Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Okt
    Fruchttyp:Zerfallfrucht: Klausenfrucht

    Blattform:Länglich schmal, Eiförmig, Elliptisch
    Blattrand:Gesägt, Behaart
    Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven

    Heilwirkungen der Pflanze

    Stichwörter:
    Kopfschmerzen, Migräne, Zahnschmerzen, Zahnfleisch-Entzündung, Mundschleimhaut-Entzündung, Durchfall, Darmbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen, Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden, Wund-Infektion, Atemwegs-Beschwerden, Asthma, Bronchitis, Husten, Nervosität, Erschöpfung, Verstauchung, Gicht, Gelenk-Rheumatismus, Verschlackung, Entzündung, Abwehrschwäche, Verkrampfung, Schmerzen, Nerven-Schmerzen

    Aus dem Kraut der Pflanze kann ein Tee zubereitet werden, der bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Verdauungsstörungen (Durchfall, Appetitanregung, Magenübersäuerung), bei Kopfschmerzen in Folge von Stress, bei Nervenschmerzen, bei Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma) sowie bei Gicht und Rheuma hilft. Der Tee wirkt entzündungshemmend, Blut reinigend, Krampf lindernd, Blut stillend, kräftigend und Schleim lösend.
    Äußerlich kann der Saft der Pflanze bei der Wundheilung unterstützen. Ein Umschlag hilft zudem bei Verstauchungen.

    Pflanzen-Inhaltsstoffe


    Sonstige Inhaltsstoffe
    Ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe


    Nutzen für folgende Insektenarten

    Anzahl Schmetterlinge: 10
    Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 6
    Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
    Anzahl Käfer: 0
    Anzahl Schnabelkerfe: 0
    Anzahl Heuschrecken: 0

    Schmetterlinge

    Blauäugiger Waldportier
    (Minois dryas)
    Blauäugiger Waldportier, Minois dryasBlauäugiger Waldportier
    (Minois dryas)

    © Böhringer Friedrich, Wikimedia Commons
    Feuriger Perlmutterfalter
    (Argynnis adippe)
    Feuriger Perlmutterfalter, Argynnis adippeFeuriger Perlmutterfalter
    (Argynnis adippe)

    © Richard Bartz, Wikimedia Commons
    Großer Perlmutterfalter
    (Argynnis aglaja)
    Großer Perlmutterfalter, Argynnis aglajaGroßer Perlmutterfalter
    (Argynnis aglaja)

    © Zeynel Cebeci, Wikimedia Commons
    Rotbraunes Ochsenauge
    (Pyronia tithonus)
    Rotbraunes Ochsenauge, Pyronia tithonusRotbraunes Ochsenauge
    (Pyronia tithonus)

    © Lancellin, Wikimedia Commons
    Tagpfauenauge
    (Aglais io)
    Tagpfauenauge, Aglais ioTagpfauenauge
    (Aglais io)
    Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter
    (Thymelicus sylvestris)
    Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter, Thymelicus sylvestrisBraunkolbiger Braun-Dickkopffalter
    (Thymelicus sylvestris)

    © Aiwok, Wikimedia Commons
    Heilziest-Dickkopffalter
    (Carcharodus flocciferus)
    Heilziest-Dickkopffalter, Carcharodus flocciferusHeilziest-Dickkopffalter
    (Carcharodus flocciferus)

    © Hectonichus, Wikimedia Commons
    Malven-Dickkopffalter
    (Carcharodus alceae)
    Malven-Dickkopffalter, Carcharodus alceaeMalven-Dickkopffalter
    (Carcharodus alceae)
    Rostfarbiger Dickkopffalter
    (Ochlodes sylvanus)
    Rostfarbiger Dickkopffalter, Ochlodes sylvanusRostfarbiger Dickkopffalter
    (Ochlodes sylvanus)

    © Charles J Sharp, Wikimedia Commons
    Zitronenfalter
    (Gonepteryx rhamni)
    Zitronenfalter, Gonepteryx rhamniZitronenfalter
    (Gonepteryx rhamni)

    Hautflügler, z.B. Wildbienen

    Große Wollbiene
    (Anthidium manicatum)
    Große Wollbiene, Anthidium manicatumGroße Wollbiene
    (Anthidium manicatum)
    Grashummel
    (Bombus ruderarius)
    Grashummel, Bombus ruderariusGrashummel
    (Bombus ruderarius)

    © Ivar Leidus, Wikimedia Commons
    Mooshummel
    (Bombus muscorum)
    Mooshummel, Bombus muscorumMooshummel
    (Bombus muscorum)

    © S. Rae, Wikimedia Commons
    Veränderliche Hummel
    (Bombus humilis)
    Veränderliche Hummel, Bombus humilisVeränderliche Hummel
    (Bombus humilis)

    © Arnstein Staverlokk/Norsk institutt for naturforskning, Wikimedia Commons
    Waldhummel
    (Bombus sylvarum)
    Waldhummel, Bombus sylvarumWaldhummel
    (Bombus sylvarum)
    Wiesenhummel
    (Bombus pratorum)
    Wiesenhummel, Bombus pratorumWiesenhummel
    (Bombus pratorum)

    © Ivar Leidus, Wikimedia Commons