Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 16.06.2024
Färber-Scharte (Serrátula tinctória)Zur Druckansicht
Gattung: Serrátula
Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Bestand bedroht


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Färber-Scharte ist in Mittel-Europa sowie im nördlichen Asien (Sibirien) beheimatet und wächst in lichten Wäldern, an Waldrändern oder auf Moorwiesen. Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, magere, basische, humose Lehm- oder Torfböden in halbschattiger bis sonniger Lage.

Erscheinung:
Die aufrecht und horstartig wachsende, krautige Pflanze besitzt einen längs gerillten Stängel, der im oberen Bereich verzweigt ist. Die Laubblätter sind länglich schmal bis elliptisch geformt. Der Blattrand ist im oberen Bereich der Pflanze zumeist fiederteilig, im unteren Bereich in der Regel gesägt.

Blüte:
Die Körbchenblüten erscheinen in rispigen Blütenständen. Sie enthalten ausschließlich weißlich-purpurfarbene Röhrenblüten. Die schuppenartig angeordneten Blütenhüllblätter sind dunkelgrün, teils violett überlaufen und häufig mit einer Stachelspitze versehen. Am Rand befindet sich in der Regel ein weißer Flaum. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Bienen und Schmetterlinge.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Achänen mit Pappus.

Verwendung der Pflanze

Die Blätter der Pflanze können zum Färben von Stoffen (z.B. Wolle, Baumwolle) verwendet werden und verleihen einen gelblichen Farbton mit leichtem Grünstich.

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    Ecosia-Bildersuche

    Typ der Pflanze:Staude
    Wuchsform:Aufrecht
    Wuchshöhe:max. 90 cm
    Eigenschaften:Heilpflanze
     Färberpflanze
     Bienen-/Hummel-Weide
     Schmetterlings-Weide

    Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
    Boden:Mäßig feucht
     Basisch, Mager, Humos

    Aussaat:Mär - Mai
    Blüte: Jul - Sep
    Blütenstand:Körbchen, Rispe
    Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
    Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Okt
    Fruchttyp:Schließfrucht: Achäne

    Blattform:Länglich schmal, Eiförmig, Elliptisch, Gefiedert
    Blattrand:Gesägt
    Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven

    Heilwirkungen der Pflanze

    Stichwörter:
    Hämorrhoiden, Wund-Infektion

    Früher wurde die Pflanze äußerlich für die Behandlung von Geschwüren, Knochenbrüchen und Hämorrhoiden verwendet.

    Anwendung
    Verwendbare Pflanzenteile:
    Blätter

    Harmonie mit anderen Pflanzen:
    Gewöhnliche Braunelle
    (Prunélla vulgáris)
    Gewöhnliche BraunelleGewöhnliche Braunelle
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    Familie: Labiátae (Lippenblütler)
    Gewöhnlicher Hornklee
    (Lótus corniculátus)
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    Familie: Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)

    Ähnliche Pflanzen
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    Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)

    Nutzen für folgende Insektenarten

    Anzahl Schmetterlinge: 7
    Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 1
    Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
    Anzahl Käfer: 0
    Anzahl Schnabelkerfe: 0
    Anzahl Heuschrecken: 0

    Schmetterlinge

    Blauäugiger Waldportier
    (Minois dryas)
    Blauäugiger Waldportier, Minois dryasBlauäugiger Waldportier
    (Minois dryas)

    © Böhringer Friedrich, Wikimedia Commons
    Brauner Waldvogel
    (Aphantopus hyperantus)
    Brauner Waldvogel, Aphantopus hyperantusBrauner Waldvogel
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    © Andreas Eichler, Wikimedia Commons
    Großes Ochsenauge
    (Maniola jurtina)
    Großes Ochsenauge, Maniola jurtinaGroßes Ochsenauge
    (Maniola jurtina)
    Kaisermantel
    (Argynnis paphia)
    Kaisermantel, Argynnis paphiaKaisermantel
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    © Andreas Eichler, Wikimedia Commons
    Rotbraunes Ochsenauge
    (Pyronia tithonus)
    Rotbraunes Ochsenauge, Pyronia tithonusRotbraunes Ochsenauge
    (Pyronia tithonus)

    © Lancellin, Wikimedia Commons
    Tagpfauenauge
    (Aglais io)
    Tagpfauenauge, Aglais ioTagpfauenauge
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    Lungenenzian-Ameisenbläuling
    (Phengaris alcon)
    Lungenenzian-Ameisenbläuling, Phengaris alconLungenenzian-Ameisenbläuling
    (Phengaris alcon)

    © Svdmolen, Wikimedia Commons

    Hautflügler, z.B. Wildbienen

    Luzerne-Sägehornbiene
    (Melitta leporina)
    Luzerne-Sägehornbiene, Melitta leporinaLuzerne-Sägehornbiene
    (Melitta leporina)

    © Line Sabroe from Denmark, Wikimedia Commons