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Echter Eibisch (Althaea officinális)    Zur Druckansicht   
Alternative Bezeichnungen: Arznei-Eibisch, Samtpappel, Sumpfmalve
Gattung: Althaea
Familie: Malváceae (Malvengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Häufigkeit: Sehr selten


 

Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Echte Eibisch ist in den Steppen Süd-Russlands und Kasachstans sowie im südlichen Europa beheimatet. Die Pflanze wächst auf Ruderalflächen, in Gräben, auf Dünen oder auf Salzwiesen und bevorzugt eher feuchte, salzhaltige, nährstoffreiche Tonböden in warmer und sonniger Lage, möglichst in Küstennähe.

Erscheinung:
Der Echte Eibisch ist eine aufrecht wachsende Pflanze mit kräftigem, filzig behaartem Stängel. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet, lang gestielt, matt-grün gefärbt und am Rand grob gezähnt bis gekerbt. Blattstiel und -spreite sind ebenfalls fein behaart.

Blüte:
Die gestielten Blüten erscheinen einzeln aus den Blattachseln oder in traubigen Blütenständen. Die fünf Kronblätter sind weiß bis zart-rosa gefärbt und von feinen dunkleren Adern durchzogen. Die zahlreichen Staubblätter sind zu einer Röhre verwachsen, die den Stempel umgibt. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Bienen oder durch die Pflanze selbst.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich behaarte Teilfrüchte, die zahlreiche nierenförmige, braune Samen enthalten. Vegetativ kann die Pflanze auch durch Teilung der Wurzel vermehrt werden.

Verwendung der Pflanze:

Stängel, Blätter und Wurzel der Pflanze wurden ursprünglich zur Herstellung von Marshmallows verwendet.
Die Wurzel kann gekocht und im Anschluss gebraten werden. Die Blüten und junge Blätter eignen sich als Salatbeilage.

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Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 170 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Insb. Bienenweide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Mäßig feucht
 Basisch, Nährreich

Aussaat:Apr - Mai
Blüte:Jul - Sep
Blütenstand:Einzelblüte, Traube
Blütenform:5 Kronblätter
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/Samenzeit:    Sep - Okt
Fruchtform:Schließfrucht: Spaltfrucht

Blattform:Eiförmig, Elliptisch, Herzförmig
Blattrand:Gekerbt, Gezähnt, Behaart
Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Zahnfleisch-Entzündung, Mundschleimhaut-Entzündung, Magenbeschwerden, Magenschleimhaut-Entzündung, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Nieren-Beschwerden, Akne, Haut-Ekzem, Furunkel, Wund-Infektion, Nagelbett-Entzündung, Haut-Verbrennung, Sonnenbrand, Neurodermitis, Trockene Haut, Husten, Erkältung, Heiserkeit, Bronchitis, Atemwegs-Beschwerden, Entzündung, Abwehrschwäche

Die Blüten, Blätter und Wurzel der Pflanze können für Heilzwecke verwendet werden. Sie sind reich an Schleimstoffen (vor allem Wurzel und Blätter) und sollten als Kaltauszug zubereitet werden (mehrere Stunden ziehen lassen), damit die Schleimstoffe möglichst erhalten bleiben. Der Tee wirkt entzündungshemmend, beruhigend, Reiz lindernd und Harn treibend und stärkt das Immunsystem. Die Schleimstoffe bilden eine Art Schutzschicht im Mund- und Rachenraum bzw. im Magen-Darm-Bereich und helfen dabei bei Entzündungen, Heiserkeit und Reizhusten. Getrocknete Wurzelstücke gelten als die ältesten Hustenbonbons. Der Tee hilft zudem bei Erkrankungen der Harnwege. Bei der Einnahme sollte darauf geachtet werden, dass durch die Schleimstoffe die Aufnahme der Wirkstoffe anderer Arzneimittel beeinträchtigt werden kann.
Äußerlich kann der Auszug zum Gurgeln bei Entzündungen im Mundraum verwendet werden. Zahnenden Kindern kann die Wurzel zum Kauen gegeben werden. Umschläge (Auszug oder Wurzelbrei) helfen bei Hautkrankheiten wie z.B. Ekzemen sowie bei Verbrennungen, Abszessen, Furunkeln und Geschwüren und unterstützen bei der Wundheilung.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Schleimstoffe


Harmonie mit anderen Pflanzen:
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