Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 14.08.2022
Duft-Veilchen (Víola odoráta)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: März-Veilchen, Wohlriechendes Veilchen, Marienstängel
Gattung: Víola (Veilchen)
Familie: Violáceae (Veilchengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima, Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Das Duft-Veilchen stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Es wächst an lichten bis halbschattigen Orten (z.B. an Weg- und Waldrändern) auf lehmhaltigen, nährreichen, vermoosten Böden.

Erscheinung:
Häufig werden dichte Bestände gebildet, die sich auf große Flächen ausbreiten können.

Blüte:
Die Blüten enthalten ein wohlriechendes ätherisches Öl, dessen Duft zu den feinsten Aromen in der Pflanzenwelt zählt.

Vermehrung:
Die Vermehrung erfolgt durch oberirdische Ausläufer sowie durch Samen, die aus der kugelförmigen, dreiteiligen Kapsel freigegeben und durch Ameisen verbreitet werden.

Verwendung der Pflanze

Die Blätter und Blüten der Pflanze sind essbar. Die Blüten besitzen roh gegessen am meisten Aroma.

Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Rosettenartig
Wuchshöhe:max. 15 cm
Eigenschaften:Immergrün
 Essbar
 Heilpflanze

Licht-Verhältnisse:Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Nährreich

Blüte: Mär - Mai
Blütenstand:Einzelblüte
Blütenform:Zygomorph
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Fruchttyp:Öffnungsfrucht: Kapselfrucht

Blattform:Herzförmig
Blattrand:Gekerbt
Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven

Heilwirkungen der Pflanze

Stichwörter:
Kopfschmerzen, Augenentzündung, Lippen-Herpes, Neurodermitis, Warzen, Sonnenbrand, Haut-Verbrennung, Nagelbett-Entzündung, Wund-Infektion, Furunkel, Schuppenflechte, Haut-Ausschlag, Haut-Ekzem, Akne, Atemwegs-Beschwerden, Heiserkeit, Grippaler Infekt, Erkältung, Husten, Schlafstörungen, Erregungszustände, Nervosität, Depression, Angst-Zustände, Krebs, Entzündung, Schmerzen

Die Pflanze wirkt Schmerz lindernd, entspannend, stimmungsaufhellend, entzündungshemmend und antibakteriell. Als Tee zubereitet hilft sie bei Husten (z.B. durch Schleim lösende Wirkung) und Hals-Entzündung.
Äußerlich angewendet beruhigt die Pflanze die Haut. Zu Brei verarbeitete Pflanzen helfen als Umschlag bei Geschwüren oder Verbrennungen. Veilchensalbe unterstützt bei Wundheilung, Narben, Hautentzündungen, Warzen, Ekzemen, Lippenherpes, Abszessen, Zysten, Lymphknotenschwellungen sowie bei krebsartigen Hauterkrankungen.

Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Blätter, Blüten

Das getrocknete Kraut kann zur Zubereitung von Tee oder zur Herstellung von Salben und Tinkturen verwendet werden. Für die Teezubereitung 2 TL Veilchenkraut mit 250 ml kaltem Wasser übergießen und zum Sieden bringen. Nach 5 Minuten kann abgeseiht werden.
Zur Herstellung von Veilchenöl wird 1 EL Veilchenblüten zusammen mit 170 ml Olivenöl kurz auf 40 Grad erhitzt und anschließend abgeseiht. Das Öl kann nun in ein dunkles Schraubglas gefüllt werden. Es hilf bei Sehschwäche, Augenentzündungen und -brennen, Bindehautentzündung sowie bei Trübsichtigkeit.

Pflanzen-Inhaltsstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Schleimstoffe


Nutzen für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 2
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 3
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Dunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)
Dunkle Erdhummel, Bombus terrestrisDunkle Erdhummel
(Bombus terrestris)
Gemeine Pelzbiene
(Anthophora plumipes)
Gemeine Pelzbiene, Anthophora plumipesGemeine Pelzbiene
(Anthophora plumipes)
Gehörnte Mauerbiene
(Osmia cornuta)
Gehörnte Mauerbiene, Osmia cornutaGehörnte Mauerbiene
(Osmia cornuta)

Schmetterlinge

Kaisermantel
(Argynnis paphia)
Kaisermantel, Argynnis paphiaKaisermantel
(Argynnis paphia)

© Andreas Eichler, Wikimedia Commons
Mittlerer Perlmutterfalter
(Argynnis niobe)
Mittlerer Perlmutterfalter, Argynnis niobeMittlerer Perlmutterfalter
(Argynnis niobe)

© Kurt Kulac, Wikimedia Commons