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Letzte Änderung: 11.12.2018
Dornige Hauhechel (Onónis spinósa)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Eselskraut, Harnkraut, Stachelkraut, Eindorn
Gattung: Onónis
Familie: Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Die Dornige Hauhechel ist in Mittel- und Südeuropa, in Nordafrika sowie im westlichen Asien beheimatet und wächst auf trockenen Weiden, an Weg- und Waldrändern oder an Böschungen in Höhen von bis zu 1500 Metern. Die Pflanze bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, durchlässige, basische, humose Lehmböden in warmer und sonniger Lage.

Erscheinung:
Die aufrecht wachsende, verzweigte Pflanze bildet in Bodennähe verholzende, dornige Stängel. Im oberen Bereich sind die Stängel behaart und rötlich überlaufen. Ihre kräftige Pfahlwurzel kann 50 cm und mehr in den Boden reichen. Die Laubblätter sind dreifach gefiedert und kurz gestielt. Die Einzelblätter sind elliptisch geformt, spitz zulaufend und am Rand gesägt.

Blüte:
Die Blüten erscheinen einzeln entlang des Stängels aus den Blattachseln und ergeben einen lockeren, traubigen Blütenstand. Die Kronblätter der typischen Schmetterlingsblüten sind weißlich-rosa bis hell violett gefärbt. Der Kelch ist borstig behaart. Die Blüten führen keinen Nektar. Sobald sie von Insekten mehrfach besucht wurden, treten durch einen Pumpmechanismus die zu einer Röhre verwachsenen Staubblätter hervor. Bienen und Schmetterlinge gelten als Hauptbesucher der Blüten.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich aufgeblasene, drüsig behaarte Hülsen. Vegetativ lässt sich die Pflanze vorzugsweise im Herbst durch Wurzelteilung vermehren.


Dornige Hauhechel, Eselskraut, Harnkraut, Stachelkraut, Eindorn, Ononis spinosa

Bild: © Michel TASSON, Wikimedia Commons

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Typ der Pflanze:Halbstrauch
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 70 cm
Eigenschaften:Tiefwurzler
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Grün-Dünger
 Schmetterlings-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Trocken, Mäßig feucht
 Basisch, Mager, Humos

Aussaat:Mär - Mai
Blüte:Mai - Sep
Blütenstand:Einzelblüte, Traube
Blütenform:Zygomorph
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Okt
Fruchtform:Öffnungsfrucht: Hülse

Blattform:Eiförmig, Elliptisch, Zusammengesetzt: Gefiedert
Blattrand:Gesägt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Zahnschmerzen, Nierensteine, Blasen-Beschwerden, Gelenk-Rheumatismus, Gicht, Verschlackung, Schmerzen, Wasseransammlung

Die Wurzel der Pflanze wirkt Blut reinigend und Harn treibend. Sie hilft bei Blasenentzündung, Nierengrieß, Rheuma und Gicht. Das Kauen von frischer Wurzel lindert Zahnschmerzen. Bei Mundgeruch hilft das Kauen von jungen Trieben.
Bei Herzschwäche oder einer Nierenkrankheit sollte von der Verwendung der Pflanze abgesehen werden.

Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile:
Wurzel

Die Wurzel kann im Frühling oder späten Herbst geerntet werden. Für eine Tee-Zubereitung wird geschnittene Wurzel mit kochendem Wasser übergossen und für etwa 30 Minuten stehen gelassen. Abschließend abseihen. Pro Tag sollten nicht mehr als drei Tassen Tee getrunken werden. Die Anwendung sollte nicht länger als drei Tage andauern.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Gerbstoffe, Glykoside


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