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Letzte Änderung: 27.10.2019
Chinakohl (Brássica rápa ssp. pekinénsis)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Pekingkohl, Japankohl
Gattung: Brássica
Familie: Crucíferae (Kreuzblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima, Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Chinakohl stammt ursprünglich aus China und ist durch eine Kreuzung zwischen der Speiserübe (Brassica rapa) und dem Pak-Choi (Brassica rapa chinensis) entstanden. In Ostasien ist Chinakohl eine sehr alte und bedeutende Kulturpflanze. Sie bevorzugt durchlässige, tiefgründige, nährstoffreiche, humose, kalkhaltige Böden an halbschattigen bis sonnigen, windgeschützten Standorten. Die Pflanze zählt zu den Starkzehrern und Langtagspflanzen.

Erscheinung:
Chinakohl bildet einen festen, ovalen bis schmal zylindrischen Kopf. Der Kopf wird nur bei abnehmender Tageslänge in der zweiten Jahreshälfte gebildet. Die Blätter sind hell- bis mattgrün oder auch dunkelgrün gefärbt, relativ groß und elliptisch geformt. Der Blattrand ist glatt, teils auch eingekerbt. Die Mittelrippen der Blätter treten kräftig hervor.

Blüte:
Die gelben Kreuzblüten stehen in traubigen Blütenständen. Sie besitzen lange Blütenstiele. Ihre Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Bienen.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Schoten. Die Früchte werden von unten nach oben ausgebildet, so dass es vorkommen kann, dass Blütenstände im oberen Bereich noch blühen, während im unteren Bereich schon die Früchte reifen.
Erfolgt die Aussaat zu früh, kann es passieren, dass die Pflanze direkt zur Blüte übergeht und keinen erntefähigen, festen Kopf bildet. Wichtig ist außerdem, dass Chinakohl nicht als Folgepflanze anderer Kohlsorten gepflanzt werden sollte.

Verwendung der Pflanze

Der Kopf des Chinakohls kann als Gemüse gegessen werden. Er ist bereits 10-12 Wochen nach Aussaat erntereif. Da er immer wieder nachtreibt, sind mehrere Ernten durchaus möglich.
Chinakohl kann roh oder gekocht verzehrt werden. In Asien ist er als milchsauer fermentierte Speise weit verbreitet.

Chinakohl, Pekingkohl, Japankohl, Brassica rapa pekinensis, Kohl, Baicai, Dabaicai, Pak-Choi, Rübsen

Bild: © Judgefloro, Wikimedia Commons

Ecosia-Bildersuche

Typ der Pflanze:Zwei-Jährig
Wuchsform:Rosettenartig
Wuchshöhe:max. 60 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Basisch, Nährreich, Humos

Aussaat:Jun - Aug
Blüte:Jun - Aug
Blütenstand:Traube
Blütenform:4 Kronblätter
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Aug - Sep
Fruchtform:Öffnungsfrucht: Schote

Blattform:Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Abwehrschwäche

Durch den Verzehr von Chinakohl wird die Verdauung gefördert und die Immunabwehr gestärkt.

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin A (Retinal, Retinol, Retinsäuren)0.07 mgØ 0.353 mg0.9 mg
Vitamin B1 (Thiamin)0.03 mgØ 0.167 mg1.2 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.04 mgØ 0.103 mg1.5 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)0.2 mgØ 0.463 mg6 mg
Vitamin B6 (Pyridoxin)0.16 mgØ 0.189 mg1.7 mg
Vitamin B9 (Folsäure)79 µgØ 39.797 µg200 µg
Vitamin C (Ascorbinsäure)26 mgØ 57.818 mg100 mg
Vitamin E (Tocopherol)0.2 mgØ 2.773 mg12 mg

Mineralstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Calcium40 mgØ 59.023 mg1000 mg
Eisen0.6 mgØ 2.335 mg13 mg
Fluor0.015 mgØ 0.048 mg2.5 mg
Jod0.3 µgØ 3.559 µg200 µg
Kalium0.144 gØ 0.344 g3 g
Magnesium11 mgØ 56.546 mg350 mg
Natrium19 mgØ 11.132 mg2000 mg
Phosphor30 mgØ 115.148 mg800 mg
Zink0.34 mgØ 0.892 mg13 mg

Weitere Vitalstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Proteine1.2 gØ 5.274 g55 g
Kohlenhydrate1.3 gØ 16.997 g300 g
Ballaststoffe1.9 gØ 4.651 g30 g



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