Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 10.05.2021
Brokkoli (Brássica olerácea var. itálica)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Spargelkohl, Sprossenkohl
Gattung: Brássica
Familie: Crucíferae (Kreuzblütler)
Klimazone(n): Subtropisches Klima
Ursprüngl. Heimat: Asien
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Brokkoli stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum und wird inzwischen in weiten Teilen Südeuropas angebaut. Die Pflanze zählt zu den Starkzehrern und bevorzugt nährstoffreiche, lehmig-sandige, mäßig feuchte bis feuchte Böden in sonniger Lage. Sie verträgt leichten Frost.

Vermehrung:
Der Zeitraum für die Aussaat der Sommervariante liegt zwischen Februar und März. Die Wintervariante sollte zwischen April und Mai ausgesät werden.

Wissenswertes

Brokkoli ist eine Zuchtform des Gemüsekohls (Brassica oleracea). Es wird zwischen Sommer- und Winter-Brokkoli unterschieden.

Verwendung der Pflanze

Die nicht voll entwickelten Blütenstände können geerntet werden. Nachdem diese sorgfältig abgeschnitten wurden, entwickeln sich wieder neue Teilblütenstände.
Brokkoli sollte schonend zubereitet werden. In rohem Zustand ist der Vitamin- und Mineralstoffgehalt am höchsten.

Typ der Pflanze:Ein-Jährig
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 70 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht, Feucht
 Nährreich, Humos

Aussaat:Feb - Mai
Blüte:Jul - Sep
Blütenform:4 Kronblätter
Frucht-/ Samenzeit:    Sep - Okt
Fruchtform:Öffnungsfrucht: Schote

Blattform:Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Gekerbt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven

Heilwirkungen der Pflanze

Stichwörter:
Oxidativer Stress, Verdauungsbeschwerden, Erkältung, Krebs, Verschlackung, Entzündung, Abwehrschwäche

Der Verzehr von Brokkoli hat eine Krebs hemmende Wirkung. Roh verzehrte Brokkoli-Sprossen übertreffen diese Wirkung deutlich.
Außerdem wird durch den Verzehr von Brokkoli die Verdauung angeregt und das Immunsystem gestärkt. Brokkoli schützt zudem vor Freien Radikalen und stärkt den UV-Schutz der Haut.
Durch den hohen Vitamin C Gehalt hilft das Gemüse, Erkältungen vorzubeugen.

Vitalstoffe


Vitamine Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Vitamin A (Retinal, Retinol, Retinsäuren)0.14 mgØ 0.431 mg0.9 mg
Vitamin B1 (Thiamin)Menge unbekanntØ 0.165 mg1.2 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0.18 mgØ 0.102 mg1.5 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)Menge unbekanntØ 0.46 mg6 mg
Vitamin B6 (Pyridoxin)Menge unbekanntØ 0.188 mg1.7 mg
Vitamin B9 (Folsäure)Menge unbekanntØ 39.332 µg200 µg
Vitamin C (Ascorbinsäure)115 mgØ 59.908 mg100 mg
Vitamin E (Tocopherol)1.2 mgØ 2.737 mg12 mg

Mineralstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Calcium105 mgØ 59.235 mg1000 mg
Eisen0.8 mgØ 2.311 mg13 mg
Kalium0.37 gØ 0.343 g3 g
Magnesium24 mgØ 56.051 mg350 mg
NatriumMenge unbekanntØ 15.273 mg2000 mg
Phosphor65 mgØ 114.339 mg800 mg
ZinkMenge unbekanntØ 0.881 mg13 mg

Weitere Vitalstoffe Enthaltene Menge in 100g Durchschnitt aller Pflanzen Empfohlene Tages-Menge
Proteine3.5 gØ 5.223 g55 g
Kohlenhydrate2.7 gØ 16.812 g300 g
Ballaststoffe3 gØ 4.591 g30 g

Sonstige Inhaltsstoffe
Flavonoide


Harmonie mit anderen Pflanzen:
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Familie: Chenopodiáceae (Gänsefußgewächse)

© Böhringer Friedrich, Wikimedia Commons
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Pfefferminze
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Echter Kerbel
(Anthríscus cerefólium)
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Garten-Dill
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Familie: Crucíferae (Kreuzblütler)

Nahrungspflanze für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 3
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 0
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 0
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0

Schmetterlinge

Kleiner Kohlweißling
(Pieris rapae)
Kleiner Kohlweißling, Pieris rapaeKleiner Kohlweißling
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© Olaf Leillinger, Wikimedia Commons
Großer Kohlweißling
(Pieris brassicae)
Großer Kohlweißling, Pieris brassicaeGroßer Kohlweißling
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Rapsweißling
(Pieris napi)
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(Pieris napi)

© Andreas Eichler, Wikimedia Commons