Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 21.02.2021
Gewöhnlicher Wiesen-Bocksbart (Tragopógon prátensis)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Süßstängel, Süßling
Gattung: Tragopógon
Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Wiesen-Bocksbart ist in Europa heimisch. Er wächst auf Fettwiesen, auf Halbtrockenrasen oder an Wegrändern und bevorzugt frische, nährstoff- und basenreiche, tiefgründige Lehmböden.

Erscheinung:
Die Pflanze zählt zu den Halbrosettenpflanzen. Aus einer fleischigen, tiefreichenden Pfahlwurzel wächst ein glatter, hohler, mit Milchsaft gefüllter Stängel. Der Stängel wird von langen, linealischen Blättern halb umfasst. Die Blattmitte ist häufig von einem weißlichen Längsstreifen gezeichnet.

Blüte:
Die Blütenkörbchen enthalten zahlreiche gelbe Zungenblüten. Sie sind nur bei sonnigem Wetter geöffnet. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie z.B. Bienen und Schmetterlinge.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Achänen. Die Pappushaare der Früchte sind häufig zu einer großen Kugel verwoben.

Verwendung der Pflanze

Die jungen Blätter, Blütenknospen und Wurzel der Pflanze sind essbar. Der Trieb der jungen Pflanze kann ähnlich wie Spargel zubereitet werden. Die Samen sind hingegen giftig.

Typ der Pflanze:Zwei-Jährig
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 70 cm
Eigenschaften:Essbar
 Tiefwurzler
 Heilpflanze

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht, Feucht
 Nährreich

Blüte:Mai - Jul
Blütenstand:Körbchen
Frucht-/ Samenzeit:    Jun - Aug
Fruchtform:Schließfrucht: Achäne

Blattform:Länglich schmal
Blattrand:Glatt, Ganzrandig
Blattadern:Blatt-Nerven parallel

Heilwirkungen der Pflanze

Stichwörter:
Nieren-Beschwerden, Gicht, Verschlackung

Frisch gesammelte Blätter und Wurzeln der Pflanze wirken Blut reinigend sowie Schweiß und Harn treibend.

Nahrungspflanze für folgende Insektenarten

Anzahl Schmetterlinge: 0
Anzahl Hautflügler, z.B. Wildbienen: 2
Anzahl Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen: 1
Anzahl Käfer: 0
Anzahl Schnabelkerfe: 0

Zweiflügler, z.B. Schwebfliegen

Frühlings-Erzschwebfliege
(Cheilosia vernalis)
Frühlings-Erzschwebfliege, Cheilosia vernalisFrühlings-Erzschwebfliege
(Cheilosia vernalis)

© Janet Graham, Wikimedia Commons

Hautflügler, z.B. Wildbienen

Gelbbindige Furchenbiene
(Halictus scabiosae)
Gelbbindige Furchenbiene, Halictus scabiosaeGelbbindige Furchenbiene
(Halictus scabiosae)
Weißbinden-Schmalbiene
(Lasioglossum leucozonium)
Weißbinden-Schmalbiene, Lasioglossum leucozoniumWeißbinden-Schmalbiene
(Lasioglossum leucozonium)

© USGS Native Bee Inventory and Monitoring Laboratory, Wikimedia Commons