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Gewöhnlicher Andorn (Marrúbium vulgáre)    Zur Druckansicht   
Alternative Bezeichnungen: Weißer Andorn, Gemeiner Andorn, Helfkraut
Gattung: Marrúbium
Familie: Labiátae (Lippenblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Selten


 

Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Gewöhnliche Andorn ist im Mittelmeergebiet beheimatet. Er wächst auf Ruderalflächen, Ödland oder auf Weiden und bevorzugt eher trockene, durchlässige, nährstoffreiche Ton- und Lehmböden in warmen Gegenden.

Erscheinung:
Die Stängel der Pflanze wachsen aufrecht und sind vor allem im unteren Bereich weißfilzig behaart. Die Blätter sind breit eiförmig bis kreisförmig und ihr Rand ist unregelmäßig gekerbt.

Blüte:
Die Blüten wachsen in Scheinquirlen. Die etwa 4 mm lange Kelchröhre ist mit abstehenden Kelchzähnen versehen. Die Blütenkrone ragt deutlich aus dem Kelch heraus und ist weiß gefärbt.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Klausenfrüchte.

Verwendung der Pflanze:

Die Pflanze wurde früher als "Arznei der Lunge" bezeichnet. Sie hat einen angenehmen Geruch und ihre Blätter schmecken scharf und bitter.

Gewöhnlicher Andorn, Weißer Andorn, Gemeiner Andorn, Helfkraut, Marrubium vulgare, Mausohr

Bild: © Franz Xaver, Wikimedia Commons
Ecosia-Bildersuche
Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 60 cm
Eigenschaften:Heilpflanze

Licht-Verhältnisse:Sonnig
Boden:Trocken, Mäßig feucht
 Nährreich

Aussaat:Mär - Apr
Blüte:Jun - Aug
Blütenform:Zygomorph
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/Samenzeit:    Sep - Aug
Fruchtform:Schließfrucht: Spaltfrucht

Blattform:Kreisförmig, Rund
Blattrand:Gekerbt
Blattadern:Fiedernervig, Netznervig: Mehrere Hauptnerven mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Druck- und Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Durchfall, Blähungen, Gallen-Beschwerden, Leber-Beschwerden, Husten, Fieber, Bronchitis, Atemwegs-Beschwerden, Menstruations-Störungen, Verschlackung, Entzündung

Aus den getrockneten Blättern, Blüten und oberen Stängelteilen kann ein Tee zubereitet werden, der bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden (z.B. Blähungen, Völlegefühl, Durchfall) sowie bei Gallen- und Leberbeschwerden hilft. Er wirkt zudem Schleim lösend und lindert Atemwegsbeschwerden wie Husten und Bronchitis. Auch bei Menstruationsbeschwerden und Fieber hilft die Pflanze. Sie ist zudem ein gutes Blutreinigungsmittel.
Äußerlich kann die Pflanze bei Ent­zündungen der Haut und Schleimhäute angewendet werden.

Vitalstoffe


Sonstige Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe