Smagy — Das Pflanzen-Portal zum Mitmachen

Letzte Änderung: 22.06.2018
Acker-Senf (Sinápis arvénsis)Zur Druckansicht
Alternative Bezeichnungen: Wilder Senf, Brauner Senf, Ackerkohl
Gattung: Sinápis
Familie: Crucíferae (Kreuzblütler)
Klimazone(n): Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa
Häufigkeit: Häufig


Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Acker-Senf ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet. Mittlerweile ist er jedoch in ganz Europa verbreitet. Er wächst auf Feldern, auf Brachland oder an Wegrändern und bevorzugt nährstoff- und basenreiche, lehmige Böden.

Erscheinung:
Die Wurzeln der Pflanze reichen bis zu einem Meter tief ins Erdreich. Der Stängel ist vor allem im unteren Bereich abstehend behaart. Die Laubblätter werden zum Boden hin größer, stärker gelappt und rauhaarig.

Blüte:
Die gelben Blüten wachsen in endständigen Trauben und blühen nur relativ kurz. Sie werden von Bienen, Fliegen, Käfern oder Schmetterlingen besucht und bestäubt. Häufig erfolgt auch Selbstbestäubung.

Vermehrung:
Nach der Befruchtung bilden sich Schoten, die sich bei Reife und sobald sie getrocknet sind öffnen. Sie enthalten kugelige, schwarze Samen, die über einen langen Zeitraum (bis zu 50 Jahre) keimfähig bleiben. Die Samenschale quillt bei Feuchtigkeit auf und wird klebrig, wodurch die Ausbreitung der Samen begünstigt wird. Eine Pflanze kann tausende von Samen hervorbringen.

Wissenswertes

Die Pflanze verbreitet über ihre scharfen Senföle einen stechenden Geruch, der sie vor Fressfeinden und Pilzbefall schützt. Bei Kohlweißlingen ist sie jedoch beliebt.

Verwendung der Pflanze

Die Blätter der Pflanze schmecken scharf würzig und können als Gewürz verwendet werden. Nach längerem Kochen können sie als Gemüse verzehrt werden.
Die Blütenknospen lassen sich ähnlich wie Brokkoli zubereiten.
Die schwarzen Samen können zu Senf verarbeitet werden. Man kann sie auch keimen lassen und als Sprossen essen.

Typ der Pflanze:Ein-Jährig
Wuchsform:Aufrecht
Wuchshöhe:max. 60 cm
Eigenschaften:Essbar
 Heilpflanze
 Bienen-/Hummel-Weide
 Grün-Dünger
 Schmetterlings-Weide
 Insb. Honig-Bienenweide

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht
 Basisch, Nährreich

Blüte:Mai - Sep
Blütenstand:Traube
Blütenform:4 Kronblätter
Pollen / Nektar:Viel / Viel
Geschlecht:Zwitter (Zwei-Geschlechtig)
Frucht-/ Samenzeit:    Jul - Okt
Fruchtform:Öffnungsfrucht: Schote

Blattform:Eiförmig, Elliptisch
Blattrand:Gezähnt
Blattadern:Fiedernervig: Hauptnerv mit Seiten-Nerven


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Durchblutungsstörungen, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Darmbeschwerden, Gelenk-Rheumatismus, Rücken-Schmerzen, Verrenkung, Muskel-Zerrung, Stoffwechsel-Störung

Aus den zerstampften Samen lässt sich ein Breiumschlag anfertigen, der zwar die Haut reizt, gleichzeitig jedoch auch die Durchblutung anregt. Vor der Anwendung sollte die Haut daher mit einer fettenden Salbe geschützt werden. Die wärmende Wirkung kann vor allem bei Verspannungen und rheumatischen Beschwerden für Linderung sorgen.
Durch den Verzehr der Blätter, Sprossen oder Samen wird der Stoffwechsel und die Verdauung angeregt.

Ähnliche Pflanzen
Schwarzer Senf
(Brássica nígra)
Schwarzer SenfSchwarzer Senf
(Brássica nígra)

© H. Zell, Wikimedia Commons
Weißer Senf
(Sinápis álba)
Weißer SenfWeißer Senf
(Sinápis álba)

© Abrahami, Wikimedia Commons

Nahrungspflanze für folgende Insektenarten
Blauschillernde Sandbiene
(Andrena agilissima)
Blauschillernde Sandbiene, Andrena agilissimaBlauschillernde Sandbiene
(Andrena agilissima)

© Pedroserafin, Wikimedia Commons
Kleiner Kohlweißling
(Pieris rapae)
Kleiner Kohlweißling, Pieris rapaeKleiner Kohlweißling
(Pieris rapae)

© Olaf Leillinger, Wikimedia Commons
Rapsweißling
(Pieris napi)
Rapsweißling, Pieris napiRapsweißling
(Pieris napi)

© Andreas Eichler, Wikimedia Commons
Rostrote Mauerbiene
(Osmia bicornis)
Rostrote Mauerbiene, Osmia bicornisRostrote Mauerbiene
(Osmia bicornis)

© André Karwath aka Aka, Wikimedia Commons
Steinkraut-Sandbiene
(Andrena tscheki)
Kein Bild verfügbar
Westliche Honigbiene
(Apis mellifera)
Westliche Honigbiene, Apis melliferaWestliche Honigbiene
(Apis mellifera)