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Acker-Schachtelhalm (Equisétum arvénse)    Zur Druckansicht   
Alternative Bezeichnungen: Zinnkraut, Scheuergras, Katzenwedel
Gattung: Equisétum
Familie: Equisetáceae (Schachtelhalmgewächse)
Klimazone(n): Boreales Klima, Warmgemäßigtes Klima
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nord-Amerika, Asien
Häufigkeit: Häufig


 

Allgemeine Informationen

Herkunft und Wachstumsbedingungen:
Der Acker-Schachtelhalm ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreiet. Er wächst auf Äckern, an Weg- und Waldrändern oder auf feuchten Wiesen. Der Schachtelhalm ist sehr robust und zählt zu den ältesten Pflanzen überhaupt.

Erscheinung:
Die Pflanze besitzt stark verzweigte Rhizome, die bis zu zwei Meter in den Boden reichen können. Die unterirdischen Sprossachsen können sich kriechend bis zu einem Meter ausbreiten.

Vermehrung:
Schachtelhalme gehören zu den Gefäßsporenpflanzen, die sich ähnlich wie Farne über Sporen vermehren. Aus den Trieben im Boden wachsen im Frühjahr hellbraune Sporentriebe mit ährenförmigem Fruchtstand. Sobald diese ihre Sporen durch den Wind verbreitet haben, sterben sie ab. Im Anschluss bilden sich dann grüne sterile Triebe. Diese sind quirlig verzweigt. An ihren Schaftknoten bilden sich die Blätter.

Wissenswertes

Acker-Schachtelhalm ist eine Zeigerpflanze für mangelnde Bodenleben-Vielfalt sowie für Humus-Armut.

Verwendung der Pflanze:

Die Pflanze wurde früher aufgrund des hohen Kieselsäuregehalts als Scheuermittel für Zinngeschirr verwendet.
Eine Jauche aus Acker-Schachtelhalm kann als Stärkungsmittel für Pflanzen und zur vorbeugenden Bekämpfung von Blattläusen verwendet werden. Durch den hohen Kieselsäuregehalt wird die Zellstruktur der Pflanzen gefestigt.

Acker-Schachtelhalm, Zinnkraut, Scheuergras, Katzenwedel, Equisetum arvense

Bild: © H. Zell, Wikimedia Commons
Ecosia-Bildersuche
Typ der Pflanze:Staude
Wuchsform:Kriechpflanze
Wuchshöhe:max. 50 cm
Eigenschaften:Tiefwurzler
 Heilpflanze

Licht-Verhältnisse:Sonnig, Halb-Schatten
Boden:Mäßig feucht, Feucht

Frucht-/Samenzeit:    Mär - Mai

Blattform:Nadelförmig


Heilwirkungen der Pflanze:   
Stichwörter:
Zahnfleisch-Entzündung, Mundschleimhaut-Entzündung, Durchblutungsstörungen, Erhöhter Cholesterinspiegel, Magenbeschwerden, Sodbrennen, Magenschleimhaut-Entzündung, Nieren-Beschwerden, Nierensteine, Blasen-Beschwerden, Leber-Beschwerden, Gelbsucht, Haut-Ekzem, Wund-Infektion, Nagelbett-Entzündung, Bindegewebsschwäche, Trockene Haut, Husten, Heiserkeit, Bronchitis, Atemwegs-Beschwerden, Erschöpfung, Schlafstörungen, Gelenk-Entzündung, Gelenk-Rheumatismus, Gicht, Rücken-Schmerzen, Osteoporose, Verstauchung, Verrenkung, Muskel-Zerrung, Menstruations-Störungen, Verschlackung, Entzündung, Abwehrschwäche, Stoffwechsel-Störung, Wasseransammlung, Haar-Probleme

Die frischen, grünen oberen Triebe können im Frühsommer gesammelt und zum Trocknen aufgehangen werden. Aus dem getrockneten Kraut kann ein Tee mit vielfältigen Heilwirkungen zubereitet werden.
Die Pflanze wirkt Blut reinigend, Blut stillend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, zusammenziehend und Cholesterin senkend. Sie stärkt das Immunsystem, fördert den Stoffwechsel und hilft bei Erschöpfungszuständen. Außerdem hilft sie bei Wasseransammlungen und wirkt Harn treibend, wodurch die Nieren- und Blasentätigkeit stimuliert und Nieren- und Blasensteinen vorgebeugt wird.
Schachtelhalm kann zudem bei chronischem Husten, Gelbsucht, Leberbeschwerden, Gicht, Rheuma, Gelenkbeschwerden sowie bei Menstruationsstörungen verwendet werden. Er stärkt Knochen und Zähne und hilft bei Haarausfall, brüchigen Nägeln und unterstützt den Aufbau von Bindegewebe.
Als Gurgellösung hilft der Tee bei Entzündungen im Mundraum sowie bei Halsschmerzen. Auch bei Magenschleimhautreizungen und Sodbrennen kann er zur Linderung beitragen.
Äußerlich angewendet kann er bei Wunden, trockener Haut, Ekzemen, Geschwüren sowie bei Durchblutungsstörungen helfen.
Schachtelhalm-Tee sollte jedoch nicht regelmäßig über einen längeren Zeitraum getrunken werden, da durch die Einnahme Vitamin B1 im Körper abgebaut wird.