Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 19.10.2025
Windenschwärmer (Agrius convolvuli)  
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Schwärmer (Sphingidae)
Unterfamilie: Sphinginae
Gattung: Agrius
Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient, Australien / Ozeanien, Südafrika, Zentralafrika
Vorkommen: Mäßig häufig
Gefährdung (Rote Liste): Ungefährdet (*)

Allgemeine Informationen

Schwärmer (Sphingidae)

Schwärmer sind eine Familie der Schmetterlinge, von denen die meisten in tropischen Gebieten leben. In Europa können etwa 40 Arten dieser Familie angetroffen werden.
Kennzeichnend für Vertreter dieser Schmetterlingsfamilie ist ihr robuster, stromlinienförmiger Körperbau. Der Hinterleib ist zumeist verhältnismäßig spitz endend. Die Vorderflügel sind in der Regel deutlich länger als breit und besitzen eine dreieckige, langgestreckte Grundform. All diese Eigenschaften machen sie zu geschickten, ausdauernden und sehr schnellen Fliegern.
Die Facettenaugen der Schwärmer sind häufig sehr groß und können sich aus mehreren tausend Einzelaugen (Ommatidien), die bei Bedarf verlängert oder verkürzt werden können, zusammensetzen. Dadurch sind sehr schnelle Bewegungen gut wahrnehmbar und das Sehen bei Dunkelheit ist sehr gut ausgeprägt. Die meisten Arten sind daher auch bei Nacht oder in der Dämmerung aktiv.

Windenschwärmer (Agrius convolvuli)

Windenschwärmer sind im subtropischen und tropischen Asien und Afrika sowie im Mittelmeerraum beheimatet. Sie zählen zu den Wanderfaltern und können in den Sommermonaten von Mittel- und Nordeuropa bis hin zu Russland (z.B. Sibirien) gesichtet werden. Zu ihrem Lebensraum zählen offene Landschaften wie z.B. sonnige Hänge, Ruderalflächen oder auch Felder. Windenschwärmer sind nachtaktiv und ruhen tagsüber an Baumstämmen, auf Steinen oder auch auf dem Erdboden.
Nach der Paarung können Weibchen bis zu 1000 sehr kleine Eier auf die Futterpflanzen ablegen. Nach dem Schlüpfen fressen die Raupen in der Regel nachts in den Monaten Juli bis September. Ab August findet die Verpuppung, die etwa 14 Tage dauert, in einem selbst gegrabenen Erdloch statt. Schaffen die Raupen die Metamorphose zum Falter vor Wintereinbruch, fliegen die Falter zurück in südliche, wärmere Gebiete. Alle anderen Raupen erfrieren in der Regel in den Folgemonaten.
Die Flugzeit in Mitteleuropa beginnt im Mai mit der ersten Generation und endet im Oktober mit der zweiten Generation. Windenschwärmer sind sehr gute Flieger und können Fluggeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen.
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Ähnliche Insektenarten / Bezug zu anderen Insektenarten

Weitere Informationen: http://www.lepiforum.de
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    Merkmale

    Die Flügelspannweite des Windenschwärmers beträgt zwischen 80 und 120 mm. Die Vorderflügel sind gräulich-braun gefärbt und mit einer dunkleren Musterung versehen. Die Hinterflügel sind gräulich, teils gelblich-braun gefärbt. Kopf und Thorax sind grau behaart. Die Grundfärbung des Hinterleibs ist gräulich-braun und durch ein Muster aus weißen, rötlichen und schwarzen Farbtönen gekennzeichnet. Der Saugrüssel des Falters kann bis zu 13 cm lang sein.
    Die große Raupe erreicht eine Länge von etwa 12 cm. Ihre Färbung ist sehr variabel und kann zwischen gelb, grün, orange, braun oder schwarz schwanken. Am Hinterleibsende befindet sich ein auffallender, nach oben gerichteter Dorn. Die Puppe ist rötlich braun gefärbt und mit einer abstehenden Rüsselscheide versehen.
    Max. Größe (♀): 120 mm
    Max. Größe (♂): 120 mm

    Lebensweise

    Allgemeine Eigenschaften:
    Nachtaktiv
    Nistplatz: In ebenem Erdboden nistend, Oberirdisch auf Pflanzen
    Die bevorzugte Nahrungsquelle der Raupen sind Windengewächse und Bohnenpflanzen. Ausgewachsene Falter ernähren sich vom Nektar verschiedener Pflanzenfamilien, vorzugsweise solchen mit langröhrigen Blüten.
    Flugzeit: Mai - Okt

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