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Letzte Änderung: 21.02.2019
Sandhummel (Bombus veteranus)  
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Echte Bienen (Apidae)
Unterfamilie: Apinae
Gattung: Hummeln (Bombus)
Heimat: Europa, Asien
Vorkommen: Bestand bedroht
Gefährdung (Rote Liste): Vom Aussterben bedroht (1)

Allgemeine Informationen

Hummeln (Bombus)

Hummeln sind Hautflügler, die zu den Echten Bienen (Apidae) gehören und gut an kühle Klimazonen angepasst sind. Abhängig vom Sozialverhalten wird zwischen sozialen, Staaten bildenden Hummeln und sozialparasitischen Kuckuckshummeln unterschieden. Ein Hummelvolk lebt in der Regel nur einen Sommer lang.
Im Frühjahr bildet eine befruchtete Königin einen Staat. Ihre einzige Aufgabe ist es, Eier abzulegen und die ersten schlüpfenden Larven mit Nahrung zu versorgen. Die sich daraufhin entwickelnden Weibchen (Arbeiterinnen) sind für die Versorgung der Larven und der Königin, für das Sammeln von Nahrung und für die Nestverteidigung zuständig. Weibliche Hummeln verfügen über einen Wehrstachel, den sie zur Verteidigung oder zur Abwehr von Brutparasiten einsetzen können. Im Sommer beginnt die Königin, zusätzlich unbefruchtete Eier zu legen, aus denen sich männliche Hummeln (Drohnen) entwickeln. Aus befruchteten Eiern entwickeln sich nun besonders große, begattungsfähige Weibchen (Königinnen), die sich verpaaren und überwintern.
Hummeln fallen durch ihre pelzige und zumeist farbige Behaarung auf. Ihr Körperbau ist kräftig und rundlich oval. Er untergliedert sich in Kopf, Rumpf (Thorax) und Hinterleib (Abdomen). Männliche und weibliche sozial lebende Hummeln lassen sich in der Regel dadurch unterscheiden, dass die Weibchen an den Hinterbeinen Körbchen für den Pollentransport besitzen.
Die Sandhummel ist in Mitteleuropa und Asien (bis zum Baikalsee und zur Mongolei) in Höhen von bis zu 1100 Metern beheimatet. Sie lebt häufig in Küstennähe, aber auch im Landesinneren im Flach- oder Hügelland und kann dort in Bach- und Flusstälern mit Auwiesen, in offenem Gelände, auf Magerrasenflächen oder an Waldrändern angetroffen werden.
Ihr Nest legt die Sandhummel oberirdisch inmitten von Gras- und Moosbüscheln an. Es kann jedoch auf vorkommen, dass sie sich unterirdisch in verlassenen Nestern von Mäusen ansiedelt. Die überwinternde Königin begibt sich ab Mitte April auf Nestsuche. Arbeiterinnen können in der Zeit zwischen Mai und September beobachtet werden, Jungköniginnen und Drohnen zwischen Juli und September. Ein Nest beherbergt verhältnismäßig wenig Individuen (60-130 Hummeln).
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Weitere Informationen: www.wildbienen.de

Bild: © Ivar Leidus, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-4.0

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Merkmale

Sandhummeln gehören zu den mittelgroßen Hummelarten. Königinnen können eine Körperlänge zwischen 16 und 19 mm erreichen, Arbeiterinnen 10-16 mm und Drohnen 13-15 mm. Die Grundfärbung ist grau, unterbrochen durch schwarze Querbinden. Der Thorax kann in Kopfnähe eine schwach gelbliche Behaarung aufweisen. Die Thorax-Mitte ist in einem breiten Streifen schwarz behaart. Der Kopf ist deutlich länger als breit. Die Gesichtsbehaarung ist hellgrau. Der Rüssel ist mit bis zu 11 mm verhältnismäßig lang. Die Königin erzeugt einen hohen Summton.
Max. Größe (♀): 19 mm
Max. Größe (♂): 15 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Staaten bildend
Nistplatz: In ebenem Erdboden nistend, In (vorhandenen) Hohlräumen nistend, Oberirdisch in Bodennähe (z.B. in Grasbüscheln oder unter Moos)
Die Sandhummel hat keine Vorliebe für bestimmte Pflanzenfamilien (polylektisch).
Flugzeit: Apr - Sep

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