Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 26.09.2022
Sand-Goldfurchenbiene (Halictus leucaheneus)  
Weitere Bezeichnungen: Sandrasen-Furchenbiene
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Schmal- und Furchenbienen (Halictidae)
Gattung: Furchenbienen (Halictus)
Heimat: Europa, Asien
Vorkommen: Mäßig häufig
Gefährdung (Rote Liste): Gefährdet (3)

Allgemeine Informationen

Schmal- und Furchenbienen (Halictidae)

Halictidae ist eine Bienen-Familie, die weltweit mit über 4400 Arten vertreten ist. In den gemäßigten Zonen sind ihre Individuen häufig anzutreffen. Zu ihren Kennzeichen gehört, dass sie kurze Zungen und charakteristische Mundwerkzeuge besitzen. Teilweise werden sie auch als Schweißbienen bezeichnet, da einige kleinere Arten durch Schweiß angelockt werden.

Furchenbienen (Halictus)

In Europa gibt es etwa 85 Arten dieser Bienengattung. Furchenbienen legen ihre Nester zumeist in ebenem Boden an, manche Arten benutzen auch Böschungen oder in seltenen Fällen Steilwände. Die Nistgänge mit Tiefen von bis zu 60 cm werden selbst gegraben und enden in ovalen Zellen. Die Brutzellen werden mit einem wasserabweisenden Sekret ausgekleidet. Außerdem werden neben den Zellen Hohlräume geschaffen, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.
Die im Sommer erscheinenden Weibchen überwintern und legen im folgenden Jahr das Nest an. Alte Weibchen und Männchen sterben im Herbst. Die Paarung erfolgt im Sommer.
Furchenbienen sind überwiegend klein, schlank und durch eine bräunliche bis schwarze Grundfärbung gekennzeichnet. Erkennungsmerkmale der Gattung sind:
  • Alle Weibchen dieser Gattung besitzen eine charakteristische kahle Längsfurche in der Behaarung des letzten Hinterleibssegments.
  • Die Tergite des Hinterleibs sind im Unterschied zu den Schmalbienen (Lasioglossum) am Ende mit hellen Haarbinden versehen. Bei den Schmalbienen befinden sich die Haarbinden an der Basis der Tergite.
  • Die Vorderflügel besitzen eine auffällig gebogene Basalader sowie drei Cubitalzellen (die dritte deutlich kleiner als die erste und größer als die zweite).
  • Männchen besitzen einen langgestreckten und schmalen Körper sowie verhältnismäßig lange Fühler. Ihr Kopfschild (Clypeus) ist in der Regel durch einen hellen Bereich gekennzeichnet.

Sand-Goldfurchenbiene (Halictus leucaheneus)

Die Sand-Goldfurchenbiene ist von Europa über Kleinasien bis Ostasien beheimatet und lebt auf Trockenrasen, in Sandgebieten wie z.B. Dünen, Sandgruben und Sandheiden sowie auf Brachflächen. Ihr Nest legt sie an vegetationsarmen Stellen in ebenem oder leicht geneigtem Boden an.
Die Flugzeit beginnt im April (Weibchen) bzw. Juli (Männchen) und endet im September.
Bezug zu folgenden Pflanzen

Merkmale

Die Sand-Goldfurchenbiene gehört zu den kleineren Wildbienenarten und erreicht eine maximale Körperlänge von 7-8 mm. Ihr Körper glänzt grünlich bronzefarben und ist weißlich behaart. Die cremefarbenen Tergitbinden sind auffallend breit. Weibchen besitzen einen hochgezogenen Scheitel, der seitlich eingedrückt ist. Die Männchen besitzen einen länglichen Kopf mit vorstehendem Clypeus und hochgezogenem Scheitel. Die Fühlerglieder sind etwa zweimal so lang wie breit.
Max. Größe (♀): 8 mm
Max. Größe (♂): 8 mm

Lebensweise


Nistplatz: In ebenem Erdboden nistend, In geneigtem Erdboden (z.B. in Böschungen) nistend
Die Sand-Goldfurchenbiene lebt polylektisch und ist nicht auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert.
Flugzeit: Apr - Sep

Bezug zu folgenden Pflanzen

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© Kristian Peters -- Fabelfroh, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-3.0
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Familie: Compósitae (Korbblütengewächse)

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Familie: Crucíferae (Kreuzblütler)
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© Udo Schmidt, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-2.0
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