Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 21.01.2021
Rundfleck-Maskenbiene (Hylaeus dilatatus)  
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Colletidae
Gattung: Maskenbienen (Hylaeus)
Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Vorkommen: Mäßig häufig
Gefährdung (Rote Liste): Ungefährdet (*)

Allgemeine Informationen

Colletidae

Colletidae ist eine sehr ursprüngliche Familie der Wildbienen. Sie gehören zu den Solitärbienen. Einige Arten dieser Familie besitzen keine äußeren Pollensammeleinrichtungen. Sie sammeln den Pollen im Kropf und werden daher als Kropfsammler oder gelegentlich auch als Kropfbienen bezeichnet. Die Weibchen der anderen Arten dieser Familie sammeln den Pollen an den Hinterbeinen. Kennzeichnend für diese Familie ist die kurze, breite Zunge, die am Vorderende verbreitert und zweispaltig ist. Ein weiteres besonderes Merkmal dieser Bienenfamilie ist, dass die Bienen ihre Brutzellen pergamentartig auskleiden.

Maskenbienen (Hylaeus)

Maskenbienen gibt es weltweit, in Australien mit der höchsten Artenzahl. Ihren Gattungsnamen verdanken diese Wildbienen den weißen oder gelben Gesichtsflecken, die vor allem bei den männlichen Individuen deutlich zu erkennen sind. Ansonsten sind Maskenbienen nahezu komplett schwarz gefärbt und weisen, wenn überhaupt, nur eine sehr kurze und lockere Behaarung auf. Daher lassen sich die einzelnen Arten nur sehr schwer voneinander unterscheiden.
Ihre Nester legen Maskenbienen in vorhandenen Hohlräumen, in markhaltigen Pflanzenstängeln oder in Schilfgallen von Fliegen an. Der Pollen für den Nahrungsbrei der Larven wird verschluckt und im Kropf transportiert, da Maskenbienen keine äußeren Pollentransportorgane besitzen. Die Überwinterung erfolgt als Larve. Im folgenden Frühjahr verpuppen sie sich ohne Kokon.

Rundfleck-Maskenbiene (Hylaeus dilatatus)

Die Rundfleck-Maskenbiene ist in Europa, in Teilen Asiens (z.B. Kleinasien, Kaukasusgebiet, Zentralasien, Sibirien) und in Nordafrika beheimatet. Sie lebt auf Sandheiden, auf Weideflächen, in Hecken, auf Ruderalflächen, an Waldrändern sowie in Sand- und Lehmgruben.
Ihr Nest legt sie in vorhandenen Hohlräumen (z.B. in Käferfraßgängen in Totholz) oder in selbst genagten Hohlräumen in Pflanzenstängeln an.
Die Flugzeit reicht von Juni bis September. Die Überwinterung erfolgt als Ruhelarve.
Bezug zu folgenden Pflanzen

Weitere Informationen: www.naturspaziergang.de

Merkmale

Die Rundfleck-Maskenbiene erreicht eine maximale Körperlänge von 7-9 mm. Ihr Körper ist schwarz gefärbt. Das Gesicht der Männchen ist hell-gelb und ihr Fühlerschaft ist an der Basis auffallend verbreitert. Die Beine sind überwiegend gelb. Das Gesicht der Weibchen ist durch zwei rundliche, kleine, weiße Flecken gekennzeichnet.
Max. Größe (♀): 9 mm
Max. Größe (♂): 9 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Solitär lebend
Nistplatz: In markhaltigen Stängeln nistend, In (vorhandenen) Hohlräumen nistend, In Totholz nistend
Die Rundfleck-Maskenbiene lebt polylektisch und ist nicht auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert.
Flugzeit: Jun - Sep

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