Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 15.07.2024
Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus)  
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Schmal- und Furchenbienen (Halictidae)
Gattung: Furchenbienen (Halictus)
Heimat: Europa, Nordamerika, Asien, Nordafrika / Orient
Vorkommen: Mäßig häufig
Gefährdung (Rote Liste): Ungefährdet (*)

Allgemeine Informationen

Schmal- und Furchenbienen (Halictidae)

Halictidae ist eine Bienen-Familie, die weltweit mit über 4400 Arten vertreten ist. In den gemäßigten Zonen sind ihre Individuen häufig anzutreffen. Zu ihren Kennzeichen gehört, dass sie kurze Zungen und charakteristische Mundwerkzeuge besitzen. Teilweise werden sie auch als Schweißbienen bezeichnet, da einige kleinere Arten durch Schweiß angelockt werden.

Furchenbienen (Halictus)

In Europa gibt es etwa 85 Arten dieser Bienengattung. Furchenbienen legen ihre Nester zumeist in ebenem Boden an, manche Arten benutzen auch Böschungen oder in seltenen Fällen Steilwände. Die Nistgänge mit Tiefen von bis zu 60 cm werden selbst gegraben und enden in ovalen Zellen. Die Brutzellen werden mit einem wasserabweisenden Sekret ausgekleidet. Außerdem werden neben den Zellen Hohlräume geschaffen, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.
Die im Sommer erscheinenden Weibchen überwintern und legen im folgenden Jahr das Nest an. Alte Weibchen und Männchen sterben im Herbst. Die Paarung erfolgt im Sommer.
Furchenbienen sind überwiegend klein, schlank und durch eine bräunliche bis schwarze Grundfärbung gekennzeichnet. Erkennungsmerkmale der Gattung sind:
  • Alle Weibchen dieser Gattung besitzen eine charakteristische kahle Längsfurche in der Behaarung des letzten Hinterleibssegments.
  • Die Tergite des Hinterleibs sind im Unterschied zu den Schmalbienen (Lasioglossum) am Ende mit hellen Haarbinden versehen. Bei den Schmalbienen befinden sich die Haarbinden an der Basis der Tergite.
  • Die Vorderflügel besitzen eine auffällig gebogene Basalader sowie drei Cubitalzellen (die dritte deutlich kleiner als die erste und größer als die zweite).
  • Männchen besitzen einen langgestreckten und schmalen Körper sowie verhältnismäßig lange Fühler. Ihr Kopfschild (Clypeus) ist in der Regel durch einen hellen Bereich gekennzeichnet.

Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus)

Die Rotbeinige Furchenbiene ist in Europa, in Nordafrika, in Nordamerika sowie in Teilen Asiens beheimatet und lebt in trockenem, offenem Gelände sowie an Waldrändern, auf Streuobstwiesen, auf Dämmen oder in Sand-, Kies- und Lehmgruben. Ihr Nest legt sie an vegetationsarmen Stellen in ebenem Boden oder auch in Steilwänden an. In kühlen Gegenden lebt diese Wildbienenart solitär, in wärmeren Gebieten primitiv eusozial. Mehrere Weibchen teilen sich dann in einem Nest die Arbeit.
Weibchen, die überwintert und jeweils ein Nest angelegt haben, erscheinen ab April und erzeugen eine erste Brut, die vorwiegend aus Arbeiterinnen besteht. Der Nesteingang wird dann von einer Arbeiterin überwacht. Im Spätsommer gibt es ab Ende Juni eine zweite Brut, in der es dann deutlich mehr Männchen gibt. Diese patrouillieren auf der Suche nach Weibchen in Nestnähe. Die Weibchen überwintern außerhalb der Kolonie, während die Männchen sterben. Die Flugzeit endet im September.
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Weitere Informationen: www.wildbienen.de
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    Merkmale

    Die Rotbeinige Furchenbiene erreicht eine maximale Körperlänge von 9-11 mm. Der bräunlich-schwarz farbene Körper ist mit schmalen, weißlichen Tergitbinden versehen. Weibchen lassen sich anhand ihrer rötlich-braunen Thoraxbehaarung identifizieren. Außerdem ist ihr Gesicht kürzer als breit. Ihre Tibien und Tarsen der Hinterbeine sind rostrot gefärbt und rötlich-gelb behaart. Bei den Männchen sind die Tibien und Tarsen gelb und zerstreut mit dunklen Flecken versehen. Ihre Clypeus-Spitze ist gelblich gefärbt. Die Thoraxbehaarung ist bei den Männchen gelblich-grau. Ihre Fühlerspitze ist gerade. Auffallend ist auch ihr schlankes Abdomen, das sich nach hinten leicht verbreitert.
    Max. Größe (♀): 11 mm
    Max. Größe (♂): 11 mm

    Lebensweise

    Allgemeine Eigenschaften:
    Primitiv-Eusozial lebend, Bivoltin (zwei Generationen pro Jahr)
    Nistplatz: In ebenem Erdboden nistend, In vertikalen Steilwänden (z.B. Lößwand) nistend
    Die Rotbeinige Furchenbiene lebt polylektisch und ist nicht auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert.
    Flugzeit: Apr - Sep

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