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Letzte Änderung: 03.08.2020
Glänzende Natternkopf-Mauerbiene (Osmia adunca)  
Weitere Bezeichnungen: Gewöhnliche Natternkopfbiene
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Bauchsammelbienen (Megachilidae)
Gattung: Mauerbienen (Osmia)
Heimat: Europa, Asien, Nord-Afrika / Orient
Vorkommen: Mäßig häufig
Gefährdung (Rote Liste): Ungefährdet (*)

Allgemeine Informationen

Bauchsammelbienen (Megachilidae)

Megachilidae sind eine Familie der Hautflügler, von der es etwa 80 Gattungen gibt. Ihre Vertreter sind zumeist pelzig behaart. Die Weibchen der nichtparasitischen Arten besitzen eine Bauchbürste. Die Unterseite ihres Hinterleibs ist mit langen, steifen, schräg nach hinten abstehenden Haaren besetzt und dient zum Sammeln von Pollen. Der Körperbau erscheint zumeist gedrungen. Der Hinterleib ist oft sehr breit, teils kugelförmig oder auch zylindrisch. Brust und Hinterleib sind in der Regel auffallend durch eine Wespentaille miteinander verbunden. Megachilidae leben solitär.

Glänzende Natternkopf-Mauerbiene (Osmia adunca)

Die Glänzende Natternkopf-Mauerbiene ist in Europa, in Nordafrika, in Asien (z.B. Kleinasien, Kaukasusgebiet, Zentralasien, Sibirien) beheimatet und lebt in Kiesgruben, in Steinbrüchen, auf Ruderalflächen, in Gärten und Parkanlagen sowie auf steinigen Böschungen.
Ihr Nest legt sie in vorhandenen Hohlräumen (z.B. in Käferfraßgängen in altem Holz, in hohlen Pflanzenstängeln, in verlassenen Nestern anderer Bienen) sowie in Löchern von Löß- und Lehmwänden oder Felswänden an. Pro Nest werden bis zu sieben Zellen angelegt. Für die Zwischenwände der Brutzellen und den Nesteingang wird eine sehr feste Mischung aus Lehm, Sand und körpereigenen Sekreten verwendet. Männchen patrouillieren und verteidigen ihr Territorium, das aus Natternkopfpflanzen sowie aus Steinen, Holz oder kahlen Bodenstellen als Rastplatz besteht.
Die Hauptflugzeit ist im Juni und Juli. Unter günstigen Bedingungen kann sie bis in den September hinein reichen. Die Überwinterung erfolgt als Ruhelarve in einem seidigen, weißlichen Kokon.
Bezug zu folgenden Pflanzen

Weitere Informationen: www.wildbienen.info

Merkmale

Die Glänzende Natternkopf-Mauerbiene erreicht eine maximale Körperlänge von 11-13 mm. Ihr länglicher Körper ist bräunlich-schwarz gefärbt. Männchen sind nach dem Schlüpfen auf dem Thorax rostrot behaart, mit der Zeit verblasst die Färbung jedoch. Weibchen sind weniger auffallend und eher gräulich behaart. Die Tergite der Weibchen sind glänzend und mit schmalen, weißen Querbinden versehen, bei den Männchen sind sie etwas dunkler und eher bräunlich. Am Hinterleibsende befindet sich bei den Männchen am sechsten Tergit seitlich ein Zahn. Auffallend sind zudem die hellen, grünen Augen der Männchen. Bei den Weibchen sind die Augen etwas dunkler gefärbt. Für den Transport von Pollen besitzen die Weibchen weiße Bauchbürsten.
Max. Größe (♀): 13 mm
Max. Größe (♂): 13 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Solitär lebend, Oligolektisch (Pflanzenart-Spezialisierung)
Nistplatz: In (vorhandenen) Hohlräumen nistend, In Totholz nistend
Die Glänzende Natternkopf-Mauerbiene lebt oligolektisch und ist auf Natternkopf-Pflanzen spezialisiert.
Nisthilfen wie z.B. Bambusröhrchen, Schilfhalme oder Holz mit Bohrungen (5-7 mm Durchmesser) werden gern angenommen.
Flugzeit: Jun - Sep

Bezug zu folgenden Pflanzen

Wegerichblättriger Natternkopf
(Échium plantagíneum)
Wegerichblättriger NatternkopfWegerichblättriger Natternkopf
(Échium plantagíneum)
Familie: Boragináceae (Rauhblattgewächse)

© Alvesgaspar, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-3.0
Gewöhnlicher Natternkopf
(Échium vulgáre)
Gewöhnlicher NatternkopfGewöhnlicher Natternkopf
(Échium vulgáre)
Familie: Boragináceae (Rauhblattgewächse)

Pflanzen als Nisthilfen

Gemeiner Bambus
(Bambúsa vulgáris)
Gemeiner BambusGemeiner Bambus
(Bambúsa vulgáris)
Familie: Gramíneae (Süßgräser)