Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Letzte Änderung: 03.08.2020
Mistbiene (Eristalis tenax)  
Weitere Bezeichnungen: Schlammbiene, Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Familie: Schwebfliegen (Syrphidae)
Gattung: Eristalis
Heimat: Europa, Nord-Amerika, Asien, Nord-Afrika / Orient, Australien / Ozeanien
Vorkommen: Sehr häufig
Gefährdung (Rote Liste): Ungefährdet (*)

Allgemeine Informationen

Schwebfliegen (Syrphidae)

Schwebfliegen werden auch Stehfliegen oder Schwirrfliegen genannt. Die meisten der etwa 450 in Deutschland vorkommenden Schwebfliegenarten leben im Wald. Dort sind sie auf Baumhöhlen, Baumstümpfe, faulende Wurzeln, Schleimflüsse unter der Rinde oder Bäume mit faulendem Kernholz angewiesen. Liegendes Totholz ist häufig zu trocken und kann von den Fliegenlarven kaum verwertet werden. Zahlreiche Larvenarten haben sich auch auf das Vertilgen von Blattläusen spezialisiert. Erwachsene Schwebfliegen können sowohl Nektar als auch Pollen zu sich nehmen und spielen daher eine wesentliche Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen. Manche Arten fressen auch Honigtau.
Schwebfliegen sind in der Lage, fliegend über einen längeren Zeitraum auf einer Stelle zu verharren und blitzartig zu manövrieren. Im Aussehen ähneln sie nicht selten wehrhaften Hautflüglern (z.B. Hummeln oder Wespen). Ihre Komplexaugen sind verhältnismäßig groß.

Mistbiene (Eristalis tenax)

Die Mistbiene ist weltweit verbreitet und lebt vor allem in ländlichen Gebieten, in offenem Gelände und in lichten Wäldern. Sie zählt zu den Wanderinsekten und zieht in Europa im Herbst südwärts in Richtung Mittelmeerregion.
Ihre Larven zählen zu den Rattenschwanzlarven und entwickeln sich in bakterienreichen, sauerstoffarmem Gewässern wie z.B. in Jauchegruben, Sickergruben oder im Schlamm von Tümpelrändern. Sie tragen zur Klärung dieser Gewässer bei, da sie Bakterien und faulende Pflanzenteile aus den Gewässern herausfiltern.
Die Flugzeit startet im März und endet im Oktober. Es gibt 2-3 Generationen pro Jahr. Die Weibchen überwintern und können auch an warmen Wintertagen gesichtet werden.
Bezug zu folgenden Pflanzen

Weitere Informationen: www.naturspaziergang.de

Merkmale

Die Mistbiene erreicht eine maximale Körperlänge von 12-15 mm (Männchen) bzw. 12-16 mm (Weibchen). Ihr Aussehen ist bienenähnlich. Ihr Hinterleib ist dunkelbraun gefärbt und besitzt zumeist zwei gelblich-orange Flecken an den Seiten des zweites Tergites. Bei Männchen können sich diese Flecken auch auf das dritte Segment ausdehnen. Die schwarzen, fein behaarten Augen berühren sich bei den Männchen im Stirnbereich, bei den Weibchen sind sie deutlich voneinander getrennt. Bei den Fühlern fehlen die gefiederten Borstenhaare, die bei ähnlichen Arten zu finden sind.
Die Larven erreichen eine Größe von etwa 20 mm.
Max. Größe (♀): 16 mm
Max. Größe (♂): 15 mm

Lebensweise


Nistplatz: In fauligen Gewässern, Pfützen oder Jauchegruben
Flugzeit: Mär - Okt

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© Przykuta, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-3.0
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© Christian Fischer, Wikimedia Commons