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Letzte Änderung: 11.12.2018
Grashummel (Bombus ruderarius)  
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Echte Bienen (Apidae)
Unterfamilie: Apinae
Gattung: Hummeln (Bombus)
Heimat: Europa, Asien
Vorkommen: Bestand bedroht
Gefährdung (Rote Liste): Stark gefährdet (2)

Allgemeine Informationen

Hummeln (Bombus)

Hummeln sind Hautflügler, die zu den Echten Bienen (Apidae) gehören und gut an kühle Klimazonen angepasst sind. Abhängig vom Sozialverhalten wird zwischen sozialen, Staaten bildenden Hummeln und sozialparasitischen Kuckuckshummeln unterschieden. Ein Hummelvolk lebt in der Regel nur einen Sommer lang.
Im Frühjahr bildet eine befruchtete Königin einen Staat. Ihre einzige Aufgabe ist es, Eier abzulegen und die ersten schlüpfenden Larven mit Nahrung zu versorgen. Die sich daraufhin entwickelnden Weibchen (Arbeiterinnen) sind für die Versorgung der Larven und der Königin, für das Sammeln von Nahrung und für die Nestverteidigung zuständig. Weibliche Hummeln verfügen über einen Wehrstachel, den sie zur Verteidigung oder zur Abwehr von Brutparasiten einsetzen können. Im Sommer beginnt die Königin, zusätzlich unbefruchtete Eier zu legen, aus denen sich männliche Hummeln (Drohnen) entwickeln. Aus befruchteten Eiern entwickeln sich nun besonders große, begattungsfähige Weibchen (Königinnen), die sich verpaaren und überwintern.
Hummeln fallen durch ihre pelzige und zumeist farbige Behaarung auf. Ihr Körperbau ist kräftig und rundlich oval. Er untergliedert sich in Kopf, Rumpf (Thorax) und Hinterleib (Abdomen). Männliche und weibliche sozial lebende Hummeln lassen sich in der Regel dadurch unterscheiden, dass die Weibchen an den Hinterbeinen Körbchen für den Pollentransport besitzen.
Die Grashummel ist in Europa in Höhen von bis zu 2200 Metern sowie im westlichen Asien (westliches Russland, Kasachstan) beheimatet. Sie lebt in offenem Gelände, in Parkanlagen, auf artenreichen Wiesen, in Dünen-Landschaften, in Flussnähe oder an Waldrändern.
Ihr Nest legt die Grashummel zumeist oberirdisch in Vertiefungen als Nistkugel an, die aus zusammengetragenem Gras, Laub und Moos besteht. Aber auch unterirdischer Nestbau in verlassenen Mäusenestern ist möglich. Die überwinternde Königin beginnt ab Mitte April mit der Nestsuche. Arbeiterinnen können daraufhin ab Anfang Mai beobachtet werden. Jungköniginnen und Drohnen fliegen in der Zeit zwischen Juli und September. Ein Nest ist verhältnismäßig klein und umfasst im Juni während des Populationsmaximums etwa 30-50 Individuen.
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Weitere Informationen: www.wildbienen.de

Bild: © Ivar Leidus, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-4.0

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Merkmale

Königinnen können eine Körperlänge zwischen 16 und 18 mm erreichen, Arbeiterinnen 9-16 mm und Drohnen 12-14 mm. Die überwiegend schwarz erscheinende Hummel ist am Ende des Hinterleibs (Tergite 4-6) gelblich-orange gefärbt. In Kopfnähe kann der Thorax eine schwache, weißliche Querbinde aufweisen. Die Körbchenhaare an den Hinterbeinen sind teils rötlich gefärbt. Der Kopf ist kurz und rund, der Rüssel verhältnismäßig lang (max. 14 mm). Die Königin erzeugt einen hohen Summton.
Größe (♀): 18 mm
Größe (♂): 14 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Staaten bildend
Nistplatz: In ebenem Erdboden nistend, In (vorhandenen) Hohlräumen nistend, Oberirdisch (z.B. in Grasbüscheln oder unter Moos)
Die Grashummel ist häufig an Pflanzen aus den Familien der Hülsenfrüchtler, Lippenblütler und Braunwurzgewächse anzutreffen. Sie ist daher nicht auf eine bestimmte Pflanzenfamilie beschränkt (polylektisch).
Flugzeit: Apr - Sep

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