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Letzte Änderung: 19.11.2018
Gartenhummel (Bombus hortorum)  
Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Familie: Echte Bienen (Apidae)
Unterfamilie: Apinae
Gattung: Hummeln (Bombus)
Heimat: Europa, Asien
Vorkommen: Häufig
Gefährdung (Rote Liste): Ungefährdet (*)

Allgemeine Informationen

Hummeln (Bombus)

Hummeln sind Hautflügler, die zu den Echten Bienen (Apidae) gehören und gut an kühle Klimazonen angepasst sind. Abhängig vom Sozialverhalten wird zwischen sozialen, Staaten bildenden Hummeln und sozialparasitischen Kuckuckshummeln unterschieden. Ein Hummelvolk lebt in der Regel nur einen Sommer lang.
Im Frühjahr bildet eine befruchtete Königin einen Staat. Ihre einzige Aufgabe ist es, Eier abzulegen und die ersten schlüpfenden Larven mit Nahrung zu versorgen. Die sich daraufhin entwickelnden Weibchen (Arbeiterinnen) sind für die Versorgung der Larven und der Königin, für das Sammeln von Nahrung und für die Nestverteidigung zuständig. Weibliche Hummeln verfügen über einen Wehrstachel, den sie zur Verteidigung oder zur Abwehr von Brutparasiten einsetzen können. Im Sommer beginnt die Königin, zusätzlich unbefruchtete Eier zu legen, aus denen sich männliche Hummeln (Drohnen) entwickeln. Aus befruchteten Eiern entwickeln sich nun besonders große, begattungsfähige Weibchen (Königinnen), die sich verpaaren und überwintern.
Hummeln fallen durch ihre pelzige und zumeist farbige Behaarung auf. Ihr Körperbau ist kräftig und rundlich oval. Er untergliedert sich in Kopf, Rumpf (Thorax) und Hinterleib (Abdomen). Männliche und weibliche sozial lebende Hummeln lassen sich in der Regel dadurch unterscheiden, dass die Weibchen an den Hinterbeinen Körbchen für den Pollentransport besitzen.
Die Gartenhummel ist in Europa und im nördlichen Asien in Höhen von bis zu 2100 Metern beheimatet und lebt an Waldrändern, auf Wiesen, in Parkanlagen oder in offenem Gelände.
Ihr Nest legt die Gartenhummel ober- oder unterirdisch z.B. in verlassenen Vogel- oder Mäusenestern, in vorhandenen Nistkästen, in Scheunen oder auf Dachböden an. Ein Volk kann bis zu 120, teils auch mehr Individuen umfassen. Überwinternde Königinnen können ab März und bis Mai beobachtet werden. Arbeiterinnen fliegen von Ende März bis September, Jungköniginnen und Drohnen in der Zeit zwischen Juni und August.
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Weitere Informationen: www.wildbienen.de

Bild: © Ivar Leidus, Wikimedia CommonsCC-BY-SA-4.0

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Merkmale

Die Gartenhummel ist eine mittelgroße Hummelart. Königinnen können eine Körperlänge zwischen 17 und 22 mm erreichen, Arbeiterinnen 11-16 mm und Drohnen 13-15 mm. Im kopfnahen Thorax-Bereich besitzt die Gartenhummel eine goldgelbe Querbinde. Am anderen Ende des ansonsten dunkel behaarten Thoraxes befindet sich eine weitere goldgelbe Querbinde. Das erste Tergit des Hinterleibs (Abdomen) ist ebenfalls goldgelb behaart. Daran anschließend folgen schwarze Tergite. Das Ende des Hinterleibs ist gräulich-weiß behaart. Die Gartenhummel besitzt einen relativ langen Kopf und einen sehr langen Rüssel (bis zu 21 mm Länge). Ihr Brummton ist sehr tief.
Größe (♀): 22 mm
Größe (♂): 15 mm

Lebensweise

Allgemeine Eigenschaften:
Staaten bildend
Nistplatz: In (vorhandenen) Hohlräumen nistend, Oberirdisch (z.B. in Grasbüscheln oder unter Moos)
Zu den wichtigsten Trachtpflanzen der Gartenhummel zählen die verschiedensten Lippen- und Schmetterlingsblütler.
Die Gartenhummel kann leicht in Hummelkästen angesiedelt werden.
Flugzeit: Mär - Sep

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