Pflanzen, Insekten & Heilkraft

Bienentrachtpflanzen

Pflanzen, die von Frühjahr bis Herbst besonders gern von Honigbienen angeflogen werden

Vorwort

Den Honigbienen und den meisten anderen Insekten geht es schlecht. Eine Hauptursache dafür ist Nahrungsmangel, neben dem weit verbreiteten Einsatz von Herbiziden und Insektiziden sowie dem Verlust von Lebensraum.

Die westliche Honigbiene (Apis mellifera) ist nur eine von über 2000 in Europa heimischen Bienenarten. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen und benötigt ab dem zeitigen Frühjahr bis hin zum späten Herbst Nahrung. Während die Honigbiene im Frühjahr unter anderem aufgrund der Obstblüte reichlich Nektar und Pollen findet, mangelt es vor allem im Sommer und Herbst an Nahrung.

Die Honigbiene nutzt ein breites Blütenspektrum als Nahrungsquelle. Das Besondere bei der Honigbiene ist ihre temporäre Blütenstetigkeit. D.h. sie fliegt möglichst Blüten gleicher Pflanzenarten an, wodurch deren erfolgreiche Bestäubung wahrscheinlicher wird. Außerdem besitzt die Honigbiene mittels Tanzsprache ein ausgeklügeltes System zur Kommunikation der Lage von ergiebigen Nahrungsquellen. Ihr Flugradius kann mehr als 10 km betragen.

Dieses Buch enthält eine Auswahl an Nahrungspflanzen für Honigbienen und soll dabei helfen, den Bienen während ihrer gesamten Flugzeit ausreichend Nahrung bereitzustellen. Die Reihenfolge der Pflanzen in diesem Buch entspricht in etwa ihrer Blühzeit. Bei der Pflanzenauswahl sollte allgemein beachtet werden, dass Honigbienen nur einen kurzen Rüssel besitzen. Nektar, der z.B. tief in der Blüte verborgen ist, ist für Honigbienen nur schwer erreichbar. Auch viele gezüchtete Pflanzen, bei denen das Aussehen im Vordergrund steht und bei deren Blüten der Nektar und Pollen durch Blütenblätter verdeckt oder kaum vorhanden ist, sind für Bienen und andere Insekten wertlos. Häufig kann es auch vorkommen, dass sehr gute Bienentrachtpflanzen kaum angeflogen werden. Das muss dann allerdings nicht an den Pflanzen liegen, sondern die Ursache dafür kann sein, dass sich zu dem Zeitpunkt in der Nähe eine ergiebigere Nahrungsquelle befindet.

Henry Sonnet

Kontakt: henry@smagy.de

Pflanzen-Portraits

Christrose

(Helléborus níger)
Alternative Bezeichnungen:
Schwarze Nieswurz, Schneerose, Weihnachtsrose
Familie:
Ranunculáceae (Hahnenfußgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 30 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Nährreich, Humos
Blüte: Dez - Apr, Farbe: Weiß, Rot, Grün
Pollen / Nektar: Viel/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Mai - Jun
Eigenschaften:
Immergrün, Giftig, Stark giftig
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Christrose ist in den Alpen sowie im nördlichen Balkan in einer Höhe von bis zu 1900 Metern beheimatet. Sie wächst bevorzugt auf steinigen, kalkhaltigen, humosen Böden an Hängen oder in lichten Wäldern.
Wissenswertes
Alle Pflanzenteile sind hoch giftig, insbesondere der Wurzelstock.

Kleines Schneeglöckchen

(Galánthus nivális)
Alternative Bezeichnungen:
Gewöhnliches Schneeglöckchen
Familie:
Amaryllidáceae (Narzissengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 18 cm
Licht-Verhältnisse: Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Nährreich, Humos
Blüte: Feb - Mär, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Mäßig/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Apr - Mai
Eigenschaften:
Giftig
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide




Allgemeine Informationen
Das Kleine Schneeglöckchen ist in Europa sowie in Teilen Asiens beheimatet. Es wächst in Auenwäldern oder in Laubmischwäldern und bevorzugt mäßig feuchte bis feuchte, tiefgründige, lockere, nährstoffreiche, kalkhaltige, humose Ton- oder Lehmböden in halbschattiger Lage.
Wissenswertes
Das Schneeglöckchen ist eine der ersten Pflanzen, die im Vorfrühling den Insekten Nahrung bieten. Die Pflanze schafft es, durch eigene Wärmeproduktion den Schnee in unmittelbarer Nähe zu schmelzen und versorgt sich dadurch unter anderem mit Wasser.

Schneeheide

(Eríca cárnea)
Alternative Bezeichnungen:
Winterheide, Frühlingsheidekraut, Erika
Familie:
Ericáceae (Heidekrautgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht, Kriechpflanze
Wuchshöhe: max. 30 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Basisch, Humos
Aussaat: Feb - Apr
Blüte: Jan - Apr, Farbe: Weiß, Rot, Lila
Pollen / Nektar: Mäßig/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Mai - Jun
Eigenschaften:
Immergrün
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide, Nacht-Weide



Allgemeine Informationen
Die Schneeheide ist vor allem in den Gebirgen West-, Mittel- und Südosteuropas sowie in Marokko in Höhen von bis zu 2700 Metern beheimatet. Sie wächst in Nadelwäldern, in Moorgebieten und in Zwergstrauchheiden und bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, humose, mäßig nährstoffreiche, leicht kalkhaltige Böden an halbschattigen bis sonnigen Orten. Die Schneeheide bildet eine Symbiose mit einem Wurzelpilz, auf den sie angewiesen ist.
Wissenswertes
Die Blätter der Pflanze sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele Wanzen- und Schmetterlingsraupenarten.

Kleiner Winterling

(Eránthis hyemális)
Alternative Bezeichnungen:
Südeuropäischer Winterling
Familie:
Ranunculáceae (Hahnenfußgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 15 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Feucht
Blüte: Feb - Apr, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Viel/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Apr - Mai
Eigenschaften:
Giftig
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Ursprünglich stammt der Kleine Winterling aus Südosteuropa und der Türkei. Er wächst auf frischen Böden, die nicht austrocknen dürfen, am liebsten unter Sträuchern und Laubbäumen.

Frühlings-Krokus

(Crócus vérnus)
Alternative Bezeichnungen:
Weißer Krokus, Alpen-Krokus, Frühlings-Safran
Familie:
Iridáceae (Schwertliliengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 15 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Nährreich, Humos
Blüte: Feb - Mai, Farbe: Weiß, Lila
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Mai - Jun
Eigenschaften:
Giftig
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Es gibt zahlreiche Krokusarten, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, Kleinasien und Persien stammen. Der Frühlings-Krokus ist auf Wiesen und Weiden der Alpen oder Pyrenäen zu finden und bevorzugt feuchte, humose, nährstoffreiche Böden.

Huflattich

(Tussilágo fárfara)
Alternative Bezeichnungen:
Märzenblümchen, Pfannenkraut, Brustlattich
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Rosettenartig
Wuchshöhe: max. 30 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht
Blüte: Feb - Mai, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Viel/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Mär - Mai
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Huflattich ist in Europa, Nordafrika und in Teilen Asiens heimisch. Er ist sehr anspruchslos und wächst auf wechselfeuchten, lehmigen oder tonhaltigen Böden an Straßenböschungen, in Sandgruben oder Steinbrüchen. Außerdem kann man Huflattich an Bach- und Flussufern finden.
Wissenswertes
Die Pflanze dient zahlreichen Schmetterlingsarten als Nahrung.
Verwendung der Pflanze
Die Blätter des Huflattich können als Salat-Beilage verwendet werden. Die Blüten wirken als Tee genossen Reiz lindernd.
Warnhinweis: Da die Pflanze Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden enthält, sollte sie nur in Maßen gegessen werden (max. 4-6 Wochen pro Jahr). Während der Schwangerschaft bzw. Stillzeit sollte auf den Verzehr verzichtet werden. In größeren Mengen kann sie die Leber schädigen oder Krebs erregen.
Heilwirkungen der Pflanze
Huflattich ist Bestandteil des sogenannten 4-Blüten-Tees (Huflattich, Eibisch, Klatschmohn, Katzenpfötchen) mit Reiz lindernder Wirkung. Aufgrund seiner Schleim lösenden Eigenschaft wird er vor allem bei Bronchial-Erkrankungen verwendet.
Die Pflanze wirkt zudem antibakteriell, entzündungshemmend und blutstillend. In Form von Umschlägen hilft Huflattich bei verschiedenen Hauterkrankungen, z.B. bei Ekzemen, schlecht heilenden Wunden oder leichten Verbrennungen. Auch nach Insektenstichen hilft die Pflanze den Juckreiz zu lindern.

Kornel-Kirsche

(Córnus mas)
Alternative Bezeichnungen:
Hornstrauch, Dirlitze, Korneliuskirsche, Herlitze, Hirlnuss, Gelber Hartriegel
Familie:
Cornáceae (Hartriegelgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Asien
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 6 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Mager, Humos
Blüte: Feb - Apr, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Kornelkirsche ist in weiten Teilen Europas zu finden, dort jedoch vermehrt in den südlichen wärmeren Ländern. Ursprünglich stammt sie aus dem Kaukasus. Sie ist trotz ihres Names nicht mit der Kirsche verwandt.
Die Kornelkirsche wächst zumeist mehrstämmig an sonnigen Standorten in lichten Wäldern, an Waldrändern, in Hecken sowie in Auenwäldern außerhalb der Überschwemmungsbereiche. Sie wächst sehr langsam und bevorzugt kalkhaltige Böden, die eher trocken sind. Sie verträgt keine Staunässe. Ansonsten ist die Pflanze recht anspruchslos und genügsam, was Nährstoffe betrifft.
Wissenswertes
Die Früchte sind eine beliebte Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere. Allerdings trägt die Pflanze erst im Alter von 8 bis 10 Jahren Früchte.
Verwendung der Pflanze
Kornelkirschen (Kornellen) sind essbar und schmecken leicht säuerlich. Sie können roh gegessen werden oder zur Herstellung von Marmeladen, Fruchtsäften oder Likören verwendet werden. Geerntet werden sollten sie erst, wenn sie eine dunkel- bis schwarzrote Färbung angenommen haben und fast schon überreif sind.
Das Holz der Kornelkirsche ist sehr schwer und zählt zu den härtesten Hölzern Europas.
Durch ihr intensives und weit verzweigtes Wurzelsystem hilft die Kornelkirsche der Bodenerosion entgegenzuwirken.
Heilwirkungen der Pflanze
Kornellen besitzen eine Fieber und Blutdruck senkende Wirkung. Sie wirken zudem Bakterien abtötend und helfen bei Magenproblemen, chronischen Darmerkrankungen sowie bei Durchfall.
Ein wässriger Auszug aus Rinde, Holz und Blättern hilft Gicht-Beschwerden zu lindern.

Gewöhnliche Vogelmiere

(Stellária média)
Alternative Bezeichnungen:
Vogel-Sternmiere, Feld-Sternmiere, Hühnerdarm, Hühnerbiss, Mäusedarm, Vögerlkraut
Familie:
Caryophylláceae (Nelkengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Kriechpflanze
Wuchshöhe: max. 30 cm
Licht-Verhältnisse: Halb-Schatten, Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Nährreich
Blüte: Jan - Nov, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Kaum/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Mär - Nov
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Stickstoff-Zeiger, Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide


Allgemeine Informationen
Die Gewöhnliche Vogelmiere ist weltweit zu finden. Sie wächst auf Feldern, Wiesen, Ödflächen, an Wegrändern oder in der Nähe von Flüssen und bevorzugt eher feuchte, nährstoffreiche, stickstoffhaltige Böden.
Wissenswertes
Wie der Name schon vermuten lässt, werden das Kraut und die Samen der Vogelmiere gern von Vögeln gefressen.
Die Pflanze ist außerdem sehr nützlich, da sie durch ihre großflächige Ausbreitung den Boden vor Austrocknung, Kälte und Erosion schützt.
Verwendung der Pflanze
Sämtliche Teile der Pflanze sind essbar und können z.B. als Salat-Beilage oder für Smoothies verwendet werden. Die Pflanze schmeckt frisch und würzig-mild und erinnert ein wenig an Mais.
Heilwirkungen der Pflanze
Vogelmiere wirkt stärkend, entzündungshemmend, Schmerz lindernd, entgiftend, Harn treibend und regt außerdem die Verdauung und den Stoffwechsel an. Sie hilft bei Rheuma und Gicht und kann zudem aufgrund ihrer Schleim lösenden Eigenschaft als Tee bei Atemwegsbeschwerden wie z.B. Husten oder Bronchitis verwendet werden.
Äußerlich angewendet kann sie bei Hämorrhoiden und Hautproblemen wie z.B. Juckreiz, Schuppenflechte oder Ekzemen helfen. Breiumschläge unterstützen die Wundheilung und schaffen Linderung bei Geschwüren.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Blüten
Aus dem oberirdischen Kraut kann Tee zubereitet werden, indem die Mischung mit heißem Wasser übergossen wird. Das Ganze vor dem Abseihen für etwa 5 Minuten ziehen lassen.
Auch ein Kaltauszug ist möglich. Dafür etwas mehr Kraut nehmen, mit kaltem Wasser übergießen und für etwa 8 Stunden stehen lassen.

Sal-Weide

(Sálix cáprea)
Alternative Bezeichnungen:
Palm-Weide
Familie:
Salicáceae (Weidengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 10 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Nährreich
Aussaat: Jun - Jul
Blüte: Mär - Apr, Farbe: Weiß, Grün
Pollen / Nektar: Sehr viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Mai - Jun
Eigenschaften:
Heilpflanze, Färberpflanze, Pionierpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide, Nacht-Weide

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Allgemeine Informationen
Die Sal-Weide ist in Europa und Asien beheimatet und wächst an Weg- und Feldrändern, auf Ruderalflächen, in lichten Heide- und Laubwäldern sowie in Gewässernähe. Der Baum bevorzugt mäßig feuchte, nährstoffreiche, steinige Lehmböden an leicht schattigen bis sonnigen Standorten. Er gehört zu den Pionierpflanzen und wird durchschnittlich 60 Jahre alt.
Wissenswertes
Neben der Eiche zählt die Sal-Weide zu den wichtigsten heimischen Futterpflanzen für Insekten. Die Raupen zahlreicher Schmetterlingsarten ernähren sich von ihr. Aber auch verschiedene Käferarten ernähren sich z.B. von den Blättern oder dem Saft des Baumes.
Verwendung der Pflanze
Die Rinde der Sal-Weide ist sehr gerbstoffreich und kann zum Rotfärben von Wolle, zum Gerben von Leder und als Teerbeigabe verwendet werden.
Das Holz des Baumes ist sehr hart und eignet sich zur Herstellung von Pfählen sowie von Besen- und Schaufelstielen.
Aus jungen Zweigen lassen sich z.B. Korbmöbel flechten.
Heilwirkungen der Pflanze
Verwendet werden die Rinde sowie die Blätter des Baumes. Ein Tee aus der Rinde wirkt Fieber senkend, entzündungshemmend, antiseptisch, zusammenziehend, Harnsäure ausleitend und Schmerz lindernd. Er hilft bei rheumatischen Beschwerden, Gicht, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Durchfall sowie bei grippeartigen Erkrankungen. Als Gurgelmittel lindert er Entzündungen der Mundschleimhaut und Zahnfleischbluten.
Ein Tee aus Weidenkätzchen kann bei Schlaflosigkeit, Nervenbeschwerden und bei Menstruationsbeschwerden helfen.
Äußerlich angewendet hilft Weidenrinde bei Hautirritationen, Geschwüren, Kopfschuppen, Schuppenflechte, Akne und Fußschweiß. Auch bei Hühneraugen, Warzen und Schwielen kann die Rinde z.B. in Form von Asche helfen.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Blüten, Rinde
Tee kann aus fein geschnittener Rinde junger Zweige zubereitet werden: die Rinde mit kaltem Wasser übergießen und mehrere Stunden einweichen lassen. Danach kurz aufkochen, etwa 5 Minuten ziehen lassen und abschließend abseihen. Für Haarspülungen können zusätzlich Blätter hinzugegeben werden.

Gewöhnlicher Löwenzahn

(Taráxacum officinále)
Alternative Bezeichnungen:
Wiesen-Löwenzahn, Kuhblume, Butterblume, Pusteblume
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Rosettenartig
Wuchshöhe: max. 40 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Nährreich
Aussaat: Mär - Mai
Blüte: Mär - Okt, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Sehr viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Apr - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler, Heilpflanze, Schnecken resistent, Pionierpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Der Gewöhnliche Löwenzahn stammt ursprünglich aus dem westlichen Asien und aus Europa, ist inzwischen jedoch auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet. Die Pflanze ist zumeist auf Wiesen, an Feldrändern und Wegen, aber auch in lichten Wäldern zu finden. Sie bevorzugt mäßig feuchte, tiefgründige, nährstoffreiche Böden in halbschattiger bis sonniger Lage.
Verwendung der Pflanze
Wurzeln, Blätter, Knospen und Blüten sind roh und gekocht essbar. Die Blätter haben einen bitteren Geschmack (junge Blätter vor der Blüte sind weniger bitter). Je später die Wurzeln im Winter geerntet werden, desto weniger Bitterstoffe enthalten sie. Die Blüten besitzen einen süßlichen Geschmack und können zu Sirup, Honig oder Gelee verarbeitet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Löwenzahn regt die Verdauung an, kräftigt das Immunsystem und stärkt Leber, Galle und Nieren. Die Pflanze hilft bei Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl und Blähungen. Sie besitzt eine antibakterielle und Blut reinigende Wirkung und wird auch als Harn treibendes Mittel zur Unterstützung bei entzündlichen Erkrankungen und Steinbildung eingesetzt. Außerdem hilft die Pflanze bei Diabetes und wirkt Alterungsprozessen entgegen und sorgt für eine Verjüngung der Körperzellen.
Äußerlich kann Löwenzahn bei Hautproblemen wie z.B. Ekzemen oder zur Unterstützung der Wundheilung verwendet werden. Hühneraugen und Warzen lassen sich beseitigen, indem der weiße Stängelsaft über einen mehrwöchigen Zeitraum auf die betreffenden Stellen getan wird. Der Saft hilft im Übrigen auch bei Insektenstichen.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Wurzel, Blätter, Blüten
Geerntet werden sollte Löwenzahn bis spätestens Mai, denn zu diesem Zeitpunkt sind seine wirksamen Substanzen am konzentriertesten. Alle Teile der Pflanze können verwendet werden.
Für eine Teezubereitung wird zerkleinerter Löwenzahn mit kochendem Wasser übergossen, etwa 5 Minuten stehengelassen und im Anschluss in kleinen Schlucken getrunken.
Vor der Blüte gesammelte Wurzeln können getrocknet und über Nacht in kaltem Wasser angesetzt werden. Nach kurzem Aufkochen kann der Ansatz ebenfalls als Tee getrunken werden.

Gewöhnliche Mahonie

(Mahónia aquifólium)
Alternative Bezeichnungen:
Stechdornblättrige Mahonie
Familie:
Berberidáceae (Sauerdorngewächse)
Ursprüngl. Heimat: Nordamerika
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 150 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Humos
Blüte: Mär - Jun, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Viel/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Nov
Eigenschaften:
Immergrün, Giftig, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide




Allgemeine Informationen
Ursprünglich stammt die Mahonie aus dem westlichen Nordamerika, wo sie von den Indianern schon seit langem als Heilpflanze verwendet wird. In Oregon (USA) ist sie die offizielle Staatsblume.
Verwendung der Pflanze
Die Pflanze ist giftig, bis auf die Beeren, die sehr sauer schmecken und reich an Vitamin C sind. Den Verzehr größerer Mengen roher Früchte sollte man meiden, da sie zu Erbrechen, Durchfall und Fieber führen können.
Die kräftige Gelbfärbung der Innenseite der Rinde kann zur Färbung von Wolle verwendet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
In geringen Mengen genossen, können die blauen Beeren (roh oder gekocht) als sanftes Abführmittel dienen.
Ein Tee aus Wurzel und Wurzelrinde kann bei Verdauungsbeschwerden helfen (nur in Maßen, da ansonsten giftig). Zudem kann dieser Tee kräftigend wirken und die Nierenfunktion stärken. Bei Halsschmerzen hilft Gurgeln mit dem Tee.
Bei Schuppenflechte kann eine Salbe aus der Wurzelrinde die Beschwerden lindern.

Silber-Weide

(Sálix álba)
Familie:
Salicáceae (Weidengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 35 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Basisch, Nährreich
Aussaat: Jul - Aug
Blüte: Apr - Mai, Farbe: Gelb, Grün
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jun - Jul
Eigenschaften:
Heilpflanze, Pionierpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide


Allgemeine Informationen
Die Silber-Weide ist ein Baum, der in Europa, in Nordafrika und in Zentralasien beheimatet ist. Er wächst in Uferbereichen von Bächen, Flüssen und Seen sowie in Auwäldern und Überschwemmungsgebieten und bevorzugt mäßig feuchte bis feuchte, durchlässige, nährstoff- und basenreiche, sandig-kiesige Tonböden. Der Baum zählt zu den Pionierpflanzen.
Wissenswertes
Weiden sind nicht nur eine hervorragende Nahrungsquelle für Hummeln und Bienen, sie dienen auch zahlreichen Schmetterlingsraupen als wichtige Nahrung.
Auch Biber mögen die Rinde des Baumes, der zum Baum des Jahres 1999 gewählt wurde.
Verwendung der Pflanze
In Überschwemmungsgebieten trägt die Silber-Weide zur Uferbefestigung bei. Sie schützt zudem vor Bodenerosion und verbessert den Boden.
Die Zweige sind sehr biegsam und können zum Korbflechten verwendet werden. Zu diesem Zweck werden Weiden zu so genannten Kopfweiden herangezogen. Jungbäume werden dazu auf eine Höhe von 1 bis 3 Meter gekürzt und müssen daraufhin regelmäßig beschnitten werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Rinde der Weide enthält einen Stoff namens Salicin, der Schmerz lindernd, entzündungshemmend, antibakteriell, zusammenziehend, Fieber senkend sowie Harn und Schweiß treibend wirkt. Als Tee zubereitet hilft die Rinde unter anderem bei Kopfschmerzen, Erkältung, Grippe, Rheuma, Gicht und Arthritis.
Äußerlich angewendet hilft die Weide bei Hautentzündungen, Hautunreinheiten und Geschwüren. Eine Haarspülung kann bei Kopfschuppen helfen.
Während der Schwangerschaft oder bei Blutgerinnungsstörungen sollte von einer Anwendung abgesehen werden.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Rinde
Die Rinde sollte im Frühjahr oder Herbst von jungen Ästen gesammelt werden. Für die Tee-Zubereitug wird etwas Rinde mit kochendem Wasser übergossen. Nach etwa 10 Minuten kann abgeseiht und der Tee getrunken werden. Alternativ kann die Rinde auch für etwa 4 bis 6 Stunden in kaltem Wasser eingeweicht und im Anschluss kurz aufgekocht werden. Das Ganze sollte man vor dem Abseihen noch etwa 5 Minuten ziehen lassen.
Für die Haarspülung werden Rinde und möglichst junge Blätter mit kaltem Wasser angesetzt und für etwa 6 Stunden stehen gelassen. Im Anschluss wird der Ansatz kurz aufgekocht und gesiebt.
Aus Weidenrinde lässt sich auch eine Tinktur zubereiten. Dazu wird die Rinde mit Weingeist oder Doppelkorn übergossen und für mehrere Woche stehen gelassen. Anschließen die Mischung abseihen und in möglichst dunkle Flaschen füllen.

Gewöhnliche Schlehe

(Prúnus spinósa)
Alternative Bezeichnungen:
Schlehdorn, Schwarzdorn, Ackerpflaume, Eisbeere, Heckendorn
Familie:
Rosáceae (Rosengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 300 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Basisch, Nährreich
Aussaat: Nov - Mär
Blüte: Mär - Apr, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Viel/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Nov
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Die Gewöhnliche Schlehe ist in weiten Teilen Europas, in Nordafrika sowie in Gebieten von Vorderasien bis zum Kaukasus beheimatet. Sie wächst an Weg- und Waldrändern, in Hecken oder an felsigen Hängen und bevorzugt nährstoffreiche, eher kalkhaltige, steinige Böden an sonnigen Standorten.
Verwendung der Pflanze
Die Früchte schmecken sehr herb und bitter. Erst durch Frosteinwirkung wird der Geschmack ein wenig milder. Die Steine sind jedoch giftig und dürfen nicht gegessen werden. Unreife Früchte können ähnlich wie Oliven eingelegt werden. Aus reifen Früchten lässt sich Fruchtsaft, Likör, Obstwein oder Marmelade herstellen.
Das Holz der Schlehe ist sehr hart und wird z.B. zum Schnitzen oder zur Herstellung von Spazierstöcken verwendet.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Blüten, die Wurzelrinde und die Früchte besitzen Heilwirkungen. Aus den Blüten kann ein Tee zubereitet werden, der den Stoffwechsel unterstützt und Blut reinigend wirkt. Desweiteren hilft er bei Magenbeschwerden und Verdauungsproblemen (Durchfall, Blähungen, Verstopfung) sowie bei Blasen- und Nierenbeschwerden. Er wirkt zudem Harn treibend, Fieber senkend, Schweiß treibend, Schleim lösend und schwach abführend. Äußerlich angewendet hilft ein Aufguss bei Hautproblemen (z.B. Hautausschlägen).
Die getrockneten Früchte können als solche gegessen oder zu Saft verarbeitet werden. Sie wirken zusammenziehend, Magen stärkend und regen den Appetit an. Außerdem helfen sie bei Nierengrieß oder Blasensteinen. Das Kauen der getrockneten Früchte hilft zudem bei Zahnfleisch- oder Mundschleimhautentzündungen.
Eine Abkochung der Wurzelrinde wirkt Fieber senkend.
Schlehenelixier kann als Stärkungsmittel nach Infektionskrankheiten verwendet werden.

Spitz-Ahorn

(Ácer platanoídes)
Alternative Bezeichnungen:
Spitzblättriger Ahorn
Familie:
Aceráceae (Ahorngewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 30 m
Licht-Verhältnisse: Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Basisch
Aussaat: Okt - Mär
Blüte: Apr - Mai, Farbe: Gelb, Grün
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Der Spitz-Ahorn ist in weiten Teilen Europas und Kleinasiens beheimatet. Er wächst vorwiegend in Laubmischwäldern oder an Waldrändern und bevorzugt tiefgründige, mäßig feuchte, kalkhaltige Böden in halbschattiger Lage.
Verwendung der Pflanze
Das Holz des Baumes wird z.B. zur Herstellung von Stühlen und Tischen, von Musikinstrumenten und Holzspielzeug oder als Parkettholz verwendet. Es ist mäßig hart, elastisch, druckfest und in trockenem Zustand auch dauerhaft.
Der im Frühjahr durch Überdruck fließende Saft wird vor allem in Nordamerika angezapft, um ihn als Ahornsirup zu essen.
Aufgrund seines weit auslaufenden Wurzelsystems ist der Baum gut als Bodenschutz und für die Bodenstabilisierung geeignet.

Rosmarin

(Rosmarínus officinális)
Alternative Bezeichnungen:
Antonkraut, Weihrauchkraut, Brautkraut, Tau des Meeres
Familie:
Labiátae (Lippenblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Halbstrauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 200 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Mager, Humos
Blüte: Apr - Jun, Farbe: Weiß, Lila, Blau
Pollen / Nektar: Kaum/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Sep
Eigenschaften:
Immergrün, Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide



Allgemeine Informationen
Rosmarin ist ursprünglich im westlichen und zentralen Mittelmeerraum beheimatet. Die Pflanze bevorzugt nährstoffarme, humusreiche, trockene, durchlässige, kalkreiche Böden an sonnigen Standorten und gedeiht am besten in Gebieten mit trockenen und heißen Sommern sowie milden und feuchten Wintern. Sie ist nur bedingt winterhart.
Verwendung der Pflanze
Rosmarin ist ein beliebtes aromatisches Küchengewürz. Es schmeckt harzig und leicht bitter.
Aufgrund des angenehmen, intensiven Geruchs wird die Pflanze in der Parfümherstellung verwendet.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Blätter der Pflanze sollten am besten kurz vor der Blütezeit gesammelt werden. Aber auch die Blüten selbst können gesammelt, getrocknet und z.B. zu Tee verarbeitet werden. Dieser wirkt entzündungshemmend, antiseptisch, krampflösend, Harn treibend, schützt vor freien Radikalen und hemmt das Pilz- und Bakterienwachstum. Der Tee hilft bei Erschöpfung und niedrigem Blutdruck und wirkt stärkend auf Herz und Kreislauf. Außerdem können nervöse Herzbeschwerden und Herzrhythmusstörungen mit Rosmarin behandelt werden. Desweiteren kann die Pflanze als Mittel zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und der Gedächtnisleistung verwendet werden. Sie wirkt zudem Schlaganfall und Altersdemenz vorbeugend, stärkt die Immunabwehr und hilft bei Menstruationskrämpfen und Wechseljahresbeschwerden sowie bei Verdauungsbeschwerden wie z.B. Blähungen oder Völlegefühl.
Äußerlich angewendet hilft z.B. eine Rosmarin-Tinktur bei Rheuma und chronischen Gelenk- und Muskelschmerzen, bei Kopfschmerzen und Migräne, bei Krampfadern sowie bei Durchblutungsstörungen der Haut.
Aufgrund der starken Wirkung der in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle ist Vorsicht geboten für Menschen, die an Atemwegserkrankungen leiden (z.B. Asthma), da unter Umständen Atemnot ausgelöst werden kann.

Raps

(Brássica nápus)
Alternative Bezeichnungen:
Ölraps
Familie:
Crucíferae (Kreuzblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Zwei-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 150 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Nährreich
Aussaat: Aug - Sep
Blüte: Apr - Sep, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Sehr viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Nov
Eigenschaften:
Tiefwurzler
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Raps ist eine aus dem östlichen Mittelmeerraum stammende Kulturpflanze, die mittlerweile weltweit verbreitet ist. Er ist ein Hybrid aus den beiden Arten Rübsen (Brássica rápa) und Gemüsekohl (Brássica olerácea). Die Pflanze wächst bevorzugt auf tiefgründigen, frischen, nährstoffreichen Lehmböden. Die Wurzeln reichen tief ins Erdreich.
Verwendung der Pflanze
Die Samenkörner der Pflanze haben einen sehr hohen Ölgehalt. Daher wird Raps zur Öl-Gewinnung und als Futterpflanze angebaut. Winterraps ist die in Europa am häufigsten angebaute Ölfruchtart. Die Pressrückstände der Ölgewinnung sind ein hochwertiges Tierfutter.

Stachelbeere

(Ríbes úva-críspa)
Familie:
Saxifragáceae (Steinbrechgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 200 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Basisch, Nährreich
Blüte: Apr - Mai, Farbe: Weiß, Rot, Grün
Pollen / Nektar: Kaum/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Aug
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Die Stachelbeere ist in Mitteleuropa und Teilen Asiens recht häufig zu finden. Sie wächst bevorzugt auf mäßig feuchten bis feuchten, nährstoffreichen, lockeren, kalkhaltigen Lehmböden in mäßig sonniger und windgeschützter Lage, verträgt jedoch auch Schatten. Die Pflanze kommt in Hecken, Auen und Laubwäldern vor.
Verwendung der Pflanze
Die Früchte sind essbar und schmecken recht sauer. Sie sollten nur in reifer Form gegessen werden. Der Verzehr größerer Mengen unreifer Früchte kann durchaus tödlich enden.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Stachelbeere ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und stärkt daher die körpereigene Abwehr. Aufgrund ihres hohen Siliziumgehaltes ist sie gut für das Bindegewebe. Außerdem wirkt die Stachelbeere entgiftend, Blut reinigend, Appetit anregend, entwässernd und Darm reinigend. Sie regt die Verdauung an.

Vogel-Kirsche

(Prúnus ávium)
Alternative Bezeichnungen:
Süß-Kirsche, Wild-Kirsche, Wald-Kirsche, Hirschbeere, Knorpel-Kirsche, Herz-Kirsche
Familie:
Rosáceae (Rosengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 20 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Basisch, Nährreich, Humos
Blüte: Apr - Mai, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Sehr viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Jun - Jul
Eigenschaften:
Essbar
Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Vogel-Kirsche ist in weiten Teilen Mitteleuropas, im Mittelmeergebiet sowie im südlichen Mittelasien beheimatet. Sie ist jedoch auch in Nordamerika, Nordafrika oder Vorderindien zu finden. Die Wildform wächst in Laub- und Nadelmischwäldern, an Waldrändern, oder in Hecken und bevorzugt frische, mittel- bis tiefgründige, nährstoff- bis basenreiche Lehm- oder Mullböden. Sie mag Wärme und ist ein Halbschattengewächs.
Verwendung der Pflanze
Süß-Kirschen werden als Obst angebaut und schmecken erfrischend saftig und süß. Sie verfügen über zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe.
Die Blüten sind essbar und können als Zutat für Tee, Sirup, Blütenwasser, Salben oder Tinkturen verwendet werden.
Kirschbaumholz ist ein relativ hartes und schweres Holz und wird häufig im Möbelbau verwendet.

Kultur-Apfel

(Málus doméstica)
Familie:
Rosáceae (Rosengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Asien
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 15 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Nährreich
Blüte: Apr - Jun, Farbe: Weiß, Rot
Pollen / Nektar: Sehr viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Nov
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Der Kulturapfel ist eine besondere Zuchtform, die vermutlich durch Kreuzung mit dem Holzapfel und anderen Wildformen entstanden ist. Ursprünglich stammt der Apfel mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Asien. Heute gibt es zahlreiche Züchtungen, die in Sommer-, Herbst- und Winterapfelsorten unterschieden werden.
Die Pflanze wächst auf mäßig nährstoffreichen, feuchten, aber wasserdurchlässigen Böden.
Wissenswertes
Das Holz des Apfelbaumes ist hart und schwer und zählt zu den Edelhölzern.
Verwendung der Pflanze
Der Apfel ist eine gesunde Frucht, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist.
Neben dem Rohverzehr werden Äpfel auch zu Mus, Fruchtsäften und Apfelwein verarbeitet. Zusammen mit Honig kann Apfelsaft auch zu Met vergoren werden.
Auch die Blüten sind essbar und können als Zutat für Tee, Sirup, Blütenwasser, Salben oder Tinkturen verwendet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Der Verzehr von rohen Apfelfrüchten wirkt abführend, Blut reinigend und keimtötend. Regelmäßig gegessen wird das Risiko, an Herz- und Gefäßleiden, Asthma und Lungenfunktionsstörungen, Diabetes und Krebs zu erkranken, reduziert.
Er wirkt sich zudem positiv auf das Verdauungssystem (wie z.B. Stuhlträgheit, aber auch Durchfall) aus. Auch bei Rheuma, Gicht, Arteriosklerose und anderen Stoffwechselerkrankungen hilft der Verzehr von Äpfeln.
Ein Tee aus Apfelschalen hilft bei Nervosität und geistiger Erschöpfung.

Birnbaum

(Pýrus commúnis)
Alternative Bezeichnungen:
Kultur-Birne
Familie:
Rosáceae (Rosengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 20 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Nährreich
Blüte: Apr - Mai, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide

© Przykuta, Wikimedia Commons
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Allgemeine Informationen
Die Kultur-Birne ist eine alte hybridogene Kulturpflanze, die aus mehreren in Europa und Westasien verbreiteten Wildarten entstanden ist. Der Baum bevorzugt einen eher trocken-warmen und sonnigen Standort auf basenreichen, tiefgründigen, nährstoffreichen Lehmböden. Birnbäume können bis zu 150 Jahre alt werden.
Verwendung der Pflanze
Die Früchte des Birnbaums sind saftig und schmecken süß. Hinsichtlich ihrer Nutzungsform werden sie in Tafel-, Koch- oder Mostsorten unterteilt.
Eine Weiterverarbeitung der Früchte zu Trockenfrüchten, Sirup, Marmelade, Saft oder Obstbrand ist ebenfalls verbreitet.
Das dauerhafte Holz ist ein beliebtes Tischlerholz und wird z.B. im Musikinstrumentenbau verwendet.

Gemeine Rosskastanie

(Aesculus hippocástanum)
Alternative Bezeichnungen:
Gewöhnliche Rosskastanie, Weiße Rosskastanie
Familie:
Hippocastanáceae (Rosskastaniengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 30 m
Licht-Verhältnisse: Halb-Schatten, Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Basisch, Nährreich
Blüte: Apr - Mai, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Gemeine Rosskastanie ist auf dem Balkan, in Indien und in Zentralasien heimisch. Sie ist jedoch auch in Mitteleuropa weit verbreitet. Sie wächst an schattigen bis halb-schattigen Standorten auf frischen bis feuchten, tiefgründigen, basen- sowie stickstoffreichen Böden.
Wissenswertes
Die Früchte sind für den Menschen ungenießbar.
Verwendung der Pflanze
Klein geschnittene Kastanien, die mit kochendem Wasser übergossen werden, ergeben seifiges Wasser, das zum Waschen von Körper und Kleidungsstücken verwendet werden kann.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Rosskastanie eignet sich sowohl für die innere als auch für die äußere Anwendung. Sie stärkt die Blutgefäße und hilft bei Krampfadern, Hämorrhoiden, Wadenkrämpfen, geschwollenen Füßen oder Arteriosklerose. Sie kann zudem Arterien von Ablagerungen befreien. Man kann die getrockneten und geschnittenen Samen und Blüten in Maßen als Tee oder Tinktur verwenden.
Außerdem wirken Kastanien schmerzstillend, beruhigend, stärkend und auswurffördernd, so dass sie zum Beispiel bei Husten helfen können.
Auch bei Entzündung der Verdauungsorgane und bei Durchfall können Kastanien als Tee, Tinktur oder Pulver helfen.
Ein Tee aus den Blättern hilft bei Fieber und Keuchhusten und wirkt stärkend, durchblutungsfördernd und entwässernd.
Auch die Rinde des Baumes wirkt als Tee entzündungshemmend, zusammenziehend, harntreibend, fiebersenkend, schmerzlindernd und stärkend. Bei Problemen mit der Haut hilft die Rinde äußerlich bei Ekzemen oder Geschwüren.

Bärlauch

(Állium ursínum)
Alternative Bezeichnungen:
Bären-Lauch, Wilder Knoblauch, Wald-Knoblauch, Hexenknofel, Zigeunerlauch, Knoblauchspinat
Familie:
Liliáceae (Liliengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Rosettenartig
Wuchshöhe: max. 50 cm
Licht-Verhältnisse: Halb-Schatten, Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Nährreich, Humos
Blüte: Apr - Jun, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Kaum/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Jun - Jul
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze, Schnecken resistent
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Bärlauch ist in Europa und Teilen Asiens heimisch. Er wächst in Auen- und Laubwäldern, unter Sträuchern und Hecken oder an Bächen und bevorzugt feuchte, humose, kalk- und nährstoffreiche Böden.
Verwendung der Pflanze
Die Blätter sollten am besten frisch gegessen werden, da ihr Geschmack so noch am intensivsten ist. Sie sollten noch vor Beginn der Blüte geerntet werden. Die Zwiebeln können Ölen eine angenehm aromatische Würznote verleihen.
Für Pferde, Hasen, Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen ist Bärlauch giftig.
Heilwirkungen der Pflanze
Bärlauch wirkt entgiftend, regt die Magensäfte an, hemmt Entzündungen und senkt den Cholesterinspiegel. Er hilft allgemein bei Magen- und Darmbeschwerden, Blähungen und Appetitlosigkeit. Klein geschnittene Blätter sind ein natürliches Antibiotikum und helfen bei Pilzbefall. Bärlauch hat einen positiven Effekt auf Leber und Galle, regt die Harnbildung an und beugt Arterienverkalkung vor.
Außerdem wirkt er Blutdruck senkend. Er schützt vor Herzinfarkt und Schlaganfall und hilft bei Durchblutungsstörungen.
Die Pflanze hat eine entschleimende Wirkung und wirkt auswurffördernd.
Auch bei Hautproblemen wie Akne, Ekzemen und Ausschlägen kann Bärlauch die Heilung unterstützen.

Blaubeere

(Vaccínium myrtíllus)
Alternative Bezeichnungen:
Heidelbeere, Schwarzbeere, Staudelbeere, Waldbeere
Familie:
Ericáceae (Heidekrautgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordamerika, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Halbstrauch
Wuchsform: Kriechpflanze
Wuchshöhe: max. 50 cm
Licht-Verhältnisse: Halb-Schatten
Boden: Feucht, Sauer, Mager, Humos
Blüte: Apr - Jun, Farbe: Weiß, Rot, Lila
Pollen / Nektar: Kaum/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Sep
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Blaubeere ist in ganz Europa, Nordafrika, Nordamerika und im nördlichen Asien beheimatet. Sie wächst auf sauren, humosen, nährstoffarmen, kalkfreien, sandigen oder torfigen Böden in Laub- und Nadelwäldern sowie in Heidelandschaften und Moorgebieten. Die Blaubeere nimmt Wurzelpilze (Mykorrhiza) bei der Aufnahme von Nährstoffen zur Hilfe.
Wissenswertes
Die Pflanze dient zahlreichen Tierarten als wichtige Futterpflanze.
Verwendung der Pflanze
Die wohlschmeckenden Beeren der Pflanze sind reich an Vitaminen und sonstigen Nährstoffen. Sie können getrocknet oder frisch gegessen werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Heidelbeeren wirken Keim tötend und helfen bei Entzündungen. Sie schützen zudem vor freien Radikalen und Übersäuerung. Die Beeren helfen bei Magenbeschwerden und Durchfall. Außerdem hält der Verzehr von Blaubeeren die Blutgefäße elastisch und unterstützt die Blutbildung. Auch bei einer Blasenentzündung können die Früchte helfen.
Die Blätter sollten nur in Maßen und nicht dauerhaft verzehrt werden. Äußerlich angewendet kann ein Tee aus getrockneten Blättern bei Halsschmerzen und entzündetem Zahnfleisch helfen.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Früchte

Elsbeere

(Sórbus torminális)
Alternative Bezeichnungen:
Ruhrbaum, Schöne Else, Ruhrbirne, Schweizer Birnbaum
Familie:
Rosáceae (Rosengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 30 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch
Blüte: Mai - Jun, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Sep
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide

© Rosenzweig, Wikimedia Commons
CC-BY-SA-3.0
Allgemeine Informationen
Die Elsbeere ist hauptsächlich in Mittel- und Südeuropa verbreitet. Vermutlich stammt sie ursprünglich aus dem Kaukasus. Sie wächst an Waldrändern, in lichten Wäldern oder auf Hängen mit südlicher Ausrichtung und bevorzugt mäßig trockene, zumeist kalkhaltige, durchlässige, tiefgründige Böden in sonniger Lage. Ansonsten ist der Baum recht anspruchslos, jedoch konkurrenzschwach.
Verwendung der Pflanze
Das Holz der Elsbeere zählt auf dem Holzmarkt zu den teuersten und wurde im Jahre 1900 zum schönsten Holz der Welt gewählt. Es ist bei Schreinern und Drechslern gefragt, aber auch im Musikinstrumentenbau und weist eine hohe Belastbarkeit, Elastizität und Festigkeit auf.
Die Früchte sind essbar und reich an Vitamin C. Das Fruchtfleisch ist körnig und schmeckt süßlich-sauer. Sie können zu Kompott, Marmelade, Gelee, Fruchtsaft oder Schnaps verarbeitet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Die essbaren Früchte helfen bei Ruhr und anderen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich.

Speierling

(Sórbus doméstica)
Alternative Bezeichnungen:
Sperberbaum, Spierapfel, Sorbenbaum, Sperbe
Familie:
Rosáceae (Rosengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 25 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Nährreich
Blüte: Mai - Jun, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Sehr viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Der Speierling ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Nordafrika und Kleinasien zu finden. Der Baum wächst vor allem in Eichen-Hainbuchen-Wäldern und bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, kalkhaltige, nährstoffreiche, steinige Lehmböden in warmer und geschützter Lage. Er ist ein ausgesprochener Einzelgänger und sehr konkurrenzschwach. Die seltene Baumart wächst sehr langsam und kann ein Alter von bis zu 400 Jahren erreichen.
Wissenswertes
Die Früchte werden gern von Vögeln und Säugetieren wie z.B. Nagetieren, Rehen, Wildschweinen und Füchsen gefressen.
Verwendung der Pflanze
Die Früchte des Baumes sind essbar, enthalten jedoch reichlich Gerbstoffe und wirken beim Verzehr zusammenziehend und hinterlassen ein pelziges Gefühl. Früchte, die einige Wochen nachgereift sind, schmecken etwas milder.
Unreife Früchte werden teils als Zutat bei der Herstellung von Apfelwein genutzt. Dieser Speierling-Apfelwein wird dadurch etwas herber im Geschmack.
Der Speierling bildet ein wertvolles, sehr schweres, zähes, elastisches, hartes Holz. Es wird für den Bau von Werkzeugen, Musikinstrumenten und Möbeln sowie beim Schnitzen und Drechseln verwendet.
Heilwirkungen der Pflanze
Die unreifen Früchte des Speierlings wirken zusammenziehend und helfen bei Magen- und Darmbeschwerden (z.B. Durchfall). Sie können auch als Brechmittel verwendet werden.
Der Verzehr reifer Früchte wirkt kräftigend und vitalisierend.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Früchte

Echter Salbei

(Sálvia officinális)
Alternative Bezeichnungen:
Garten-Salbei, Heilsalbei, Schmale Sofie, Zahnblatt
Familie:
Labiátae (Lippenblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Halbstrauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 70 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Mager
Blüte: Mai - Jul, Farbe: Weiß, Lila
Pollen / Nektar: Kaum/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Sep
Eigenschaften:
Immergrün, Essbar, Heilpflanze, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Nacht-Weide



Allgemeine Informationen
Der Echte Salbei stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Die Pflanze bevorzugt einen warmen Standort mit kalkreichem, steinigem und trockenem Boden.
Wissenswertes
Sämtliche Pflanzenteile besitzen einen stark aromatischen Duft. Als Räucherwerk soll die Pflanze reinigen, desinfizieren, die Konzentration fördern und dabei helfen, sich gegen belastende Einflüsse abzugrenzen.
Verwendung der Pflanze
Salbei ist nahezu ein Allheilmittel. Aber auch ein wohlschmeckendes Gewürzmittel für Speisen. Es sollte jedoch erst zum Schluss hinzugegeben werden, da es beim Erwärmen sein Aroma verliert. Salbei riecht aromatisch und schmeckt würzig und leicht bitter.
Heilwirkungen der Pflanze
Salbei wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, antioxidativ, Schweiß hemmend und zusammenziehend. Er hilft bei Fieber, Heiserkeit, Halsschmerzen, Mund-, Hals- und Rachenentzündungen, Husten und sonstigen Erkältungskrankheiten. Er stärkt die Lungenfunktion. Außerdem unterstützt Salbei bei der Verdauung und kräftigt den Magen. Er fördert den Stoffwechsel.
Salbei hilft bei Wechseljahres- und Menstruationsbeschwerden. Spülungen können Weißfluss reduzieren. Bei stillenden Müttern führt Salbeitee zu verminderter Milchproduktion, was während der Abstillphase hilfreich sein kann.
Äußerlich angewendet kann Salbei bei Insektenstichen, Juckreiz, schlecht heilenden Wunden, Ekzemen und Geschwüren helfen.
Salbei-Öl wirkt kräftigend, Appetit anregend und Krampf lösend.
Das Kauen von Salbei-Blättern hilft bei Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch und reinigt die Zähne. Durch Salbei kann die Konzentration gesteigert und das Gedächtnis verbessert werden. Auch bei der Verarbeitung von Stress kann Salbei helfen.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter

Echte Brombeere

(Rúbus fruticósus)
Alternative Bezeichnungen:
Hundsbeere, Braunbeere
Familie:
Rosáceae (Rosengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordamerika, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Kletterpflanze
Wuchshöhe: max. 250 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Humos
Blüte: Mai - Aug, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Okt
Eigenschaften:
Immergrün, Essbar, Heilpflanze, Schnecken resistent, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Brombeere ist in den gemäßigten Zonen von Europa, Nordafrika, Vorderasien und Nordamerika verbreitet. Sie ist in lichten Wäldern, an Wald- und Wegrändern und in Gebüschen zu finden und bevorzugt kalk- und stickstoffreiche Böden. Sie ist ansonsten recht anspruchslos.
Wissenswertes
Brombeerhecken bieten vielen Vögeln (z.B. Rotkehlchen, Zaunkönig) Rückzugsräume. Die Blätter sind eine beliebte Nahrungsquelle für Schmetterlingsraupen.
Verwendung der Pflanze
Die Früchte sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und können frisch gegessen oder für die Zubereitung von Marmelade, Gelee oder Säften verwendet werden.
Aus den getrockneten Blättern kann Tee zubereitet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Brombeerblätter können als Tee oder Tinktur verwendet werden. Sie helfen bei Durchfall, Verschleimung der Atemwege und wirken Blut reinigend. Außerdem wirken sie lindernd bei Hautproblemen wie Ekzemen oder sonstigen Entzündungen (z.B. im Mund- und Rachenraum) und können bei schlecht heilenden Wunden zu Hilfe genommen werden. Die Früchte sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie helfen bei Fieber, Heiserkeit, Hämorrhoiden, wirken antioxidativ und zusammenziehend und stärken das Immunsystem.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Früchte

Gewöhnliche Robinie

(Robínia pseudoacácia)
Alternative Bezeichnungen:
Falsche Akazie, Silberregen, Scheinakazie
Familie:
Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Nordamerika
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 25 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht
Blüte: Mai - Jun, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Mäßig/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Giftig, Stark giftig, Tiefwurzler, Pionierpflanze, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Die Gewöhnliche Robinie ist ursprünglich im atlantischen Nordamerika beheimatet. Mittlerweile ist sie jedoch auch in Europa, Nordafrika sowie in West- und Ostasien zu finden. Der Baum zählt zu den Pionierpflanzen in Laubmischwäldern und trägt zur Waldregeneration nach Waldbränden oder Kahlschlägen bei. Er festigt den Boden und reichert ihn mit Stickstoff an. Ansonsten ist der Baum recht anspruchslos und wächst bevorzugt auf mäßig nährstoffreichen Sand- und Lehmböden.
Wissenswertes
Die Robinie ist stark giftig. Vor allem die Rinde und die Früchte können nach einem Verzehr tödlich wirken.
Verwendung der Pflanze
Das Holz der Robinie ist sehr widerstandsfähig, biegsam, fest und äußerst hart. Es wird vor allem im Schiff- und Möbelbau verwendet und dient als Alternative zu Tropenhölzern.

Saat-Esparsette

(Onóbrychis viciifólia)
Alternative Bezeichnungen:
Hahnenkamm, Futter-Esparsette
Familie:
Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 90 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Mager
Aussaat: Mär - Mai
Blüte: Mai - Jul, Farbe: Rot, Lila
Pollen / Nektar: Sehr viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Sep
Eigenschaften:
Tiefwurzler
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Saat-Esparsette ist in Süd-Ost-Europa sowie im westlichen Asien (z.B. Sibirien) beheimatet. Sie wächst in Steppengebieten, auf Halbtrocken- und Magerrasen, an Wegrändern oder in lichten Gebüschen und bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, magere, kalkhaltige, tiefgründige Lehmböden in warmer und sonniger Lage.
Verwendung der Pflanze
Esparsette ist für Pferde ein vollwertiger Haferersatz und wird aufgrund des hohen Vitamin- und Eiweißgehalts auch als Gesundheu bezeichnet.
Neben dem Anbau als Viehfutter wird die Pflanze auch häufig zur Bodenverbesserung gepflanzt.

Weißklee

(Trifólium répens)
Alternative Bezeichnungen:
Kriech-Klee
Familie:
Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Kriechpflanze
Wuchshöhe: max. 30 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Mager
Blüte: Mai - Okt, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Jun - Nov
Eigenschaften:
Heilpflanze
Stickstoff-Zeiger, Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Weißklee ist in Europa, Nordafrika, Südwest- sowie Zentralasien zu finden. Er wächst auf Weiden, an Wegrändern, auf Ödflächen oder an Feldrändern und bevorzugt frische, nährstoffreiche, lehmige Böden. Eine kurz gehaltene Grasnarbe befördert das Wachstum.
Verwendung der Pflanze
In der Landwirtschaft wird Weißklee häufig als Futterpflanze angebaut.
Außerdem reichert die Pflanze den Boden mit Stickstoff an.
Heilwirkungen der Pflanze
Aus den getrockneten Blüten kann ein Tee zubereitet werden, der Blut reinigend wirkt.
Ein mit dem Tee getränkter Umschlag hilft, rheumatische Schmerzen zu lindern.

Eingriffliger Weißdorn

(Crataegus monógyna)
Alternative Bezeichnungen:
Hagedorn, Winter-Kirsche, Mehlfässchen-Strauch, Einkern-Weißdorn
Familie:
Rosáceae (Rosengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 10 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch
Blüte: Mai - Jun, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Mäßig/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler, Heilpflanze, Pionierpflanze, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Der Eingrifflige Weißdorn ist in Mitteleuropa und Vorderasien verbreitet. Er wächst an Hecken, in Gebüschen und an Wald- und Wegrändern und bevorzugt kalkhaltige, eher trockene Böden an lichten Standorten. Die Pflanze zählt zu den Pioniergehölzen und kommt mit kargen, nährstoffarmen Böden zurecht.
Wissenswertes
Für zahlreiche Vogelarten sind die Früchte im Winter eine wichtige Nahrungsquelle. Im Frühjahr dienen die schwer zugänglichen Gebüsche als idealer Brutplatz.
Verwendung der Pflanze
Die Früchte können zu Fruchtaufstrichen weiterverarbeitet werden. Da sie nur wenig Eigengeschmack besitzen, werden sie häufig zusammen mit anderen Früchten gemischt. Sie können auch roh verzehrt werden.
Junge zarte Blätter können direkt als Salatbeilage verwendet werden.
Samen können als Kaffeeersatz dienen. Vor dem Aufbrühen müssen sie dazu zunächst geschrotet und geröstet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Weißdorn kann bei Herz- und Kreislauf-Erkrankungen verwendet werden. Ein Tee aus Blüten, Blättern oder Früchten wirkt Blutdruck senkend (reguliert jedoch auch niedrigen Blutdruck), stärkt die Herzmuskulatur und fördert die Durchblutung. Außerdem hilft er bei Kreislauf- und Herzrhythmusstörungen. Des weiteren wirkt die Pflanze beruhigend und kann bei Nervosität und Schlaflosigkeit helfen. Auch bei Kopfschmerzen und Migräne kann die Pflanze Linderung verschaffen.
Während der Schwangerschaft sollte die Pflanze nicht eingenommen werden.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Blüten, Früchte
Blüten und Blätter können im zeitigen Frühjahr geerntet werden (möglichst vormittags bei zunehmendem Mond), die roten, reifen Beeren im Herbst. Aus den getrockneten Blüten und Blättern kann ein Tee zubereitet werden. Dazu die Mischung mit kochendem Wasser übergießen und etwa 10 Minuten lang ziehen lassen. Die Früchte sollten vor der Zubereitung zunächst möglichst mit warmem Wasser übergossen werden und darin etwa 12 Stunden einweichen. Nach dieser Zeit diesen Ansatz kurz aufkochen und etwa 5 Minuten ziehen lassen.

Gewöhnlicher Natternkopf

(Échium vulgáre)
Alternative Bezeichnungen:
Drachenwurz, Stachelblume, Bettelmann, Blauer Heinrich
Familie:
Boragináceae (Rauhblattgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Zwei-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 100 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Mager
Aussaat: Aug - Okt
Blüte: Mai - Sep, Farbe: Lila, Blau
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Okt
Eigenschaften:
Heilpflanze, Schnecken resistent, Dachbegrünung, Pionierpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Der Gewöhnliche Natternkopf ist in Europa und Teilen Westasiens in einer Höhe von bis zu 1800 Metern zu finden. Er wächst bevorzugt auf trockenen bis halbtrockenen, steinigen Böden an Wegrändern, auf Schuttplätzen und Ödland.
Heilwirkungen der Pflanze
Äußerlich angewendet fördert ein Breiumschlag aus Wurzeln und Pflanzensaft die Wundheilung und hilft bei Furunkeln, Abszessen sowie bei Verletzungen des Bewegungsapparates.
Ein Tee aus frischem oder getrocknetem Kraut des Natternkopfes kann bei Atemwegserkrankungen und Erkältungen verwendet werden und hilft auch bei Kopfschmerzen. Von einer übermäßigen inneren Anwendung wird jedoch aufgrund einer leicht lebertoxischen Wirkung abgeraten.

Jakobsleiter

(Polemónium caerúleum)
Alternative Bezeichnungen:
Blaue Himmelsleiter, Sperrkraut
Familie:
Polemoniáceae (Sperrkrautgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 80 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Nährreich
Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Jun - Aug, Farbe: Blau
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Aug
Eigenschaften:
Schnecken resistent
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Jakobsleiter ist in Mitteleuropa (vor allem in den Bergen) beheimatet und wächst auf feuchten Wiesen, in felsigen Gegenden oder auf Kalkgestein und bevorzugt eher feuchte, nährstoffreiche Böden in sonniger Lage.

Acker-Senf

(Sinápis arvénsis)
Alternative Bezeichnungen:
Wilder Senf, Brauner Senf, Ackerkohl
Familie:
Crucíferae (Kreuzblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 60 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Basisch, Nährreich
Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Mai - Sep, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze, Pionierpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Der Acker-Senf ist ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet. Mittlerweile ist er jedoch in ganz Europa verbreitet. Er wächst auf Feldern, auf Brachland oder an Wegrändern und bevorzugt nährstoffreiche, kalkhaltige, lehmige Böden.
Wissenswertes
Die Pflanze verbreitet über ihre scharfen Senföle einen stechenden Geruch, der sie vor Fressfeinden und Pilzbefall schützt. Bei Kohlweißlingen ist sie jedoch beliebt.
Verwendung der Pflanze
Die Blätter der Pflanze schmecken scharf würzig und können als Gewürz verwendet werden. Nach längerem Kochen können sie als Gemüse verzehrt werden.
Die Blütenknospen lassen sich ähnlich wie Brokkoli zubereiten.
Die schwarzen Samen können zu Senf verarbeitet werden. Man kann sie auch keimen lassen und als Sprossen essen.
Heilwirkungen der Pflanze
Aus den zerstampften Samen lässt sich ein Breiumschlag anfertigen, der zwar die Haut reizt, gleichzeitig jedoch auch die Durchblutung anregt. Vor der Anwendung sollte die Haut daher mit einer fettenden Salbe geschützt werden. Die wärmende Wirkung kann vor allem bei Verspannungen und rheumatischen Beschwerden für Linderung sorgen.
Durch den Verzehr der Blätter, Sprossen oder Samen wird der Stoffwechsel und die Verdauung angeregt.

Klatsch-Mohn

(Papáver rhoeas)
Familie:
Papaveráceae (Mohngewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 90 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Basisch, Nährreich
Aussaat: Sep - Mär
Blüte: Mai - Jul, Farbe: Rot
Pollen / Nektar: Sehr viel/Nicht vorhanden
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Sep
Eigenschaften:
Giftig, Heilpflanze, Schnecken resistent, Dachbegrünung, Pionierpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Klatschmohn ist im europäisch-asiatischen Raum sowie in Nordafrika zu finden und dort häufig am Rand von Getreidefeldern anzutreffen. Die Pflanze tritt jedoch auch auf Schuttplätzen oder an Straßenrändern auf.
Verwendung der Pflanze
Die Blüten eignen sich als Zutat für Tees oder als Dekoration für Salate oder auf dem Brot.
Heilwirkungen der Pflanze
Klatschmohn kann bei Husten und Reizhusten, zur Beruhigung von Kleinkindern und als Tee gegen Schmerzen verschiedener Art eingesetzt werden.

Kornblume

(Centauréa cýanus)
Alternative Bezeichnungen:
Flockenblume
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 60 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Nährreich
Aussaat: Sep - Apr
Blüte: Mai - Sep, Farbe: Blau
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Sep
Eigenschaften:
Heilpflanze, Pionierpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide


Allgemeine Informationen
Die Kornblume stammt aus dem Mittelmeergebiet und bevorzugt mediterranes Klima. Die Pflanze wächst inmitten und am Rand von Getreidefeldern, in Hecken oder auf Ödland. Sie gedeiht auf eher trockenen, nährstoffreichen Böden.
Verwendung der Pflanze
Die Blüten eignen sich als Zutat für Tees oder als Dekoration für Salate oder auf dem Brot.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Kornblume besitzt eine entzündungshemmende Wirkung und kann bei kleinen Wunden, Geschwüren und Bindehautentzündungen verwendet werden. Außerdem kann sie bei Hautproblemen und Schuppenbildung helfen und gereizte Schleimhäute beruhigen, was z.B. Husten lindern kann.

Gewöhnlicher Faulbaum

(Rhámnus frángula)
Alternative Bezeichnungen:
Amselbaum, Pulverholz, Schusterholz
Familie:
Rhamnáceae (Kreuzdorngewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Strauch, Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 5 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Sauer, Mager
Aussaat: Okt - Mai
Blüte: Mai - Aug, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Giftig, Tiefwurzler, Heilpflanze, Färberpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide

© J.F. Gaffard Jeffdelonge at fr.wikipedia (photo by Jeffdelonge), Wikimedia Commons
CC-BY-SA-3.0
Allgemeine Informationen
Der Faulbaum ist in Europa, in Nordafrika (Marokko) sowie in Teilen Asiens (Westsibirien, Kaukasus) beheimatet. Er wächst in Auwäldern, an Waldrändern, in Mooren oder in Erlenbrüchen entlang von Gewässern und bevorzugt mäßig feuchte bis feuchte, durchlässige, eher saure, nährstoffarme, tiefgründige Böden in halbschattiger bis sonniger Lage. Die Pflanze kann ein Alter von mehr als 60 Jahren erreichen.
Wissenswertes
Sämtliche Pflanzenteile sind giftig. Der Verzehr kann zu Magen- und Darmbeschwerden wie z.B. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.
Die Früchte werden gern von Vögeln wie z.B. Drosseln gefressen.
Verwendung der Pflanze
Das Holz des Faulbaums ist relativ weich. Das Splintholz ist hell-gelblich, das Kernholz dunkelgelb bis rötlich gefärbt. Es kann z.B. für Drechsel- oder Tischlerarbeiten verwendet werden. Außerdem lässt sich aus dem Holz hochwertige Holzkohle herstellen.
Die Rinde kann zusammen mit den Blättern und Früchten zum Färben von Wolle, Baumwolle oder Seide verwendet werden und verleiht je nach Zusammensetzung gelbliche Farbtöne.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Pflanze wirkt abführend, entschlackend und stärkend. Außerdem regt sie den Gallenfluss an und hilft bei Leber- und Gallenbeschwerden (z.B. Gallensteine). Mundspülungen helfen bei Entzündungen der Mundschleimhaut.
Äußerlich angewendet kann die Pflanze in Form von Umschlägen bei Hautkrankheiten und Hämorrhoiden helfen.
Schwangere sowie stillende Mütter, Kinder und Personen, die an Darmverschluss oder entzündlichen Darmerkrankungen leiden, sollten von einer Anwendung der Pflanze unbedingt absehen.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Früchte, Rinde
Die Rinde sollte möglichst vor oder während der Blütezeit geerntet werden und muss vor der Verwendung 1-2 Jahre gelagert werden, da sie ansonsten giftig ist. Für eine Tee-Zubereitung zerkleinerte Rinde mit kaltem Wasser übergießen und mehrere Stunden ziehen lassen. Anschließend den Tee kurz aufkochen und abschließend abseihen.
Die grünen, unreifen Früchte besitzen eine ähnlich abführende Wirkung wie die Rinde. Sie sollten möglichst morgens auf nüchternen Magen gegessen werden.
Zu beachten ist, dass Abführmittel nur über einen kurzen Zeitraum und mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden sollten. Eine längerfristige Anwendung kann den Elektrolythaushalt des Körpers durcheinander bringen und als Folge zu Herzrhythmusstörungen führen.

Wald-Himbeere

(Rúbus idaeus)
Alternative Bezeichnungen:
Runzelbeere, Hindelbeere, Honigbeere
Familie:
Rosáceae (Rosengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordamerika, Asien
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 200 cm
Licht-Verhältnisse: Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Sauer, Nährreich
Blüte: Mai - Aug, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Jun - Sep
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Die Himbeere ist im gemäßigten und borealen Europa, in Nordamerika sowie in Nordasien beheimatet. Die Pflanze wächst bevorzugt im Halbschatten auf Waldlichtungen und an Waldrändern auf nährstoffreichen Lehmböden.
Verwendung der Pflanze
Die Früchte schmecken fruchtig und sind erfrischend. Getrocknete Früchte und Blätter können Tee beigemischt werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Blätter der Himbeere besitzen Gerbstoffe und helfen daher bei Durchfall. Außerdem wirken sie Blut reinigend und zusammenziehend, stärken die Abwehrkräfte und unterstützen die Heilung von Entzündungen der Mundschleimhaut. Die Früchte wirken entzündungshemmend und antioxidativ, schützen die Blutgefäße und sind Harn treibend.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Früchte

Bocks-Johanniskraut

(Hypéricum hircínum)
Alternative Bezeichnungen:
Zitronen-Johanniskraut, Strauch-Johanniskraut
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 120 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Humos
Blüte: Mai - Aug, Farbe: Gelb
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Sep
Eigenschaften:
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Das Bocks-Johanniskraut ist im Mittelmeergebiet beheimatet und wächst dort an Fluss- und Bachufern oder in Auwäldern. Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte bis feuchte, durchlässige, humose Böden an halbschattigen bis sonnigen, warmen Standorten.
Verwendung der Pflanze
Aus den Blättern kann ein angenehm schmeckender und entspannender Tee zubereitet werden.

Wiesenknöterich

(Polýgonum bistórta)
Alternative Bezeichnungen:
Schlangen-Knöterich, Hasenohr, Hirschzunge, Mooszäpfchen
Familie:
Polygonáceae (Knöterichgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 100 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Feucht, Nährreich, Humos
Blüte: Mai - Aug, Farbe: Weiß, Rot
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide

© Hajotthu, Wikimedia Commons
CC-BY-SA-3.0
Allgemeine Informationen
Der Wiesenknöterich ist in Europa weit verbreitet. Er wächst auf Feuchtwiesen, in Auenwäldern oder in Ufer-Bereichen und zeigt Feuchte an. Die Pflanze bevorzugt feuchte, humose, nährstoffreiche, stickstoffhaltige Böden.
Verwendung der Pflanze
Frische, junge Blätter der Pflanze können als Salat-Beilage verwendet werden. Sie sollten jedoch in Maßen gegessen werden, da sie Oxalsäure enthalten.
Die Wurzeln können ab Herbst ebenfalls verzehrt werden, nachdem sie gekocht wurden. Aufgrund ihres hohen Stärkegehaltes können sie getrocknet auch als Mehl-Beigabe verwendet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Das Rhizom hilft bei Entzündungen, Atemwegserkrankungen und Durchfall.

Acker-Rettich

(Ráphanus raphanístrum)
Alternative Bezeichnungen:
Hederich, Wilder Rettich
Familie:
Crucíferae (Kreuzblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 60 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Sauer, Nährreich
Blüte: Mai - Sep, Farbe: Weiß, Gelb
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide

© Joseolgon, Wikimedia Commons
CC-BY-SA-3.0
Allgemeine Informationen
Der Acker-Rettich ist im Mittelmeergebiet beheimatet und wächst auf Feldern, an Feldrändern sowie auf Ruderalflächen. Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte, eher saure, nährstoffreiche Lehmböden in halbschattiger bis sonniger Lage.
Verwendung der Pflanze
Die Pflanze ist vielseitig verwendbar: die Blätter können als Salat, die Wurzel kann ähnlich dem Meerrettich und die Samen können zu Senf verarbeitet werden. Junge Schoten können roh gegessen werden. Die knospigen Blütenstände können ähnlich wie Brokkoli zubereitet oder ebenfalls roh gegessen werden.

Sommer-Linde

(Tília platyphýllos)
Alternative Bezeichnungen:
Bastholz, Früh-Linde, Großblättrige Linde
Familie:
Tiliáceae (Lindengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 40 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Nährreich
Blüte: Mai - Jun, Farbe: Weiß, Gelb
Pollen / Nektar: Kaum/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Sommer-Linde ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Westasien beheimatet. Sie wächst in Schlucht- und Bergwäldern, an Waldrändern oder auf Feldern und bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige, lehmige Böden in warmer, halbschattiger bis sonniger Lage. Linden können bis zu 1000 Jahre alt werden.
Verwendung der Pflanze
Junge zarte Linden-Blätter können in Salaten verwendet werden, während Linden-Blüten als Aroma in Speisen oder als Lindenblüten-Tee Verwendung finden.
Das helle Holz der Linde kommt häufig in der Bildhauerei, der Schnitzerei und der Drechslerei zum Einsatz. Außerdem können die Fasern (Bast) des weichen Lindenholzes zur Herstellung von Seilen, Matten, Taschen und Kleidung verwendet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Lindenblüten-Tee hilft bei Erkältung und grippalen Infekten, stärkt die Abwehrkräfte und wirkt Schweiß treibend, beruhigend und Reiz lindernd. Die enthaltenen Schleimstoffe helfen zudem bei trockenem Reizhusten.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Blüten
Blattknospen können roh gegessen werden. Beim Kauen entfalten sich die Schleimstoffe im Mund.

Schnittlauch

(Állium schoenóprasum)
Alternative Bezeichnungen:
Graslauch, Binsenlauch
Familie:
Liliáceae (Liliengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordamerika, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 40 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Feucht, Nährreich, Humos
Blüte: Mai - Aug, Farbe: Weiß, Lila
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Sep
Eigenschaften:
Essbar, Schnecken resistent, Dachbegrünung
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide, Nacht-Weide



Allgemeine Informationen
Schnittlauch kommt inzwischen in ganz Europa vor und bevorzugt kalkhaltige, humose und feuchte Lehmböden.
Verwendung der Pflanze
Die oberirdischen Röhrenblätter können mehrmals im Jahr geerntet werden. Sie gehören zu den sogenannten "Feinen Kräutern" und dienen als Küchengewürz für zahlreiche Gerichte. Aber auch die Blüten können gegessen werden.
Der intensive Geruch des Schnittlauchs vertreibt Schädlinge.

Mittelmeer-Feuerdorn

(Pyracántha coccínea)
Alternative Bezeichnungen:
Feuerstrauch, Feuriger Busch
Familie:
Rosáceae (Rosengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 4.5 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht
Blüte: Mai - Jun, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Mäßig/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Nov
Eigenschaften:
Immergrün, Essbar, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Der Mittelmeer-Feuerdorn ist in Südeuropa und Kleinasien beheimatet. Der Strauch wächst bevorzugt auf trockenen bis mäßig feuchten, durchlässigen, schweren Böden in möglichst sonnigen Lagen. Ansonsten ist er recht anspruchslos.
Wissenswertes
Die Früchte dienen Vögeln (z.B. Amseln und Drosseln) als Nahrung. Aufgrund seines dichten Wuchses und der zahlreichen Dornen bietet der Strauch Vögeln zudem Schutz und Nistplätze.
Verwendung der Pflanze
Die Früchte gelten als schwach giftig und sollten roh nicht gegessen werden. Sie können jedoch zu Marmelade verarbeitet werden, die dann bedenkenlos verzehrt werden kann. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, die Kerne zu entfernen.

Rainfarnblättriges Büschelschön

(Phacélia tanacetifólia)
Alternative Bezeichnungen:
Phazelia, Bienenfreund, Büschelblume
Familie:
Hydrophylláceae (Wasserblattgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Nordamerika, Südamerika
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 80 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Mager
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Lila, Blau
Pollen / Nektar: Viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Stickstoff-Zeiger, Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem westlichen Nordamerika, der östlichen USA und Südamerika. Sie ist nicht winterhart.
Wissenswertes
Es ist bekannt, dass Buschelschön Hautallergien auslösen kann.
Verwendung der Pflanze
Buschelschön ist eine schnell wachsende Pflanze, die sich als Silagefutter und zur Gründüngung eignet. Sie ist ein Bodenverbesserer, der durch ein weit verzweigtes Wurzelwerk den Boden auflockert.

Leindotter

(Camelína satíva)
Alternative Bezeichnungen:
Dotterlein
Familie:
Crucíferae (Kreuzblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 120 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Nährreich, Humos
Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Mai - Jul, Farbe: Weiß, Gelb
Pollen / Nektar: Nicht vorhanden/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Jun - Aug
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide

© Fornax, Wikimedia Commons
CC-BY-SA-3.0
Allgemeine Informationen
Der Leindotter ist eine alte Kulturpflanze, die in Europa sowie in Teilen Südostasiens beheimatet ist. Er wächst auf Feldern, auf Ruderalflächen oder an Wegrändern und bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, nährstoffreiche, humose Böden in sonniger Lage.
Verwendung der Pflanze
Leindotter ist als Zwischenfrucht geeignet. Seine Vegetationsphase beträgt lediglich 120 Tage. Die Samen enthalten bis zu 40 Prozent Öl, das einen sehr hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren (insbesondere alpha-Linolensäure) besitzt. Die Samen können als Zutat für Brot und Getreidebrei verwendet werden.
Leindotter-Presskuchen lässt sich als wertvolles Tierfutter nutzen.
Leindotter-Öl kann zudem für die Herstellung von Lacken und Farben sowie für Kosmetikprodukte wie z.B. Cremes, Lotionen und Seife verwendet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Leindotter-Öl stärkt die Immunabwehr, wirkt antioxidativ und entzündungshemmend und schützt die Gefäße. Außerdem wirkt es Blutdruck senkend, hat einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel und hilft beim Schutz vor Krebserkrankungen.
Äußerlich angewendet hilft es bei Arthrose und unterstützt die Wundheilung.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Früchte

Gewöhnlicher Liguster

(Ligústrum vulgáre)
Alternative Bezeichnungen:
Gemeiner Liguster, Rainweide, Beinholz
Familie:
Oleáceae (Ölbaumgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 5 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht
Aussaat: Okt - Mär
Blüte: Jun - Jul, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Mäßig/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Giftig, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide, Nacht-Weide




Allgemeine Informationen
Der Gewöhnliche Liguster ist in Mittel- und Südeuropa sowie in den Kaukasusländern heimisch. Er wächst in sonnigen oder halbschattigen Lagen und ist sehr anspruchslos.
Wissenswertes
Viele Raupenarten nutzen den Strauch als Lebensraum, unter anderem der Namensgeber: der Ligusterschwärmer. Außerdem dienen die Früchte vielen verschiedenen Vogelarten (z.B. Mönchsgrasmücken, Gimpeln, Grünfinken, Amseln und Seidenschwänzen) und Nagetieren als Nahrung.
Hautkontakt mit den Blättern kann zu Reizungen führen (Liguster-Ekzem).
Verwendung der Pflanze
Das Holz des Liguster ist sehr hart und eignet sich sehr gut für Drechsler- und Schnitzarbeiten sowie zur Herstellung von Werkzeuggriffen.
Die reifen Beeren können als Farbstoff verwendet werden, der einen tiefblauen Farbton hinterlässt. Auch die Blätter und Rinde eignen sich als Farbstoff.

Hunds-Rose

(Rósa canína)
Alternative Bezeichnungen:
Hecken-Rose, Juckbeere, Hetschi-Petschi, Hiffenstrauch, Hagebutte, Hagrose
Familie:
Rosáceae (Rosengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 4 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Humos
Blüte: Mai - Aug, Farbe: Weiß, Rot
Pollen / Nektar: Mäßig/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Nov
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze, Pionierpflanze, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide, Nacht-Weide




Allgemeine Informationen
Die Hunds-Rose kommt in ganz Europa mit Ausnahme der nördlichsten Regionen, im Nordwesten Afrikas und in Vorderasien vor. Sie wächst an Straßen- und Wegrändern, in Gebüschen oder an Waldrändern und bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, humose oder steinige Lehm- und Sandböden, die basisch oder leicht sauer sein können.
Wissenswertes
Die in der Scheinfrucht enthaltenen Nüsse sind mit feinen Härchen besetzt, die Juckreiz oder allergische Reaktionen auslösen können. Sie sollten daher vor dem Verzehr entfernt werden.
Die Früchte dienen zahlreichen Tierarten als vitaminreiche Nahrungsquelle. So z.B. Vögeln wie den Grünfinken, Kernbeißern und Gimpeln.
Verwendung der Pflanze
Hagebutten können für Marmelade, Saucen, Tee, Likör oder Wein verwendet werden. Aus den Samen lässt sich Wildsamenöl pressen.
Die Pflanze wird außerdem als Bodenfestiger an Hängen und Böschungen sowie als Pioniergehölz verwendet.
Heilwirkungen der Pflanze
Da Hagebutten reich an Vitaminen sind, eignen sie sich hervorragend zur Vorbeugung gegen Infektions- und Erkältungskrankheiten. Sie stärken das Immunsystem, wirken entzündungshemmend und dienen als Schutz vor freien Radikalen. Außerdem helfen Hagebutten bei Venenleiden, Zahnfleischerkrankungen und tragen zur Blutbildung bei.
Ein Aufguss aus den getrockneten Schalen wirkt harntreibend und abführend und kann daher bei Blasen- und Nierenleiden sowie bei Gicht und Rheuma helfen.
Mus aus Hagebutten wirkt Appetit anregend.
Hagebuttenkernöl unterstützt bei der Narbenheilung, regt die Zellerneuerung an und hilft bei entzündeter Haut.

Wiesen-Witwenblume

(Knautia arvénsis)
Alternative Bezeichnungen:
Acker-Witwenblume, Wiesen-Skabiose, Knautie, Krätzkraut, Grindkraut
Familie:
Dipsacáceae (Kardengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 80 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Mager
Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Jun - Aug, Farbe: Lila, Blau
Pollen / Nektar: Kaum/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Sep
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Die Wiesen-Witwenblume ist in Europa und Asien in Höhenlagen von bis zu 1500 Metern beheimatet. Sie wächst auf Fettwiesen, an Weg- und Waldrändern oder auf Feldern und bevorzugt nährstoffreiche, durchlässige, kalkhaltige Böden.
Verwendung der Pflanze
Zarte frische Blätter können als Salatbeilage verwendet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Die getrocknete Pflanze kann als Tee getrunken werden. Dieser wirkt entzündungshemmend und hilft bei Entzündungen der Atemwege sowie bei Verdauungsschwäche.
Äußerlich angewendet unterstützt eine angefertigte Tinktur die Wundheilung und hilft bei Ekzemen und Hautausschlägen.

Zweifarbige Flockenblume

(Centauréa dealbáta)
Alternative Bezeichnungen:
Rote Flockenblume
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 100 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht
Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Jun - Jul, Farbe: Weiß, Rot, Lila
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Aug
Eigenschaften:
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Zweifarbige Flockenblume ist im Kaukasus beheimatet und dort auf Bergwiesen oder an Felshängen in Höhen von bis zu 2400 Metern zu finden. Sie wächst bevorzugt auf mäßig feuchten, durchlässigen sandig-lehmigen Böden an halbschattigen bis sonnigen Standorten.

Esskastanie

(Castánea satíva)
Alternative Bezeichnungen:
Marone, Edelkastanie
Familie:
Fagáceae (Buchengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 35 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Sauer, Humos
Blüte: Jun - Jul, Farbe: Gelb, Grün
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Okt - Nov
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Esskastanie ist im Mittelmeerraum und in Kleinasien zu finden. Ursprünglich ist sie vermutlich im Kaukasus beheimatet. In Deutschland wächst der Baum vorrangig in Weinanbaugebieten. Er benötigt eine gewisse Jahres-Wärmemenge und ist empfindlich gegenüber Spätfrost im Frühjahr. Der Baum bevorzugt ozeanische Klimabedingungen und saure, frische, lockere und tiefgründige Böden.
Verwendung der Pflanze
Die Früchte (Maroni) sind essbar und reich an den Kohlenhydraten Stärke und Saccharose. Sie besitzen einen zart süßen, nussigen und etwas mehligen Geschmack. Maroni können entweder samt Schale geröstet oder gekocht und anschließend geschält werden.
Das Holz des Baumes ist leicht zu bearbeiten und weitgehend witterungs- und fäulnisbeständig. Es wird häufig zu Möbeln und Fenster- und Türrahmen verarbeitet, aber auch zu Gartenzäunen, Weidepfosten oder Weinfässern.
Die Borke kann zum Gerben von Leder verwendet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Blätter des Baumes können bei Husten, Bronchitis, zur Wundbehandlung und bei Durchfall verwendet werden. Sie wirken Schleim lösend, zusammenziehend und entzündungshemmend.
Außerdem besitzen die Blätter einen Keim tötenden Mechanismus. Dabei werden die Bakterien nicht abgetötet, sondern ein Extrakt aus den Blättern verhindert die Kommunikation der Bakterien untereinander sowie die Produktion von Toxinen.
Die Früchte sind reich an der Aminosäure Tryptophan, die zur Herstellung des "Glückshormons" Serotonin dient. Außerdem sind sie Nieren stärkend, wärmend und basisch und helfen bei der Entsäuerung des Körpers.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Früchte
Ein Brei aus den Früchten (Maroni) hilft bei Magen-Darm-Beschwerden. Dazu die Früchte kochen und zerdrücken und zusammen mit einem Brei aus Dinkelmehl, Wasser und etwas Süße (z.B. Süßholzpulver oder Honig) morgens essen.

Götterbaum

(Ailánthus altíssima)
Alternative Bezeichnungen:
Himmelsbaum, Bitteresche, Drüsiger Götterbaum
Familie:
Simaroubáceae (Bittereschengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Asien
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 30 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht
Blüte: Jun - Jul, Farbe: Gelb, Grün
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Sep
Eigenschaften:
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Ursprünglich stammt der Götterbaum aus China und dem nördlichen Vietnam. Mittlerweile ist der Baum, der selten älter als 100 Jahre wird, auch in Amerika, Europa, Afrika und Australien zu finden. Der Baum ist recht anspruchslos und verträgt volle Sonne sowie längere Trockenperioden. Der Boden sollte durchlässig und nicht zu nährreich sein. Der Baum ist sehr widerstandsfähig gegen verschmutzte Luft und Krankheiten. Empfindlich kann er auf extreme Kälte reagieren.
Verwendung der Pflanze
In China wird der Götterbaum zur Verfütterung an Seidenraupen gezüchtet.

Gewöhnlicher Hornklee

(Lótus corniculátus)
Alternative Bezeichnungen:
Schoten-Klee
Familie:
Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Kriechpflanze
Wuchshöhe: max. 40 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch
Aussaat: Mär - Jun
Blüte: Mai - Sep, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Kaum/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Tiefwurzler, Heilpflanze, Schnecken resistent
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Der Gewöhnliche Hornklee ist in weiten Teilen Europas und Asiens zu finden. Er wächst auf Wiesen, auf Weiden, an Wegrändern sowie in felsigem Gelände und bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, durchlässige, tiefgründige, basische Lehmböden in warmer und sonniger Lage.
Wissenswertes
Hornklee dient Raupen verschiedener Schmetterlingsarten als wichtige Nahrungsquelle. Die Raupen nehmen geringe Mengen der enthaltenen Blausäure auf und erhalten dadurch Schutz vor Fraßfeinden.
Verwendung der Pflanze
Die Pflanze ist aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes eine gute Futterpflanze. Außerdem reichert sie den Boden mit Stickstoff an.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Pflanze wirkt beruhigend und Krampf lösend und hilft bei Schlafstörungen, Nervosität und Angstgefühlen.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blüten
Aus den Blüten kann ein Tee zubereitet werden. Dazu die getrockneten Blüten mit kochendem Wasser übergießen und für etwa 10 Minuten ziehen lassen.

Schmalblättriges Weidenröschen

(Epilóbium angustifólium)
Alternative Bezeichnungen:
Wald-Weidenröschen, Stauden-Feuerkraut, Waldschlagweide, Waldschlagweidenröschen
Familie:
Onagráceae (Nachtkerzengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Nordamerika
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 180 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Nährreich
Blüte: Jun - Aug, Farbe: Rot, Lila
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze, Pionierpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide, Nacht-Weide




Allgemeine Informationen
Das Schmalblättrige Weidenröschen ist auf der Nordhalbkugel weit verbreitet und in Höhen von bis zu 2500 Metern zu finden. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Nordamerika. Sie wächst auf Waldlichtungen, an Flussufern, auf Ruderalflächen oder an Böschungen und bevorzugt frische, kalkarme, nährstoffreiche Lehmböden. Die Pflanze zählt zu den Pionierpflanzen und kann sich sehr schnell ausbreiten, wenn der Platz vorhanden ist.
Verwendung der Pflanze
Die jungen Triebe, Blüten und Blätter der Pflanze sind essbar und schmecken leicht säuerlich. Sie können als Salat oder Gemüse zubereitet werden. Die Stängel können ähnlich wie Spargel gegessen werden. Auch die Wurzel ist essbar und kann als Gemüse verzehrt werden. Geröstet kann sie zudem als Kaffeeersatz verwendet werden.
Getrocknet können die Blätter als Tee verwendet werden. In Russland ist fermentierter Weidenröschentee (Koptischer Tee) verbreitet, der im Geschmack dem schwarzen Tee ähnelt.
Aus den wolligartigen Samenständen können Kerzendochte geflochten oder Schnüre hergestellt werden. Gemischt mit Ziegenwolle lassen sie sich zudem zu Decken und Umhängen verarbeiten.
Heilwirkungen der Pflanze
Das Weidenröschen wirkt antimikrobiell, entzündungshemmend, harntreibend, vitalisierend und anregend. Als Tee zubereitet hilft die Pflanze bei Prostataerkrankungen, Blasen- und Nierenerkrankungen, Schleimhautverletzungen im Mund- und Rachenraum sowie bei Magen-Darmbeschwerden.
Äußerlich angewendet unterstützt die Pflanze bei der Wundheilung.

Zottige Wicke

(Vícia villósa)
Alternative Bezeichnungen:
Winter-Wicke, Sand-Wicke
Familie:
Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht, Kletterpflanze
Wuchshöhe: max. 180 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Humos
Aussaat: Aug - Okt
Blüte: Mai - Aug, Farbe: Weiß, Lila, Blau
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Sep
Eigenschaften:
Tiefwurzler
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Zottige Wicke ist in Europa, Nordafrika und Westasien beheimatet. Sie wächst an Wegrändern, auf Ackerflächen, auf Ruderalflächen oder auf Wiesen und bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, humose, sandig-lehmige Böden in halbschattiger bis sonniger Lage. Sie ist sehr trocken-resistent.
Verwendung der Pflanze
Die Zottige Wicke wird häufig als Futterpflanze angebaut oder als Gründüngung und Erosionsschutz verwendet.

Gemüse-Spargel

(Aspáragus officinális)
Alternative Bezeichnungen:
Gemeiner Spargel, Garten-Spargel
Familie:
Liliáceae (Liliengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 0 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht
Blüte: Jun - Jul, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide

Allgemeine Informationen
Spargel stammt ursprünglich aus Mittel- und Südeuropa, Vorderasien, Nordafrika und dem westlichen Sibirien. Er wächst auf lockeren, sandigen, nicht zu feuchten, kalkhaltigen Böden, die nicht allzu nährstoffreich sein sollten.
Verwendung der Pflanze
Spargel ist ein beliebtes Gemüse, dessen Ernte als sogenanntes "Spargel-Stechen" bezeichnet wird und bis Ende Juni andauert. Spargel sollte möglichst frisch gegessen werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Spargel wirkt antibakteriell, beruhigend, Krampf lösend, Schweiß treibend, Harn treibend und Blut reinigend. Außerdem regt er den Appetit an, fördert die Verdauung und hilft bei Verstopfung. Er lindert zudem Wechseljahres-Beschwerden.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Wurzel

Gewöhnlicher Blutweiderich

(Lýthrum salicária)
Alternative Bezeichnungen:
Blutkraut, Stolzer Heinrich
Familie:
Lythráceae (Blutweiderichgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Australien / Ozeanien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 200 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Feucht, Nährreich, Humos
Aussaat: Feb - Mär
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Rot, Lila
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Eigenschaften:
Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Der Gewöhnliche Blutweiderich ist in weiten Teilen Europas, Asiens und Australiens zu finden. Er ist häufig an Ufern, in Sümpfen, auf feuchten Wiesen oder in Gräben anzutreffen. Die Pflanze wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, kalkhaltigen, feuchten, humosen Lehm- und Tonböden an feuchten Standorten.
Wissenswertes
Für verschiedene Raupen ist die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle.
Verwendung der Pflanze
Junge Sprosse und Laubblätter können als Gemüse gegessen werden.
Aufgrund des hohen Gerbstoffgehalts wurde früher Leder mit Blutweiderichsaft gegerbt. Holz und Seile können damit imprägniert werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Blüten und Wurzelstock des Blutweiderichs können als Heilmittel verwendet werden und besitzen eine zusammenziehende, antibakterielle, blutstillende Wirkung. Sie helfen zudem bei Durchfall und stärken den Darm.
Aufgrund der Blutzucker senkenden Wirkung kann ein Tee der Pflanze vor Diabetes schützen. Auch bei Mundschleimhautentzündungen oder Halsschmerzen kann der Tee helfen.
Ein Umschlag aus dem Tee kann bei Wunden, Juckreiz, Entzündungen, Hauterkrankungen wie z.B. Ekzemen oder bei Hämorrhoiden helfen.

Inkarnat-Klee

(Trifólium incarnátum)
Alternative Bezeichnungen:
Blutklee, Rosenklee
Familie:
Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 40 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Basisch, Nährreich
Aussaat: Apr - Mai
Blüte: Mai - Aug, Farbe: Weiß, Rot
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Essbar
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide


Allgemeine Informationen
Inkarnat-Klee ist ursprünglich im Mittelmeergebiet beheimatet. Er ist jedoch auch in anderen Teilen Europas zu finden. Die Pflanze wächst auf Wiesen, auf Weiden oder an Feldrändern und bevorzugt durchlässige, mittlere bis leichte, kalkhaltige Böden in sonniger Lage.
Verwendung der Pflanze
Inkarnat-Klee ist essbar und wird auch häufig als Futterpflanze angebaut.

Echter Thymian

(Thýmus vulgáris)
Alternative Bezeichnungen:
Römischer Quendel, Kuttelkraut
Familie:
Labiátae (Lippenblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Halbstrauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 40 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Mager
Blüte: Mai - Okt, Farbe: Weiß, Lila
Pollen / Nektar: Kaum/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Immergrün, Essbar, Heilpflanze, Dachbegrünung
Bienen-/Hummel-Weide, Nacht-Weide



Allgemeine Informationen
Der Echte Thymian stammt aus dem westlichen Mittelmeerraum. Er wächst auf felsigen Hängen, an Wegrändern oder auf Trockenrasen und bevorzugt eher trockene, nährstoffarme, sandige Böden an sonnigen und warmen Standorten.
Wissenswertes
Thymian verbreitet einen aromatischen Duft, um vornehmlich bestäubende Insekten anzulocken und Schädlinge abzuwehren.
In der traditionellen Heilkunde kann er als Räucherwerk verwendet werden und soll reinigen, Lebensmut und Tatkraft stärken.
Verwendung der Pflanze
Die frisch geernteten oder getrockneten Blätter und Triebspitzen sind ein beliebtes Küchengwürz und gehören zu den "Kräutern der Provence".
Heilwirkungen der Pflanze
Aus den Blättern des Thymians kann ein Aufguss zubereitet werden, der auswurffördernd, beruhigend, entzündungshemmend, schleimlösend, krampflösend und antimikrobiell wirkt und daher zumeist bei Erkältungen, Husten und Bronchitis, Keuchhusten oder Asthma zum Einsatz kommt.
Außerdem fördert er die Durchblutung und senkt den Blutdruck, wirkt Blut reinigend, kräftigt das Immunsystem, belebt den Stoffwechsel, hilft bei Blähungen und reguliert die Magen- und Darmtätigkeit.
Äußerlich angewendet hemmt die Pflanze Entzündungen und hilft bei Hautunreinheiten, Ekzemen, Akne, schlecht heilenden Wunden und Warzen. Auch bei Verstauchungen, Quetschungen oder rheumatischen Gelenkbeschwerden kann das Einreiben mit einer Tinktur helfen.
Das Inhalieren der konzentrierten ätherischen Öle ist mit Vorsicht zu genießen und kann bei Asthmatikern einen Asthmaanfall auslösen.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter
Für eine Tee-Zubereitung das Kraut mit kaltem Wasser übergießen und kurz aufkochen lassen. Abschließend abseihen.

Echter Koriander

(Coriándrum satívum)
Alternative Bezeichnungen:
Wanzenkraut, Chinesische Petersilie
Familie:
Umbellíferae (Doldengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 90 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Mager
Aussaat: Mär - Mai
Blüte: Jun - Aug, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Kaum/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Sep
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Koriander stammt ursprünglich aus Vorderasien und dem Mittelmeerraum. Er wächst häufig auf Ödland an warmen und sonnigen Standorten und bevorzugt leichte, sandige, durchlässige, kalkhaltige Böden, hat aber ansonsten keine besonderen Ansprüche.
Verwendung der Pflanze
Koriander ist eines der ältesten Küchenkräuter und häufig Bestandteil des Currypulvers.
Die Samen sollten möglichst frisch gemahlen werden, da sie ansonsten ihr herkömmliches Aroma schnell verlieren.
Das frische Kraut kann ähnlich wie Petersilie verwendet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Korianderöl, das aus den Samen gewonnen wird, wirkt krampflösend, entwässernd, desinfizierend, antibakteriell und hemmt das Wachstum von Pilzen. Außerdem hilft es bei Blähungen, Verstopfung und Völlegefühl.
Koriander kräftigt das Immunsystem, fördert die Verdauung, regt den Appetit an, hilft bei der Ausleitung von Giftstoffen, lindert Rheumabeschwerden, wirkt depressiven Verstimmungen entgegen und besitzt eine Blutdruck senkende Wirkung.

Dreispitzige Jungfernrebe

(Parthenocíssus tricuspidáta)
Alternative Bezeichnungen:
Dreilappige Jungfernrebe, Wilder Wein, Mauerkatze
Familie:
Vitáceae (Weinrebengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Asien
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Kletterpflanze
Wuchshöhe: max. 20 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Humos
Aussaat: Jan - Mär
Blüte: Jun - Aug, Farbe: Gelb, Grün
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Okt - Nov
Eigenschaften:
Fassadenbegrünung
Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide

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CC-BY-SA-2.5
Allgemeine Informationen
Die Dreispitzige Jungfernrebe ist in Ostasien (Japan, China, Korea) beheimatet und wächst dort in Auengebüschen oder in feuchten Bergmischwäldern. Die Pflanze wächst bevorzugt auf mäßig feuchten, durchlässigen, humosen, mäßig nährstoffreichen Böden in halbschattiger bis sonniger Lage. Sie ist recht anspruchslos und kann ein Alter von über 50 Jahren erreichen.
Wissenswertes
Die Beeren sind eine beliebte Nahrungsquelle für Vögel (z.B. Stare). Außerdem dient das Laub als Versteck beim Nestbau.
Verwendung der Pflanze
Die Pflanze kann zur großflächigen Fassadenbegrünung verwendet werden. Dabei kommt sie ohne Rankhilfen aus.

Zwiebel

(Állium cépa)
Alternative Bezeichnungen:
Schalotte, Bolle
Familie:
Liliáceae (Liliengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Asien
Typ der Pflanze: Zwei-Jährig
Wuchsform: Rosettenartig
Wuchshöhe: max. 90 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Nährreich, Humos
Aussaat: Feb - Mär
Blüte: Jun - Aug, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Aug
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide


Allgemeine Informationen
Die Zwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen und wird bereits seit mehr als 5000 Jahren als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert. Es wird vermutet, dass sie ursprünglich aus Zentralasien stammt. Die Pflanze wächst bevorzugt auf humosen, nährstoffreichen, leichten bis mittelschweren, sandigen Lehmböden in sonniger, warmer Lage.
Wissenswertes
Es gibt zahlreiche Zwiebel-Sorten, z.B. die "Rote Braunschweiger" (rotfleischig) oder die "Stuttgarter Riesen" (weißfleischig). Sorten mit gelber Schale besitzen den größten Anteil an Quercetin (Flavonoid mit hoher antioxidativer Wirkung).
Heilwirkungen der Pflanze
Die Zwiebel wirkt antibakteriell und entzündungshemmed. Sie stärkt den Kreislauf und das Immunsystem, wodurch Infektionen vorgebeugt wird. Sie beugt zudem altersbedingten Gefäßkrankheiten und Tumorleiden vor. Sie senkt den Blutzucker und hilft bei Bluthochdruck, erhöhtem Blutfettspiegel, Durchblutungsstörungen sowie bei Atemwegserkrankungen. Außderm lindert sie Magen- und Darmbeschwerden.
Äußerlich aufgetragen hilft sie bei Insektenstichen und unterstützt die Wundheilung. So können angewärmte Zwiebelscheiben beispielsweise auf Geschwüre oder Nagelbettentzündungen gelegt werden. Zwiebelsaft hilft bei rheumatischen Beschwerden oder gegen Flechten, Haarausfall und Schuppen, wenn er eingerieben wird.

Felsen-Fetthenne

(Sédum rupéstre)
Alternative Bezeichnungen:
Tripmadam, Felsen-Mauerpfeffer
Familie:
Crassuláceae (Dickblattgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht, Kriechpflanze
Wuchshöhe: max. 30 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Mager
Blüte: Jun - Aug, Farbe: Gelb
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Dachbegrünung, Pionierpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Die Felsen-Fetthenne ist in Mitteleuropa beheimatet und wächst auf Felsen, an Mauern oder auf felsigen Rasenflächen. Die Pflanze bevorzugt eher trockene, kalkarme, magere, sandig-steinige Böden in warmer, halbschattiger bis sonniger Lage und zählt zu den Pionierpflanzen.
Wissenswertes
Die Felsen-Fetthenne ist eine Futterpflanze für Schmetterlinge wie z.B. den Apollofalter oder die Wolfsmilcheule.
Verwendung der Pflanze
Frische, nicht blühende Stängel sind essbar und leicht säuerlich im Geschmack. Sie können als Salatbeilage oder für Suppen verwendet werden.

Echte Engelwurz

(Angélica archangélica)
Alternative Bezeichnungen:
Arznei-Engelwurz, Angelikawurzel, Engelskraut, Brustwurz
Familie:
Umbellíferae (Doldengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordamerika, Asien
Typ der Pflanze: Zwei-Jährig, Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 250 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Nährreich, Humos
Aussaat: Sep - Nov
Blüte: Jun - Aug, Farbe: Weiß, Gelb, Grün
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide

© H. Zell, Wikimedia Commons
CC-BY-SA-3.0
Allgemeine Informationen
Die Echte Engelwurz ist in Nord- und Osteuropa sowie in Nordamerika, in Grönland und im nördlichen Asien zu finden. Sie wächst auf feuchten Wiesen, in Mooren oder in Uferbereichen und bevorzugt eher feuchte, durchlässige, tiefgründige, nährstoffreiche, humose Lehm- oder Tonböden in halbschattiger bis sonniger Lage.
Wissenswertes
Die Pflanze ist schwach giftig. Frischer Pflanzensaft kann bei Hautkontakt Reizungen verursachen. Außerdem wirkt die Pflanze phototoxisch, d.h. die Haut kann nach der Einnahme der Pflanze bei Sonneneinstrahlung lichtempfindlicher reagieren (Rötung, Juckreiz, Schuppenbildung).
Es besteht Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzen wie z.B. dem Gefleckten Schierling.
Verwendung der Pflanze
Die Wurzel kann als Gemüse zubereitet werden. Auch Blätter und Stängel sind essbar und schmecken fein aromatisch. Sie können als Zugabe für Suppen, Soßen oder Salate verwendet werden.
Die Samen und Wurzel dienen als Zutat für Magenliköre.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Pflanze wirkt antimikrobiell, entkrampfend und Schmerz lindernd. Sie regt zudem den Appetit an, fördert die Bauchspeicheldrüsen-Sekretion und hilft bei Verdauungsbeschwerden wie z.B. Blähungen und Völlegefühl.
Während der Schwangerschaft oder bei einem Magen-Darm-Geschwür sollte auf die Einnahme verzichtet werden.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Wurzel, Blätter, Samen
Die Einnahme kann als Tee erfolgen. Für die Zubereitung wird zumeist die getrocknete Wurzel verwendet. Dazu die zerkleinerte Wurzel mit kochendem Wasser übergießen, für etwa 10 Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen. Getrocknete Blätter (möglichst vor der Blüte geerntet) und Samen können ebenfalls verwendet werden und sind in der Wirkung etwas milder.

Weiße Melisse

(Népeta catária ssp. citriodóra)
Alternative Bezeichnungen:
Zitronen-Katzenminze
Familie:
Labiátae (Lippenblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 70 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Humos
Aussaat: Mär - Mai
Blüte: Jun - Aug, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Kaum/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Die Weiße Melisse ist in Europa beheimatet und wächst bevorzugt auf mäßig feuchten, durchlässigen, humosen, mäßig nährstoffreichen, lehmigen Böden an halbschattigen bis sonnigen und warmen Standorten.
Verwendung der Pflanze
Frische Blätter können als Salatbeilage oder für Desserts verwendet werden. Auch für die Zubereitung von Tee lässt sich die Pflanze verwenden. Selbst getrocknet behält sie ihr Aroma, das kurz vor der Blüte am intensivsten ist.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Weiße Melisse hilft bei nervösen Verdauungsbeschwerden und wirkt entspannend.

Winter-Zwiebel

(Állium fistulósum)
Alternative Bezeichnungen:
Winterhecken-Zwiebel, Sibirische Zwiebel, Lauchzwiebel, Frühlingszwiebel, Schnattra
Familie:
Liliáceae (Liliengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 100 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Humos
Aussaat: Feb - Apr
Blüte: Jun - Aug, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Sep
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide

Allgemeine Informationen
Die Winter-Zwiebel ist eine weit verbreitete Kulturpflanze, die vermutlich aus Sibirien und der Region um den Baikalsee stammt. Aber auch im Orient und in China ist sie zu finden und wird dort bereits seit langem angebaut. Die Pflanze wächst bevorzugt auf mäßig feuchten, durchlässigen, tiefgründigen, mäßig nährstoffreichen, humosen Böden in möglichst warmer und sonniger Lage.
Verwendung der Pflanze
Die Winter-Zwiebel ist relativ mild im Geschmack. Die Blätter hingegen schmecken schärfer als beispielsweise Schnittlauch oder Speisezwiebeln. Sie können roh oder gekocht verzehrt werden. Die Samen lassen sich frisch geerntet als Gewürz verwenden.
Heilwirkungen der Pflanze
Blätter und Zwiebel können roh gegessen werden und wirken antioxidativ, antibakteriell, antibiotisch, Appetit anregend, Fieber senkend, Harn treibend, Magen stärkend, Schleim lösend und Krebs vorbeugend.
Äußerlich angewendet helfen zerquetschte Zwiebel und Blätter als Umschlag bei Insektenstichen.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Wurzel, Blätter

Einjähriger Borretsch

(Borágo officinális)
Alternative Bezeichnungen:
Gurkenkraut, Blauhimmelstern, Liebäuglein, Wohlgemutsblume
Familie:
Boragináceae (Rauhblattgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 70 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Nährreich, Humos
Aussaat: Mär - Mai
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Blau
Pollen / Nektar: Mäßig/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze, Schnecken resistent
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide, Nacht-Weide




Allgemeine Informationen
Borretsch ist im Mittelmeerraum beheimatet, mittlerweile jedoch auch in Mittel- und Osteuropa sowie in Nordamerika zu finden. Die Pflanze wächst an Wegrändern, auf feuchten Wiesen, an Bachrändern oder auf Ödland und bevorzugt mäßig feuchte bis feuchte, durchlässige, humose, nährstoffreiche Böden an halbschattigen bis sonnigen Standorten. Ansonsten ist Borretsch recht anspruchslos.
Verwendung der Pflanze
Die Blätter, Blüten und Samen der Pflanze können gegessen werden.
Die frischen Blätter und Blüten eignen sich als Salatbeilage und besitzen einen gurkenähnlichen, erfrischenden Geschmack. Aus den Samen kann Öl gewonnen werden.
Borretschkraut enthält kleine Mengen Pyrrolizidinalkaloide, die als krebserregend, lebertoxisch und genschädigend gelten. Daher sollte es nur gelegentlich und in Maßen verzehrt werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Borretsch wirkt schleimlösend, entzündungshemmend, beruhigend, stimmungsaufhellend und schweißtreibend.
Die Blüten und Blätter der Pflanze können zur Blutreinigung, bei Hustenerkrankungen, Darmproblemen, Verstopfung, Depressionen, Menstruationsbeschwerden, Rheuma, Gicht und zur Entwässerung verwendet werden.
Borretschöl kann bei Ekzemen, Neurodermitis und stressbedingten Beschwerden verwendet werden.

Weißer Senf

(Sinápis álba)
Alternative Bezeichnungen:
Gelbsenf, Echter Senf
Familie:
Crucíferae (Kreuzblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 100 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Basisch, Nährreich, Humos
Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide

© Abrahami, Wikimedia Commons
CC-BY-SA-3.0
Allgemeine Informationen
Der Weiße Senf ist eine Kulturpflanze, die im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet ist. Sie wird weltweit angebaut und ist daher vorrangig auf Feldern anzutreffen. Verwildert kommt die Pflanze zerstreut auf Ruderalflächen oder an Feldrändern vor. Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, kalkhaltige, nährstoffreiche, sandig-lehmige Böden in halbschattiger bis sonniger Lage. Sie ist frostempfindlich.
Wissenswertes
Alle Pflanzenteile sind schwach giftig. Ein übermäßiger Verzehr kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Auf der Haut können bei falscher Anwendung von Senfumschlägen Entzündungen auftreten.
Verwendung der Pflanze
Aus reifen Samenkörnern wird milder Speisesenf hergestellt. Ganze Körner hemmen das Wachstum von Schimmel und Bakterien und werden daher häufig verwendet, um die Haltbarkeit von gesäuertem Gemüse zu verbessern. Der scharfe Geschmack entsteht erst nach dem Zermahlen der Körner und in Verbindung mit Flüssigkeit. Das Aroma verflüchtigt sich sehr schnell. Daher sollte Senf möglichst erst kurz vor dem Verzehr gemahlen werden.
Senf-Keimlinge und junge Blätter sind ebenfalls essbar. Sie sind scharf im Geschmack und können als Salatbeilage, Gewürz oder ähnlich wie Spinat verwendet werden.
Aus Senfsamen kann sowohl Speise- als auch Brennöl gewonnen werden. Vom Verzehr wird jedoch häufig abgeraten, da das Speiseöl neben ungesättigten Ölsäuren auch schädliche Fettsäuren enthält.
Weißer Senf ist eine sehr gute Gründüngungspflanze. Durch ihr stark verzweigtes und tief reichendes Wurzelsystem hilft die Pflanze bei Bodenverdichtungen und trägt zur Humusbildung bei.
Die Pflanze (ohne Früchte) bzw. vor der Blüte eignet sich als Futterpflanze für Tiere. Senf-Pressrückstände sollten nicht als Tierfutter verwendet werden. Die Verfütterung an Pferde kann z.B. tödlich enden.
Heilwirkungen der Pflanze
Gemahlene Senfkörner, die zu Speisesenf verarbeitet wurden, regen den Appetit an und unterstützen bei der Verdauung (Blähungen, Verstopfung). Senf wirkt zudem antibakteriell, Pilz hemmend, Schweiß treibend und Schleim lösend. Der Verzehr von scharfem Senf hilft dabei, die Atemwege zu befreien und kann die Beschwerden einer Nebenhöhlenentzündung lindern. Außerdem steigert er den Blutdruck und kann bei der Vorbeugung von Krebs helfen. Bei Magen-Darm-Erkrankungen wie z.B. Gastritis oder einem Magengeschwür sollte der Verzehr mit Vorsicht geschehen.
Der Verzehr der Blätter kann bei Diabetes helfen.
Äußerlich angewendet steigern Senfbreiumschläge die Durchblutung und wirken Haut reizend. Sie helfen bei Gelenk- und Nervenentzündungen sowie bei Krämpfen. Ihre wärmende Wirkung kann bei akuten Entzündungen jedoch auch nachteilig sein, da diese eher Kühlung benötigen. Empfindliche Körperstellen wie z.B. Gesichtsbereiche sollten nicht auf diese Art behandelt werden. Auch bei Nierenerkrankungen und Schilddrüsenunterfunktion sollte von einer Anwendung abgesehen werden.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Früchte

Samthaarige Stinkesche

(Tetradium daniellii)
Alternative Bezeichnungen:
Bienenbaum, Honigesche, Tausendblütenstrauch
Familie:
Rutáceae (Rautengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Asien
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 20 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Humos
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Nov
Eigenschaften:
Tiefwurzler
Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide

© Jerzy Opiola, Wikimedia Commons
CC-BY-SA-3.0
Allgemeine Informationen
Die Samthaarige Stinkesche ist im nördlichen China und in Korea beheimatet und wächst dort in Wäldern und an Waldrändern. Sie bevorzugt mäßig feuchte, tiefgründige, humose, nährstoffreiche Böden an halbschattigen und sonnigen Standorten.

Echtes Johanniskraut

(Hypéricum perfóratum)
Alternative Bezeichnungen:
Gewöhnliches Tüpfel-Johanniskraut, Durchlöchertes Johanniskraut, Tüpfel-Hartheu
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 100 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Mager, Humos
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Viel/Nicht vorhanden
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Sep
Eigenschaften:
Heilpflanze, Schnecken resistent, Dachbegrünung
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Das Echte Johanniskraut stammt aus Europa, Westasien und Nordafrika. Es wächst in Waldlichtungen, an Waldrändern, Wegen und Böschungen oder auf Magerwiesen. Die Pflanze bevorzugt generell mäßigwarme bis warme Standorte auf mäßig feuchten, mageren, kalkhaltigen und stickstoffarmen Böden.
Wissenswertes
Als Räucherwerk soll die im Sommer gesammelte Licht- und Sonnenenergie freigesetzt und die Stimmung aufgehellt werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Johanniskraut speichert die Energie wärmender Sonnenstrahlen und gibt diese in Jahreszeiten mit fehlender Sonne wieder frei. Es wird daher bei leichten und mittelschweren Depressionen angewendet. Ein Tee aus Kraut und Blüten hilft zudem bei Nervosität, Schlaflosigkeit und Angstzuständen. Auch bei Kopfschmerzen und Migräne kann die Pflanze helfen.
Außerdem wirkt Johanniskraut krampflösend, desinfizierend und lindert Entzündungen. Es findet Anwendung bei Bronchitis und anderen Atemwegsbeschwerden. Es hilft zudem bei Verdauungsbeschwerden und Durchfall. Des weiteren lindert es Beschwerden, die durch Rheuma oder Gicht ausgelöst werden.
Das rote Johanniskraut-Öl findet als Wundheilmittel sowie bei Geschwüren, Muskelschmerzen, Zerrungen und Quetschungen Anwendung.
Johanniskraut sollte nicht vor ausgedehnten Sonnenbädern eingenommen werden, da es die Sonnenempfindlichkeit erhöht.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Blüten

Ysop

(Hyssópus officinális)
Alternative Bezeichnungen:
Heiliges Kraut, Bienenkraut, Eisenkraut, Josefskraut
Familie:
Labiátae (Lippenblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Halbstrauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 60 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Mager
Aussaat: Apr - Jun
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Lila, Blau
Pollen / Nektar: Kaum/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler, Heilpflanze, Schnecken resistent
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide



Allgemeine Informationen
Ysop ist in Kleinasien, im Mittelmeerraum sowie in Mittel- und Südosteuropa beheimatet und wächst auf Trockenwiesen, an Wegrändern, an Böschungen oder an felsigen Standorten. Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige, durchlässige, nährstoffarme und eher trockene Böden in warmer und sonniger Lage.
Verwendung der Pflanze
Ysop wird bereits seit dem Mittelalter als Gewürz und Heilmittel verwendet.
Frische, junge Blätter können als Salat- und Gemüsebeigabe verwendet werden. Auch getrocknete Blätter lassen sich als Gewürzmittel verwenden.
Außerdem kann die Pflanze als Zutat bei der Kräuterlikör-Herstellung dienen.
Bei Raupen und Schnecken ist die Pflanze weniger beliebt und kann daher zum Schutz anderer Pflanzen beitragen.
Heilwirkungen der Pflanze
Ysop kann als Tee zubereitet werden und hilft bei Verschleimungen der Atemwege sowie bei Husten und Asthma. Das Kraut wirkt Krampf lösend, entzündungshemmend, Keim tötend, antiseptisch, Schweiß und Harn treibend und reinigend. Außerdem hilft es bei Entzündungen der Harnwege, bei Problemen mit der Gallenblase, bei Gallen- und Nierensteinen, bei rheumatischen Beschwerden sowie bei Verdauungsbeschwerden wie z.B. Verstopfung und Blähungen. Auch als Mittel für Mund- und Rachenspülungen kann das Kraut verwendet werden.
Äußerlich angewendet unterstützt ein Aufguss aus der Pflanze die Wundheilung und hilft bei Ekzemen, trockener, rissiger Haut sowie bei Herpes.
Innerlich sollte die Pflanze nicht in zu hohen Dosen verwendet werden, da sie Halluzinationen und auch Krämpfe verursachen kann.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Blüten

Duftresede

(Reséda odoráta)
Alternative Bezeichnungen:
Garten-Resede, Wohlriechende Resede
Familie:
Resedáceae (Resedengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 30 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Nährreich
Aussaat: Apr - Mai
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Gelb, Rot, Grün
Pollen / Nektar: Viel/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Okt
Eigenschaften:
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide, Nacht-Weide




Allgemeine Informationen
Die Duftresede ist im Mittelmeergebiet beheimatet und wächst dort in Felsfluren oder auf Ruderalflächen. Sie bevorzugt nährstoffreiche, lehmige, durchlässige Böden an sonnigen und windgeschützten Standorten.

Acker-Kratzdistel

(Círsium arvénse)
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht, Kriechpflanze
Wuchshöhe: max. 120 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Nährreich
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Rot, Lila
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Okt
Eigenschaften:
Tiefwurzler
Stickstoff-Zeiger, Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Acker-Kratzdistel ist in Europa weit verbreitet. Sie wächst auf Äckern, an Feld- und Wegrändern, auf Ödflächen oder an Waldrändern. Die Pflanze bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige Böden. Sie gehört zu den Tiefwurzlern.

Echtes Mädesüß

(Filipéndula ulmária)
Alternative Bezeichnungen:
Wiesenwedel, Sumpfkraut, Brennkraut, Gänseleiter, Spierstaude
Familie:
Rosáceae (Rosengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 200 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Feucht, Nährreich, Humos
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Weiß, Gelb
Pollen / Nektar: Viel/Nicht vorhanden
Frucht-/ Samenzeit: Okt - Nov
Eigenschaften:
Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide

© Christian Fischer, Wikimedia Commons
CC-BY-SA-3.0
Allgemeine Informationen
Das Echte Mädesüß ist im mittleren und nördlichen Europa und Asien beheimatet und wächst an Bächen, auf Feuchtwiesen oder in Sumpf- und feuchten Waldrandgebieten. Die Pflanze bevorzugt feuchte, nährstoffreiche, eher mäßig saure, sandige Lehm- und Tonböden oder Sumpfhumusböden.
Verwendung der Pflanze
Vor allem die Blüten können zum Aromatisieren von Speisen oder für Tee verwendet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Pflanze enthält Salicylsäure, die bei Gicht, Kopfschmerzen, Entzündungen oder rheumatischen Beschwerden hilft. Sie ist ein sanftes Schmerz- und Fiebermittel. Auch bei Grippe, Sodbrennen, Durchfall oder Magen-Darm-Reizungen kann ein aus den Blüten gewonnener Tee helfen. Desweiteren regt der Tee die Nieren- und Leberfunktion an, wirkt Blut reinigend, entwässernd und senkt den Harnsäurespiegel.
Auch die Blätter und Wurzeln können zusammen mit den Blüten zu Tee verarbeitet werden. Dieser wirkt schweißtreibend und kann bei Harnblasen- und Nierenschmerzen Linderung verschaffen.
Wer auf Salicylate allergisch reagiert, sollte die Einnahme der aus der Pflanze gewonnenen Erzeugnisse allerdings meiden.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Wurzel, Blätter, Blüten
Für eine Tee-Zubereitung Wasser zum Kochen bringen und auf etwa 80 Grad abkühlen lassen. Damit das getrocknete Kraut übergießen und nach etwa 15 Minuten abseihen.

Kohl-Distel

(Círsium oleráceum)
Alternative Bezeichnungen:
Kratzdistel, Pferdedistel, Gemüsedistel, Rohrdistel
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 150 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Basisch, Nährreich
Blüte: Jun - Okt, Farbe: Weiß, Gelb
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Nov
Eigenschaften:
Essbar
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Kohl-Distel ist in Europa heimisch und auch noch in West-Sibirien anzutreffen. Sie wächst auf feuchten Waldlichtungen, in Auenwäldern, an Bachufern oder auf Feuchtwiesen und bevorzugt basische, nährstoffreiche, feuchte Böden.
Verwendung der Pflanze
Die Böden der Blütenköpfchen können wie Artischocken zubereitet werden. Die jungen und zarten Blätter können als Salat-Beilage dienen, während ältere Blätter gekocht ähnlich wie Spinat gegessen werden können.
Auch der Wurzelstock kann gegart gegessen werden.

Schwarzer Senf

(Brássica nígra)
Alternative Bezeichnungen:
Senf-Kohl
Familie:
Crucíferae (Kreuzblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Rosettenartig
Wuchshöhe: max. 200 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Nährreich
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Sehr viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide

© H. Zell, Wikimedia Commons
CC-BY-SA-3.0
Allgemeine Informationen
Der Schwarze Senf ist im östlichen Mittelmeerraum beheimatet. Er wächst an Flussufern, auf Ruderalflächen, an Wegrändern oder auf Feldern und bevorzugt eher feuchte, nährstoffreiche, warme Böden in sonniger Lage.
Verwendung der Pflanze
Die Samen schmecken stechend scharf und werden zur Senfherstellung verwendet.
Die Sprossen und Blätter können als Gemüse zubereitet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Als Senfgewürz hilft die Pflanze bei Blähungen, Verstopfung sowie bei der Verdauung von Speisen. Außerdem kann der Genuss von Senf dazu dienen, die Atemwege zu befreien. Er wirkt zudem desinfizierend.
Äußerlich angewendet kann ein Breiumschlag, der aus Senfmehl und warmem Wasser hergestellt wird, die Durchblutung fördern oder Muskelbeschwerden lindern. Auch bei chronischen Entzündungen wie z.B. Rheuma oder Nervenentzündungen kann der Breiumschlag helfen. Da der Umschlag wärmend wirkt, sollte er bei akuten Entzündungen nicht verwendet werden. Senfkompressen oder Senfpflaster wirken milder als ein Breiumschlag, der zu starken Hautreizungen führen kann.

Buchweizen

(Fagopýrum esculéntum)
Alternative Bezeichnungen:
Heidekorn, Türkenkorn
Familie:
Polygonáceae (Knöterichgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Asien
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 80 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Mager
Aussaat: Mai - Jun
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Weiß, Rot
Pollen / Nektar: Viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Jul - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Buchweizen stammt ursprünglich aus Regionen, die von Zentral- bis Ostasien reichen. Er wächst bevorzugt auf Ruderalflächen, an Wegrändern sowie in Heide- und Moorlandschaften. Die Pflanze bevorzugt magere, lockere, sandige bis lehmige Böden in warmen und sonnigen Gegenden. Buchweizen ist eine sehr kurzlebige und frostempfindliche Pflanze, die sich in kurzen heißen Sommern wohl fühlt.
Verwendung der Pflanze
Das gemahlene Mehl ist eiweiß- und stärkereich und besitzt wertvolle Mineralstoffe. Es kann zur Herstellung von Pfannkuchen oder als Buchweizenbrei zubereitet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Aus den Blüten und grünen Pflanzenteilen kann ein Tee zubereitet werden, der bei Durchblutungsstörungen und Krampfadern hilft und die Gefäßwände stärkt. Er dient zudem als sanftes Schlafmittel.
Buchweizenbrei wirkt stärkend und hilft bei Durchfall und unreiner Haut. Er kann bei Gluten-Unverträglichkeit gegessen werden, da er kein Gluten enthält.
Der rote Farbstoff in der Fruchtschale (Fagopyrin) kann nach dem Verzehr dazu führen, dass die Haut empfindlicher gegen Sonnenlicht wird. Daher sollte möglichst geschälter Buchweizen verwendet werden.

Durchwachsene Silphie

(Sílphium perfoliátum)
Alternative Bezeichnungen:
Becherpflanze
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Nordamerika
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 300 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Basisch, Humos
Aussaat: Apr - Jun
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Durchwachsene Silphie ist ursprünglich in Nordamerika beheimatet. Sie stellt keine sonderlichen Ansprüche an den Boden und ist relativ tolerant gegenüber Trockenheit. Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte, humose, durchlässige, kalkhaltige Böden in halbschattiger bis sonniger Lage.
Verwendung der Pflanze
Die Pflanze eignet sich hervorragend als Grünfutter für Haustiere wie z.B. Kaninchen, Schafe oder Ziegen. Außerdem wird sie als potenzielle Energiepflanze angesehen, da sie eine hohe Biomasse bildet. Dem Boden bietet die Pflanze zudem Erosionsschutz.

Färber-Hundskamille

(Ánthemis tinctória)
Alternative Bezeichnungen:
Färberkamille
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 80 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Mager
Aussaat: Aug - Sep
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Mäßig/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Färberpflanze, Dachbegrünung, Pionierpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Färber-Hundskamille ist in Mittel-Europa heimisch. Sie wächst an Wegrändern, an Böschungen, auf Trockenrasen oder auf Ödland und bevorzugt eher trockene, kalkhaltige Steinböden. Die Pflanze zählt zu den Pionierpflanzen.
Wissenswertes
Die Pflanze riecht beim Zerreiben stark aromatisch.
Verwendung der Pflanze
Die Färberkamille ist eine Färberpflanze. Die Blütenkörbe können verwendet werden, um Wolle, Hanf oder Leinen mit einem kräftigen, warmen Gelbton zu färben.

Echter Steinklee

(Melilótus officinális)
Alternative Bezeichnungen:
Gelber Steinklee, Honigklee, Hummel-Klee, Mottenkraut, Tabaksklee
Familie:
Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Zwei-Jährig, Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 150 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Mager
Aussaat: Feb - Apr
Blüte: Jun - Sep, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Tiefwurzler, Heilpflanze, Pionierpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Der Echte Steinklee ist in Mitteleuropa sowie in Teilen Asiens beheimatet. Er wächst an Wegrändern, auf Ruderalflächen, an Ufern oder in Steinbrüchen und bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, durchlässige, kalkhaltige, steinige Böden an sonnigen Standorten. Der Echte Steinklee zählt zu den Pionierpflanzen.
Wissenswertes
Die Pflanze verbreitet einen Cumarinduft, der Motten und Wühlmäuse fern hält.
Verwendung der Pflanze
Beim Trocknen der Blätter und Blüten entfalten diese ihren intensiven Duft. Sie können, ähnlich wie Waldmeister, als Aroma für Käse, Limonaden, Liköre und Bowlen verwendet werden.
Aufgrund ihres weit reichenden und den Boden mit Stickstoff anreichernden Wurzelsystems wird die Pflanze häufig als Gründünger und zur Befestigung von Böschungen genutzt.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Pflanze besitzt eine beruhigende, Schmerz lindernde, entzündungshemmende, Harn- und Schweiß treibende, Venen stärkende und durchblutungsfördernde Wirkung. Sie kann bei arteriellen und venösen Beschwerden wie z.B. Venenentzündungen, Krampfadern, Thrombosen, Schwellungen, Juckreiz, Hämorrhoiden und Schmerzen in den Beinen verwendet werden. Außerdem hilft die Pflanze bei Lymphstauungen, Kopfschmerzen, Migräne, Magenbeschwerden sowie äußerlich bei Blutergüssen, Prellungen, Verstauchungen, rheumatischen Beschwerden, Furunkeln und Geschwüren. Sie unterstützt zudem bei der Wundheilung.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Blüten
Das kurz vor oder während der Blüte gesammelte Kraut kann frisch oder getrocknet als Tee zubereitet werden.
Äußerlich kann die Pflanze in Form von Kräuterkissen, Auflagen oder Salben verwendet werden.

Breitblättriger Thymian

(Thýmus pulegioídes)
Alternative Bezeichnungen:
Quendel, Breitblättriger Thymian, Arznei-Thymian, Hummelskraut, Wildes Pfefferkraut
Familie:
Labiátae (Lippenblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Halbstrauch
Wuchsform: Kriechpflanze
Wuchshöhe: max. 25 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Mager, Humos
Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Jun - Okt, Farbe: Weiß, Rot, Lila
Pollen / Nektar: Kaum/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Nov
Eigenschaften:
Immergrün, Essbar, Tiefwurzler, Heilpflanze, Dachbegrünung
Bienen-/Hummel-Weide



Allgemeine Informationen
Der Feld-Thymian ist in weiten Teilen Mittel-Europas sowie in temperaten Zonen Asiens beheimatet. Er wächst auf mageren Rasen und Weiden, an Böschungen oder in felsigen Gegenden und bevorzugt frische bis trockene, durchlässige, nährstoffarme, basenreiche, humose Sand-, Stein- oder Lehmböden in sonniger und warmer Lage.
Verwendung der Pflanze
Die Stängel, Blätter und Blüten der Pflanze können als Gewürz bzw. Aroma vielseitig verwendet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Das blühende Kraut des Feld-Thymians (ohne die verholzenden Teile) kann getrocknet und zu Tee verarbeitet oder als Gewürz verwendet werden. Die Pflanze wirkt antibiotisch, entzündungshemmend, entkrampfend und Schleim lösend. Sie hilft daher bei Erkrankungen der Atmungsorgane (Husten, Keuchhusten, Asthma), bei Verdauungsbeschwerden (Unterstützung der Verdauung, Appetitlosigkeit, Blähungen, Sodbrennen) sowie bei Frauenleiden (Menstruationskrämpfen), Einschlafstörungen und Beschwerden des Nervensystems.
Äußerlich angewendet hilft Feld-Thymian als Tinktur oder in Form von Umschlägen bei Quetschungen, Prellungen, Wunden, Akne, Neurodermitis und Hautentzündungen.

Stockrose

(Álcea rósea)
Alternative Bezeichnungen:
Stockmalve, Bauernrose
Familie:
Malváceae (Malvengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Zwei-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 200 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Nährreich, Humos
Aussaat: Aug - Okt
Blüte: Jun - Okt, Farbe: Weiß, Rot, Lila
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Nov
Eigenschaften:
Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Stockrose stammt ursprünglich aus Südosteuropa und Zentralasien. Sie wächst bevorzugt an sonnigen, warmen, windgeschützten Standorten auf durchlässigen, nicht zu trockenen Böden.
Heilwirkungen der Pflanze
Aus den Blüten der Stockrose kann ein Tee (bevorzugt als Kaltauszug) zubereitet werden, der bei Husten und Halsentzündungen hilft und auch zum Gurgeln verwendet werden kann.
Auch aus der Wurzel kann ein Tee zubereitet werden, der bei Verdauungsproblemen wie z.B. Durchfall getrunken werden kann.
Äußerlich angewendet kann ein Tee aus Stockrosen bei Entzündungen helfen und die Wundheilung unterstützen.

Rainfarn

(Tanacétum vulgáre)
Alternative Bezeichnungen:
Soldatenknöpfe, Wurmkraut, Westenknöpfe
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 120 cm
Boden: Mäßig feucht, Basisch, Nährreich, Humos
Blüte: Jun - Okt, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Mäßig/Mäßig
Eigenschaften:
Immergrün, Giftig, Dachbegrünung, Pionierpflanze
Stickstoff-Zeiger, Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Rainfarn wächst zumeist in Gruppen an Wegrändern, auf Wiesen oder an Waldrändern.
Wissenswertes
Die Pflanze ist giftig und kann bei Verzehr zu Erbrechen, Entzündungen von Magen und Darm bis hin zu Krämpfen, Herzrhythmusstörungen sowie Schädigungen von Niere und Leber führen. Außerdem können bei verstärktem Hautkontakt Reizungen der Haut auftreten.
Der stark würzige Geruch hält zahlreiche Insektenarten fern. Es gibt Berichte, dass Rainfarn im näheren Umfeld von Kartoffelpflanzen den Kartoffel-Käfer fern hält.

Gewöhnliche Goldrute

(Solidágo virgaurea)
Alternative Bezeichnungen:
Echte Goldrute
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordamerika, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht, Rosettenartig
Wuchshöhe: max. 120 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Mager, Humos
Aussaat: Apr - Jun
Blüte: Jun - Okt, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Nov
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze, Färberpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide

© Isidre blanc, Wikimedia Commons
CC-BY-SA-4.0
Allgemeine Informationen
Die Gewöhnliche Goldrute ist in Mittel- und Nordeuropa sowie in den gemäßigten Zonen Asiens und Nordamerikas zu finden. Sie wächst in lichten Wäldern, in Heidewäldern, an Wegrändern oder auf mageren Weiden und bevorzugt eher trockene, nährstoffarme, kalkhaltige, lehmig-sandige Böden in halbschattiger bis sonniger Lage.
Verwendung der Pflanze
Die Samen, Blüten und jungen Blätter sind essbar. Triebspitzen können als Salatbeilage verwendet werden. Die Blätter lassen sich ähnlich wie Spinat zubereiten.
Die Blüten der Gewöhnlichen Goldrute können zum Färben von Wolle verwendet werden. Sie verleihen eine bräunlich-gelbe Färbung.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Pflanze wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, Pilz hemmend, Harn treibend, Krampf lösend und Schmerz lindernd. Sie hilft bei Entzündungen der Harnwege, bei Harnsteinen und Nierengrieß sowie allgemein bei Blasen- und Nierenleiden.
Äußerlich angewendet hilft ein in Tee getränkter Umschlag bei der Wundheilung.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Blüten
Für Heilzwecke können alle oberirdischen Pflanzenbestandteile möglichst zu Beginn der Blütezeit gesammelt werden. Zur Herstellung von Tee wird getrocknetes Kraut mit heißem Wasser übergossen, für etwa 15 Minuten stehen gelassen und abschließend abgeseiht. Maximal 3-4 Tassen Tee sollten pro Tag zusammen mit ausreichend anderer Flüssigkeit getrunken werden.

Echter Lavendel

(Lavándula angustifólia)
Alternative Bezeichnungen:
Schmalblättriger Lavendel
Familie:
Labiátae (Lippenblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Halbstrauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 80 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Mager
Aussaat: Apr - Aug
Blüte: Jul - Sep, Farbe: Lila, Blau
Pollen / Nektar: Kaum/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Immergrün, Heilpflanze, Schnecken resistent, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Lavendel stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet. Er ist mittlerweile jedoch in ganz Süd- und Mitteleuropa anzutreffen. Er wächst auf trockenen bis mäßig feuchten, kalkhaltigen, eher nährstoffarmen Böden an warmen und sonnigen Standorten.
Verwendung der Pflanze
Lavendel ist eine Tee- und Heilpflanze.
Aus den Blütenständen wird Lavendelöl hergestellt.
Junge Blätter und zarte Triebe können in der Küche zum Würzen von Gerichten verwendet werden.
Im Kleiderschrank werden Motten fern gehalten, wenn sich dort ein duftender Lavendelstrauß befindet.
Heilwirkungen der Pflanze
Wenn Lavendelblüten ihren höchsten Reifegrad erreicht haben, werden sie zum Trocknen geerntet.
Lavendel wirkt beruhigend, desinfizierend und kann bei Kopfschmerzen, Migräne, Schlafstörungen sowie bei innerer Unruhe verwendet werden. Die beruhigende Wirkung hilft zudem bei nervösen Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden. Desweiteren hilft Lavendel bei Reizungen und Entzündungen der Atemwege und kann bei Husten und Asthma Linderung verschaffen.
Äußerlich angewendet hilft er bei Entzündungen, Pilzerkrankungen, Insektenstichen, Akne, Ekzemen oder Neurodermitis. Auch bei Gicht, Rheuma oder Gliederschmerzen hilft das Einreiben mit Lavendelöl.
Wissenschaftler der University of California haben in einer Studie herausgefunden, dass das Alkaloid Aloperin selektiv den Kaliumkanal in den Blutgefäßen (KCNQ5) aktiviert, was zu einer Entspannung der Muskelzellen führt. Das wirkt Blutdruck senkend. Bei Lavendel-Blättern war der Effekt besonders intensiv.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Blüten

Große Fetthenne

(Sédum teléphium subsp. máximum)
Alternative Bezeichnungen:
Große Waldfetthenne
Familie:
Crassuláceae (Dickblattgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 80 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht
Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Jul - Sep, Farbe: Gelb, Grün
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Okt - Nov
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze, Dachbegrünung
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Die Große Fetthenne ist in Europa sowie im westlichen Asien zu finden. Sie wächst an Wegrändern, auf Trockenrasenflächen oder in felsigem Gelände und bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, durchlässige, sandig-steinige Böden in halbschattiger bis sonniger Lage.
Wissenswertes
Die Pflanze dient den Raupen des Apollofalters als wichtige Nahrungsquelle.
Verwendung der Pflanze
Junge Blätter können vor der Blütezeit geerntet und als Salatbeilage roh gegessen werden. Auch die Wurzeln sind als Gemüse essbar, nachdem sie gekocht wurden.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Pflanze wirkt Blut stillend. Ihre Blätter können zerdrückt auf Wunden gelegt werden.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter

Gewöhnlicher Wasserdost

(Eupatórium cannabínum)
Alternative Bezeichnungen:
Kunigundenkraut, Wasserhanf
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 200 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Basisch, Nährreich
Blüte: Jul - Sep, Farbe: Weiß, Rot
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Heilpflanze, Schnecken resistent, Färberpflanze
Stickstoff-Zeiger, Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Der Gewöhnliche Wasserdost ist in Europa verbreitet und wächst in Waldlichtungen, an Waldrändern, auf feuchten Wiesen oder an Ufern von Bächen und bevorzugt feuchte, meist kalkhaltige, nährstoffreiche Böden.
Verwendung der Pflanze
Wasserdost kann zum Gelbfärben von Stoffen verwendet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Aus dem Kraut der Pflanze kann eine Tinktur, ein Kaltauszug oder Tee zubereitet werden. Die Pflanze stärkt das Immunsystem und hilft dadurch, Erkältungen, Grippe und Infektionen vorzubeugen. Außerdem kann sie zur Linderung von Heuschnupfen-Beschwerden beitragen. Desweiteren wirkt die Pflanze entzündungshemmend und unterstützt bei der Blutreinigung, indem sie Leber, Milz und Galle anregt. Auch auf Niere und Blase wirkt sie anregend und hilft so bei Wassersucht. Eine Wasserdost-Wein-Kur hilft dabei, den Cholesterin-Gehalt im Blut zu senken.
Äußerlich angewendet kann Wasserdost in Form von Salbe oder als Breiauflage bei Hautproblemen, Wunden und Geschwüren helfen.
Die Pflanze sollte nicht dauerhaft eingenommen werden, da sie im Verdacht steht, die Leber zu schädigen. Bei einer Überdosierung droht Brechreiz.

Türkischer Drachenkopf

(Dracocéphalum moldávica)
Alternative Bezeichnungen:
Moldawische Melisse, Moldawien-Drachenkopf
Familie:
Labiátae (Lippenblütler)
Ursprüngl. Heimat: Asien
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 40 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Basisch, Humos
Aussaat: Apr - Mai
Blüte: Jul - Aug, Farbe: Lila, Blau
Pollen / Nektar: Kaum/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Der Türkische Drachenkopf ist ursprünglich in Asien (z.B. Russland, China) in Höhen von bis zu 2700 Metern beheimatet. Er wächst in eher trockenen und steinigen Gegenden und bevorzugt durchlässige, kalkhaltige Böden in möglichst sonniger Lage.
Verwendung der Pflanze
Das Kraut (Triebspitzen und Blätter) kann zum Ansetzen von Likören, zum Würzen von Desserts oder für die Zubereitung von Tee verwendet werden. Geerntet werden sollte es während der Blütezeit.
Heilwirkungen der Pflanze
Als Tee zubereitet hilft die Pflanze bei Verdauungsbeschwerden und wirkt anregend auf Leber- und Gallentätigkeit. Sie wirkt außerdem leicht Krampf lösend.

Ruthenische Kugeldistel

(Echínops rítro)
Alternative Bezeichnungen:
Griechische Kugeldistel
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 100 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Nährreich
Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Jul - Sep, Farbe: Blau
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Tiefwurzler, Schnecken resistent
Bienen-/Hummel-Weide

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CC-BY-SA-3.0
Allgemeine Informationen
Die Ruthenische Kugeldistel ist in Ost- und Südeuropa sowie in Zentralasien beheimatet. Sie wächst auf steinigen Hängen, Schotterflächen oder Weiden. Die Pflanze bevorzugt warme sonnige Standorte auf trockenen bis mäßig feuchten, durchlässigen Böden. Sie ist tiefwurzelnd.

Gewöhnliche Schneebeere

(Symphoricárpos álbus)
Alternative Bezeichnungen:
Knallerbsenstrauch, Knallbeere
Familie:
Caprifoliáceae (Geißblattgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Nordamerika
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 200 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Nährreich, Mager
Blüte: Jul - Sep, Farbe: Weiß, Rot
Pollen / Nektar: Kaum/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Okt
Eigenschaften:
Giftig, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Gewöhnliche Schneebeere ist in Nordamerika beheimatet. Dort wächst sie bevorzugt an Waldrändern oder Flussufern in warmen Gegenden auf feuchten, nährreichen, sandigen bis lehmigen Böden. Der Strauch wächst jedoch auch auf nährstoffarmen Böden und verträgt durchaus trockene Perioden.
Verwendung der Pflanze
Indianer in Nordamerika aßen die Früchte frisch oder getrocknet (in größeren Mengen sind sie giftig) und nutzten sie zudem als Haarshampoo. Außerdem wurden Früchte und Blätter auf Wunden aufgetragen, nachdem sie zerstoßen wurden.
In Amerika ist die Schneebeere eine bedeutende Futterpflanze für verschiedene Tierarten wie Hirsche, Vögel und andere Kleinsäuger.

Gewöhnliche Waldrebe

(Clématis vitálba)
Alternative Bezeichnungen:
Gemeine Waldrebe, Teufelszwirn
Familie:
Ranunculáceae (Hahnenfußgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Kletterpflanze
Wuchshöhe: max. 10 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Mäßig feucht, Basisch, Nährreich
Aussaat: Okt - Feb
Blüte: Jul - Sep, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Mäßig/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Nov - Dez
Eigenschaften:
Giftig, Fassadenbegrünung, Pionierpflanze
Stickstoff-Zeiger, Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Gewöhnliche Waldrebe ist in Mittel- und Südeuropa verbreitet. Sie wächst an Waldrändern, in Hecken und Gebüschen sowie auf Ödflächen und bevorzugt nährstoffreiche, kalkhaltige, frische, lockere Böden. Die Pflanze zählt zu den Pionierpflanzen.
Wissenswertes
Der Pflanzensaft ist giftig und kann die Haut reizen und zu Blasenbildung führen.

Filzige Klette

(Árctium tomentósum)
Alternative Bezeichnungen:
Wollkopf-Klette
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Zwei-Jährig
Wuchsform: Aufrecht, Rosettenartig
Wuchshöhe: max. 150 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Basisch, Nährreich
Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Jul - Sep, Farbe: Rot, Lila
Pollen / Nektar: Mäßig/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Okt - Nov
Eigenschaften:
Essbar, Heilpflanze, Schnecken resistent
Stickstoff-Zeiger, Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Die Filzige Klette ist in Europa und im westlichen Asien beheimatet. Sie wächst an Wegrändern, auf Ruderalflächen oder an Ufern und bevorzugt mäßig feuchte, nährstoffreiche, kalkhaltige Böden an warmen und möglichst sonnigen Standorten.
Wissenswertes
Die Fruchtstände der Klette bleiben den Winter über bestehen und dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung.
Verwendung der Pflanze
Wurzeln und Blätter sind essbar und können als Gemüse zubereitet werden. Die Wurzeln werden dazu geschält und gekocht. Die jungen Blätter können ähnlich wie Spinat verarbeitet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Die Pflanze besitzt eine entzündungshemmende, Blut reinigende und Schweiß- und Harn treibende Wirkung. Außerdem regt sie die Leber- und Gallenaktivität an und hilft bei rheumatischen Erkrankungen, Gicht, Nierensteinen und Magenbeschwerden.
Äußerlich angewendet kann die Klette bei Haarausfall und Schuppen sowie bei der Wundheilung und bei Hauterkrankungen wie z.B. Ekzemen, Geschwüren, Furunkeln, Ausschlägen oder Akne helfen.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Wurzel, Blätter
Die Wurzeln sollten möglichst im Herbst des ersten Jahres gesammelt werden. Nachdem sie getrocknet und zerkleinert wurden, kann aus ihnen ein Aufguss zubereitet werden. Dazu werden die Wurzeln zunächst mit kaltem Wasser übergossen und mehrere Stunden stehengelassen. Anschließend sollte der Kaltauszug zum Kochen gebracht und nach etwa einer Minute abgeseiht werden.
Aus den Wurzeln und Blättern kann auch eine Tinktur hergestellt werden. Dazu werden die Wurzel und Blätter zerkleinert und mit Weingeist oder Doppelkorn übergossen. Nach 3-4 Wochen kann abgeseiht und die Tinktur äußerlich oder in verdünnter Form innerlich angewendet werden.

Silber-Distel

(Carlína acaulis)
Alternative Bezeichnungen:
Große Eberwurz, Wetterdistel
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Rosettenartig
Wuchshöhe: max. 40 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Mager
Blüte: Jul - Sep, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Sehr viel/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Silber-Distel ist in Mittel-, Süd- und Osteuropa in Höhenlagen von bis zu 2800 Metern verbreitet. Sie wächst auf Ödland, Magerrasen und Weiden oder an sonnigen Hängen und bevorzugt eher trockene, kalkhaltige, magere, steinige Böden an warmen und sonnigen Standorten. Die Silberdistel ist nicht sonderlich konkurrenzfähig und gedeiht am besten bei Beweidung.
Verwendung der Pflanze
Der Blütenboden ist essbar und erinnert im Geschmack an Artischocke.
Junge frische Blätter können als Gemüse verarbeitet werden.
Die Pfahlwurzel, die als Heilmittel verwendet werden kann, ist hingegen giftig.
Heilwirkungen der Pflanze
Aus getrockneten Wurzeln kann ein Tee zubereitet werden, der bei Wurmbefall, Erkältung, Grippe und Fieber hilft. Er wirkt schweiß- und harntreibend. Beim Genuss ist jedoch Vorsicht geboten, da das in der Wurzel enthaltene Carlinaoxid giftig ist.
Äußerlich angewendet helfen Umschläge bei Hauterkrankungen wie z.B. Akne oder Ekzemen.

Gemeine Wegwarte

(Cichórium íntybus)
Alternative Bezeichnungen:
Sonnenkraut, Sonnenbraut, Wilde Zichorie, Verfluchte Jungfer, Wegwächter, Wegleuchte
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien, Nordafrika / Orient
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 150 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Nährreich
Blüte: Jul - Okt, Farbe: Weiß, Blau
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler, Heilpflanze, Pionierpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide, Nacht-Weide




Allgemeine Informationen
Die Gemeine Wegwarte ist in Europa, Westasien und Nordwestafrika heimisch. Sie wächst häufig an Wegrändern, auf Ödflächen, an Feldern oder auf Grasland. Sie gilt als Pionierpflanze und bevorzugt eher trockene, nährstoffreiche Böden an warmen und sonnigen Standorten.
Wissenswertes
Die Samen werden gern von Vögeln gefressen.
Verwendung der Pflanze
Die Blätter, Blüten und Wurzel der Pflanze sind essbar und enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. Die jungen Blätter und Blüten können z.B. als Salat-Beilage verwendet werden und die Wurzel eignet sich zur Tee-Zubereitung. Die Wurzeln können zudem getrocknet, danach geröstet, gemahlen und als Kaffeeersatz verwendet werden. Blütenknospen lassen sich süß-sauer einlegen.
Wurzeln mit eingekürzten Rosettenblättern können im Herbst in Sandboden eingeschlagen werden. Im Winter treiben sie dann große Knospen mit eng anliegenden bleichen Blättern, die essbar sind (Chicorée).
Heilwirkungen der Pflanze
Die Wegwarte wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, Stoffwechsel anregend, leicht abführend und stimmungsaufhellend. Als Tee zubereitet hilft sie bei Magen-, Darm-, Gallen- und Leber-Beschwerden. Sie stimuliert die Verdauungssäfte, wirkt Appetit anregend und kann zur Heilung der Milz beitragen. Die Pflanze wirkt zudem Schweiß treibend und kann zur Reinigung bei Hautkrankheiten und Ekzemen eingesetzt werden.
Der Signaturenlehre folgend ist die Wegwarte eine sehr widerstandsfähige Pflanze, die am Wegesrand trotz Trittschäden, Umweltgiften und belasteten Böden lebensfähig ist. Dies lässt darauf schließen, dass die Pflanze bei sogenannten Zivilisationskrankheiten wie z.B. Allergien, Asthma, Atemwegsreizungen, Hautleiden und Infektanfälligkeit Linderung verschafft.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Wurzel, Blätter, Blüten
Für eine Tee-Zubereitung kann das zerkleinerte oberirdische Kraut und die Wurzel verwendet werden. Das Gemisch mit heißem Wasser übergießen und vor dem Abseihen etwa 5 Minuten ziehen lassen.

Prächtige Fetthenne

(Sédum spectábile)
Familie:
Crassuláceae (Dickblattgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 50 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Mager
Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Jul - Sep, Farbe: Weiß, Rot, Lila
Pollen / Nektar: Mäßig/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Immergrün, Schnecken resistent
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Prächtige Fetthenne stammt aus Nordost-China und Korea. Sie wächst an felsigen, teils sandigen Standorten und bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, durchlässige, sandig-lehmige Böden. Die Pflanze ist recht anspruchslos.

Japanischer Schnurbaum

(Styphnolobium japónicum)
Alternative Bezeichnungen:
Perlschnurbaum, Honigbaum, Sauerschotenbaum, Pagodenbaum
Familie:
Leguminósae (Schmetterlingsblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Asien
Typ der Pflanze: Baum
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 30 m
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Nährreich
Aussaat: Okt - Nov
Blüte: Jul - Sep, Farbe: Weiß
Pollen / Nektar: Mäßig/Sehr viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Nov
Eigenschaften:
Giftig, Stark giftig, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide

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CC-BY-SA-3.0
Allgemeine Informationen
Der Japanische Schnurbaum ist in Ost-Asien beheimatet und wächst dort in Steppen oder Trockenwäldern. Der Baum bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, sandig-lehmige, mäßig nährstoffreiche Böden an warmen und halbschattigen bis sonnigen Standorten.
Wissenswertes
Fast alle Pflanzenteile sind stark giftig, insbesondere die Rinde und die Früchte. Vergiftungserscheinungen reichen von Übelkeit und Erbrechen über krampfartige Magenschmerzen und Durchfall bis hin zu Lähmungen, Atemnot, Verringerung der roten Blutkörperchen und Tod (bei regelmäßiger Einnahme).
Verwendung der Pflanze
In der chinesischen Küche werden die Blüten zusammen mit Eiern und Mehl als Omelette zubereitet.
Das wertvolle Holz kann für den Bau von Möbeln und als Parkett verwendet werden.
Heilwirkungen der Pflanze
Frische und getrocknete Blüten können als Tee zubereitet werden, der Blutdruck senkend und entzündungshemmend wirkt.

Gewöhnliche Sonnenblume

(Heliánthus ánnuus)
Alternative Bezeichnungen:
Riesensonnenblume
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Nordamerika, Mittelamerika / Karibik
Typ der Pflanze: Ein-Jährig
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 300 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Nährreich, Humos
Aussaat: Apr - Mai
Blüte: Jul - Okt, Farbe: Gelb, Braun
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Essbar, Tiefwurzler, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide, Grün-Dünger, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Sonnenblume stammt aus Mexiko und dem Südwesten der USA. Sie wächst bevorzugt auf tiefgründigen, humus- und nährstoffreichen Böden an sonnigen warmen Standorten.
Verwendung der Pflanze
Aus den Samen der Sonnenblume wird Sonnenblumenöl gewonnen, das reich an Linolsäure ist, einer ungesättigten Fettsäure, die besonders wertvoll für den menschlichen Körper ist. Das Öl besitzt zudem die Fähigkeit, Gifte im menschlichen Organismus zu binden. Sonnenblumen werden auch häufig zur Entgiftung kontaminierter Böden angebaut.
Auch unverarbeitete oder geröstete Sonnenblumenkerne sind ein beliebter Snack.
Die Pressrückstände bei der Ölgewinnung (Ölkuchen) werden als Viehfutter verwendet.
Außerdem sind die Samen ein beliebtes Vogelfutter.
Heilwirkungen der Pflanze
Das Öl aus den Kernen hilft als Gleitmittel gegen Verstopfung sowie bei Darmreizungen.
Ein Tee aus den Blütenblättern wirkt Fieber senkend. Bei sogenannten Ölkuren entzieht Sonnenblumenöl dem Körper Giftstoffe.
Äußerlich kann es als fettender Bestandteil in Hautpflegemitteln bei trockener Haut verwendet werden. Es hilft auch bei schorfiger Haut, schlecht heilenden Wunden oder schmerzenden Gliedern.

Großblütige Königskerze

(Verbáscum densiflórum)
Familie:
Scrophulariáceae (Rachenblütler)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Nordamerika
Typ der Pflanze: Zwei-Jährig
Wuchsform: Rosettenartig
Wuchshöhe: max. 250 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch, Nährreich
Blüte: Jul - Okt, Farbe: Gelb
Pollen / Nektar: Viel/Kaum
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Nov
Eigenschaften:
Immergrün, Heilpflanze
Bienen-/Hummel-Weide



Allgemeine Informationen
Die Großblütige Königskerze ist in Mittel-, Ost- und Südeuropa sowie in Nordamerika zu finden. Sie wächst auf Ödflächen, an Wegrändern, an Böschungen, an Ufern von Gewässern oder in Waldschlägen und bevorzugt mäßig trockene bis frische, nährstoffreiche, zumeist kalkhaltige, steinige Böden an sonnigen Standorten.
Heilwirkungen der Pflanze
Aus den getrockneten Blüten kann ein Tee zubereitet werden, der bei Halsschmerzen, Husten, Bronchitis, Asthma und Erkältung hilft. Er wirkt Schleim lösend, Keim hemmend, entzündungshemmend, beruhigend und Schweiß treibend. Außerdem hilft der Tee bei Rheuma, Blasen- und Nierenerkrankungen sowie bei Magen-Darm-Beschwerden.
Äußerlich angewendet hilft die Zubereitung bei Hauterkrankungen. Ein Breiumschlag kann bei Insektenstichen Linderung verschaffen. Als Salbe verarbeitet oder auch in Form eines Aufgusses kann die Pflanze auch bei Hämorrhoiden und Frostbeulen verwendet werden.
Königskerzenöl kann als Umschlag zur Behandlung von Wunden, Ekzemen, Furunkeln, Ausschlägen und Rheuma genutzt werden. In die Ohren getröpfelt kann es zur Behandlung von Ohrenschmerzen herangezogen werden.

Rote Kerzenspiere

(Astílbe chinénsis var. taquétii)
Alternative Bezeichnungen:
Hohe Kerzen-Spiere, Chinesische Prachtspiere
Familie:
Saxifragáceae (Steinbrechgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Asien
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht, Kriechpflanze
Wuchshöhe: max. 120 cm
Licht-Verhältnisse: Halb-Schatten, Schatten
Boden: Mäßig feucht, Feucht, Humos
Blüte: Aug - Sep, Farbe: Rot, Lila
Frucht-/ Samenzeit: Sep - Okt
Eigenschaften:
Bienen-/Hummel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide



Allgemeine Informationen
Die Rote Kerzenspiere ist im östlichen Asien beheimatet und wächst in feuchten Wäldern oder in Waldlichtungen sowie in der Nähe von Fließgewässern. Die Pflanze bevorzugt feuchte, durchlässige, humose Lehmböden in halbschattiger bis schattiger Lage.

Gelbe Skabiose

(Scabiósa ochroleuca)
Alternative Bezeichnungen:
Krätzkraut
Familie:
Dipsacáceae (Kardengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Zwei-Jährig, Staude
Wuchsform: Aufrecht, Rosettenartig
Wuchshöhe: max. 80 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig, Halb-Schatten
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Basisch
Aussaat: Feb - Apr
Blüte: Jul - Okt, Farbe: Weiß, Gelb
Pollen / Nektar: Kaum/Mäßig
Frucht-/ Samenzeit: Aug - Nov
Eigenschaften:
Dachbegrünung
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Gelbe Skabiose ist im südöstlichen und östlichen Europa sowie im westlichen Asien beheimatet. Sie wächst auf Trockenrasen, an Wegrändern oder an Böschungen und bevorzugt trockene bis mäßig feuchte, durchlässige, kalkhaltige, sandig-lehmige Böden in halbschattiger bis sonniger Lage.

Besenheide

(Callúna vulgáris)
Alternative Bezeichnungen:
Heidekraut, Sommerheide, Herbstheide
Familie:
Ericáceae (Heidekrautgewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa, Asien
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Aufrecht
Wuchshöhe: max. 100 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Trocken, Mäßig feucht, Sauer, Mager, Humos
Aussaat: Mär - Apr
Blüte: Aug - Okt, Farbe: Weiß, Rot, Lila
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Mär - Apr
Eigenschaften:
Immergrün, Tiefwurzler, Heilpflanze, Färberpflanze, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide, Nacht-Weide

© Udo Schmidt, Wikimedia Commons
CC-BY-SA-2.0
Allgemeine Informationen
Die Besenheide ist in Mittel- und Nordeuropa sowie im westlichen Asien in Höhen von bis zu 2700 Metern beheimatet. Sie ist eine typische Pflanzenart der Heidelandschaft, aber auch auf mageren Weiden, in lichten Wäldern oder in Mooren zu finden. Die Pflanze wächst bevorzugt auf trockenen bis mäßig feuchten, durchlässigen, nährstoffarmen, sauren, humosen, sandig-torfigen Böden in sonniger, teils halbschattiger Lage. Sie kann ein Alter von etwa 40 Jahren erreichen.
Verwendung der Pflanze
Die Triebe der Pflanze können als Besen oder aufgrund ihrer Witterungsbeständigkeit als Dachbedeckung (Heidefirst) verwendet werden.
Heidekraut ist auch eine Färberpflanze. Gelbe und grüne Farbtöne lassen sich mit ihr erzielen (grün durch Hinzugabe von Eisensulfat).
Heilwirkungen der Pflanze
Heidekraut wirkt zusammenziehend, antibakteriell, antiseptisch, Krampf lösend, Blut reinigend sowie Schweiß und Harn treibend. Es hilft bei Infektionen der Harnwege, bei Nierensteinen, bei Gicht und Rheuma, bei Schlaflosigkeit sowie bei Verdauungsbeschwerden (Durchfall).
Äußerlich angewendet hilft eine Kompresse bei Hautproblemen wie z.B. Ekzemen.
Anwendung
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Blüten
Heidekraut-Tee lässt sich aus Blüten und frischen Trieben zubereiten. Dazu die Mischung mit kochendem Wasser übergießen, etwa 10 Minuten ziehen lassen und abschließend abseihen.

Gewöhnlicher Efeu

(Hédera hélix)
Alternative Bezeichnungen:
Gemeiner Efeu
Familie:
Araliáceae (Efeugewächse)
Ursprüngl. Heimat: Europa
Typ der Pflanze: Strauch
Wuchsform: Kletterpflanze
Wuchshöhe: max. 20 m
Licht-Verhältnisse: Halb-Schatten, Schatten
Aussaat: Jan - Mär
Blüte: Aug - Nov, Farbe: Gelb, Grün
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Jan - Apr
Eigenschaften:
Immergrün, Giftig, Stark giftig, Heilpflanze, Fassadenbegrünung, Schnittverträglich
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Vogel-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Efeu ist in ganz Europa verbreitet.
Wissenswertes
Die gesamte Pflanze ist giftig. Vergiftungserscheinungen sind unter anderem Brennen im Rachen, Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen, erhöhter Puls sowie Krämpfe. Der Verzehr großer Mengen kann zu Schock und Atemstillstand führen. Frische Blätter und deren Saft können allergische Reaktionen der Haut verursachen.
Die dichten Blätter bieten Vögeln gute Verstecke und Nistmöglichkeiten (z.B. für Amseln, Grauschnäpper, Rotkehlchen und Zaunkönige). Die im Winter reifenden Früchte dienen Vögeln als wertvolle Winternahrung.
Heilwirkungen der Pflanze
Bereits in der Antike wurde Efeu als Schmerzmittel oder bei Verbrennungen in Form von Salben verwendet. Heute findet die Pflanze aufgrund der Schleim und Krampf lösenden Eigenschaften hauptsächlich Verwendung bei Atemwegs-Beschwerden.
In der Homöopathie wird Efeu zudem bei Erkrankungen der Schilddrüse, des Magen-Darm-Traktes, der Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse sowie des Stütz- und Bewegungsapparates verwendet.

Glattblatt-Aster

(Áster nóvi-bélgii)
Alternative Bezeichnungen:
Neubelgische Aster
Familie:
Compósitae (Korbblütengewächse)
Ursprüngl. Heimat: Nordamerika
Typ der Pflanze: Staude
Wuchsform: Aufrecht, Kriechpflanze
Wuchshöhe: max. 180 cm
Licht-Verhältnisse: Sonnig
Boden: Mäßig feucht, Nährreich
Aussaat: Apr - Mai
Blüte: Sep - Okt, Farbe: Weiß, Rot, Lila, Blau
Pollen / Nektar: Viel/Viel
Frucht-/ Samenzeit: Okt - Nov
Eigenschaften:
Bienen-/Hummel-Weide, Schmetterlings-Weide, Insb. Honigbienen-Weide




Allgemeine Informationen
Die Glattblatt-Aster ist im östlichen Nordamerika beheimatet und wächst dort an Fluss- und Bachufern oder auf Ruderalflächen. Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte, durchlässige, humose, nährstoffreiche, sandig-lehmige Böden an warmen und sonnigen Standorten.